EUR/USD Euro Dollar – Rückblick auf die Ereignisse im Juni

EUR/USD war im Juni Spielball der Erwartungen an die Notenbanken. Die Volatilität im FX-Markt ist aber die niedrigste seit Jahren. Warten auf den Knall?

Starke Performance des Euros im Juni

Der Euro legte im Juni zu, obwohl EZB-Präsident Draghi eine sehr lockere Marschroute für die EZB-Politik vorgab. Der Devisenmarkt konzentrierte sich im Juni mehr darauf ,die gemäßigte Leitzinsprognose der Fed zu verdauen. Die USA haben im Zinsrennen derzeit mehr zu verlieren. Der Juni brachte insgesamt eine Euro-Rallye von 1,8% gegenüber dem USD.

Am 6. Juni hielt die EZB den Leitzins zunächst unverändert und bestätigte ihre Prognosen. Die Zinsen sollten bis Mitte 2020 unverändert bleiben würden. Diese „lockere“ Grundhaltung sollte dann am 18.Juni nochmals getoppt werden, als EZB-Präsident Draghi bei seiner Rede in Sintra, weitere stimulierende Maßnahmen andeutete. Die Rede erinnerte stark an seine „Whatever it takes“-Rede aus dem Juli 2012.

Der Euro schwächelte zunächst als Reaktion auf die Bemerkungen von Draghi. Als jedoch einen Tag später die FED ankündigte, möglicherweise gezwungen zu sein, die Zinsen in diesem Jahr ebenfalls zu senken, drehte sich das Sentiment und der Euro zog an.

Die Wirtschaftsdaten zeichneten ein ähnliches Bild. Die Daten aus der Eurozone waren nicht besonders optimistisch, aber die US-Daten waren umso miserabler, sodass sie den Euro stützten. Sollten sich die Handelsstreitigkeiten nicht legen und die FED gezwungen sein die Zinsen zu senken, hätte der „Dollar“ mehr zu verlieren, da die Zinsen höher sind als in der Eurozone und dann eine Anpassung stattfinden würde.

Comeback des Euro?

Am 25. Juni markierte das Währungspaar EUR/USD dann schließlich ein 3-Monatshoch von 1,1412. Der Juli hat mit dem besseren Arbeitsmarktbericht für den Juni unter ganz andern Vorzeichen begonnen. Weitere Entwicklungen sollten hier verfolgt werden.

EUR/USD Chart

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