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Market Update

US-Inflation am Freitag: Auf die Kernrate kommt es an

Nur einen Tag nach dem EZB-Zinsentscheid folgt am Freitag das nächste Highlight dieser Woche, die US-Inflationsdaten. Und darauf dürften die Anleger gespannt sein. Die Frage wird sein, welche Hinweise liefern die Verbraucherpreise für den Fed-Zinsentscheid in der kommenden Woche.

US-Inflation am Freitag: Auf die Kernrate kommt es an
US-Inflation am Freitag: Auf die Kernrate kommt es an

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Alle Augen sind auf die Kernrate gerichtet

Wie sind die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten? Für die Verbraucherpreise lautet die Schätzung für August 3,4% und für die Kernrate 2,4%. Für die Marktteilnehmer von Interesse sind die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Energiepreise. Diese schlagen sich in den Verbraucherpreisen nieder, jedoch nicht in der Kernrate. Sollte der Iran-Krieg auf absehbarer Zeit beendet werden, sollten sich die Inflation und die Kernrate wieder angleichen. Im Augenblick beträgt die Differenz ein Prozentpunkt. Ein typisches Muster eines Energieeffekts.

Überrascht die Gesamtrate nach oben, während die Kernrate im Rahmen bleibt, ist das wäre dies ein klares Ölthema. Überrascht dagegen die Kernrate, wäre das die unangenehmere Variante: Diese würde dann auf einen Preisdruck jenseits der Energie hinweisen und dürfte die Debatte in der Fed unmittelbar vor der Sitzung verschärfen. 

Differenz zwischen Inflation und der Kernrate
Differenz zwischen Inflation und der Kernrate

Zinsschritt wird immer wahrscheinlicher

Die US-Notenbank sitzt in der Zwickmühle. Die Inflation, sowohl die Verbraucherpreise als auch die Kernrate, liegen unverändert oberhalb des Zielwertes der Fed von 2%. Gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin sehr robust. Ende der vergangenen Woche hatten die Nonfarm Payrolls überrascht. Mit 162 Tsd. neuen Jobs wurden die Marktschätzungen deutlich übertroffen. Die Kombination aus hartnäckiger Teuerung und robuster Beschäftigung ist der Grund, weshalb die Terminmärkte (CME Group) für den 16. September mit rund 60 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Anhebung um 25 Basispunkte einpreisen.

Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am 16. September in %

Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed am 16. September Quelle: CME Group
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed am 16. September Quelle: CME Group

Morning Report

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