Rohstoff Update
Um sage und schreibe 14% in der Spitze schoss der Silberpreis gestern in die Höhe. Eine völlige Übertreibung. Doch wer oder was steckt hinter dieser Preisexplosion? Spekulanten oder ein geopolitisches Großereignis?
Was oder wer steckt hinter der gestrigen Kursrakete beim Silberpreis? Diese Frage dürften sich viele Marktteilnehmer stellen. Treiben Spekulanten das Edelmetall von einem neuen Hoch zum anderen? Oder droht den Märkten ein geopolitisches Großereignis wie beispielsweise ein Angriff auf den Iran?
Auf alle Fälle herrscht zurzeit eine Übertreibung am Silbermarkt. Dies veranschaulicht auch der Chart der Linearen Regression des beliebten Edelmetalls. Die Notierungen schossen gestern über die obere erste Standardabweichung bei 83,46 USD. Und dies doch sehr deutlich. Somit ist der Silberpreis statistisch betrachtet überbewertet und müsste folglich wieder in Richtung seines Mittelwertes, der so genannten Regressionsgeraden bei etwa 68,00 USD, tendieren. Um Dampf aus dem überhitzen Kessel ablassen zu können, würde erst einmal ein Rücksetzer (Mean Reversion) bis zur erwähnten oberen Standardabweichung genügen.
Bereits seit einiger Zeit warnen der parabelförmige Preisanstieg sowie der sehr hohe Abstand zum exponentiellen 50-Tage-Durchschnitt ebenfalls vor einer Korrektur. In dem derzeitigen überhitzten Zustand sollten Stop Loss-Marken eng nachgezogen werden. Dennoch könnte trotz der mehr als überkauften Lage das 423,6%-Fibonacci-Level bei 129,23 USD angesteuert werden.
Ein Rutsch unter die letzten beiden sehr steilen Aufwärtstrendlinien käme einem Startschuss für die längst überfällige Konsolidierung gleich. Der notwendige Stop Loss könnte unter dem tiefsten Tief der letzten fünf Handelstage bei 90,36 USD platziert werden.