Rohstoff Update
Der USA-Iran-Konflikt geht in die nächste Runde. Die Straße von Hormus bleibt gesperrt und nun kommen neuerliche Versorgungsängste auf. Eskaliert die Lage in der Krisenregion, könnte der Ölpreis der Sorte WTI erneut in den dreistelligen Bereich vorstoßen.
Für einen Preisanstieg |
Gegen einen Preisanstieg |
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Das Thema „Straße von Hormus“ könnte die Marktteilnehmer weiter beschäftigen. Vor allem sollte eine Eskalation in der Krisenregion vermieden werden. Ansonsten könnte der Ölpreis der Sorte WTI erneut in den dreistelligen Preisbereich vorstoßen. Eine überraschend schnelle Einigung zwischen Washington und Teheran dürfte dagegen für Entspannung an den Ölmärkten sorgen. Zieht sich hingegen die Sperrung der Meeresenge weiter in die Länge, könnten die Vorräte allmählich zur Neige gehen und die Notierungen des schwarzen Golden in die Höhe schießen lassen.
Charttechnisch scheinen die Anleger im Augenblick nicht mit einer weiteren Eskalation zu rechnen. Die eingangs erwähnte Sperrung der Straße von Hormus ist wohl weitgehend in den Kursen eingepreist. Die Sorte WTI hält sich in einem Abwärtstrend auf. Erst wenn dieser Widerstand bei 88,45 USD überwunden wird, könnte Bewegung ins Spiel kommen. Ebenfalls im technischen Fokus stehen das Abwärts-Gap (Falling Window) bei 81,77/80,31 USD sowie die exponentiellen 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 78,10 USD.
Interessant ist auch der Blick auf den Directional Movement-Index (DMI). Der ADX (10 Tage) signalisiert bereits seit Wochen eine spürbar nachlassende Dynamik. Auch der Kaufdruck (DI+) und der Verkaufsdruck (DI-) sind auf dem Rückzug. Mit anderen Worten, die Anleger scheuen zurzeit das Risiko und halten sich mit Engagements zurück.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Szenario |
Trigger |
Zielbereich |
Stopp |
Long |
Entfernt sich die Sorte WTI von der aktuellen Kurslücke nach oben, könnte der Abwärtstrend in den Fokus rücken |
88,45 USD |
78,10 USD |
Short |
Unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts könnte es zu einer Entspannung an den Ölmärkten kommen |
67,74 USD |
81,77 USD |
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen