Rohstoffe
Der Goldpreis steht vor einem wichtigen Wochenschluss. Ein Bruch der Unterstützungszone könnte den intakten Abwärtstrend beschleunigen und das bärische Rechteck nach unten auflösen.
Der Goldpreis steht vor einem richtungsweisenden Wochenschluss. Ein Schlusskurs unterhalb von 4.000 US-Dollar würde das angeschlagene Chartbild bestätigen. Unter 3.950 US-Dollar droht eine Fortsetzung des intakten Abwärtstrends.
Der Goldpreis ist unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar gefallen. Entscheidend ist nun die Unterstützungszone zwischen 3.930 und 3.800 US-Dollar. Ein Ausbruch aus dem entstehenden bärischen Rechteck unter 3.950 US-Dollar könnte das rechnerische Mindestkursziel bei 3.701 US-Dollar aktivieren. Erst oberhalb des monatlichen Pivotpunkts bei 4.163 US-Dollar würde sich das technische Bild wieder aufhellen.
Der Goldpreis testet die wichtige Unterstützungszone zwischen 3.930 und 3.800 US-Dollar. Ein Ausbruch unter 3.950 US-Dollar könnte das rechnerische Mindestkursziel bei 3.701 US-Dollar aktivieren.
Der Goldpreis könnte erstmals seit längerer Zeit wieder eine Handelswoche unterhalb der Marke von 4.000 US-Dollar beenden. Ein solcher Wochenschluss wäre technisch negativ zu bewerten und würde den Druck auf die Käufer erhöhen.
Im Tageschart bildet sich derzeit zwischen etwa 3.950 und 4.163 US-Dollar eine neue Konsolidierungszone, die als bärisches Rechteck interpretiert werden kann. Solche Formationen gelten innerhalb eines bestehenden Abwärtstrends häufig als Fortsetzungsmuster.
Fällt der Goldpreis nachhaltig unter 3.950 US-Dollar, rückt zunächst die breite Unterstützungszone zwischen 3.930 und 3.800 US-Dollar in den Fokus. Darunter könnte das rechnerische Mindestkursziel der Rechteckformation bei rund 3.701 US-Dollar aktiviert werden.
Das bärische Rechteck gehört zu den klassischen Fortsetzungsformationen. Im Video erklären wir, wie die Formation entsteht, wann ein Verkaufssignal vorliegt und wie sich mögliche Kursziele ableiten lassen.
Auf der Oberseite ist der monatliche Pivotpunkt bei 4.163 US-Dollar die entscheidende Marke. Erst eine nachhaltige Rückeroberung würde den unmittelbaren Verkaufsdruck reduzieren und eine stärkere Erholung ermöglichen.
Darüber wären zunächst die Bereiche um 4.400 US-Dollar und anschließend die übergeordnete Abwärtstrendlinie relevant. Solange der Goldpreis jedoch unter dem Pivotpunkt notiert, bleibt das technische Gesamtbild abwärtsgerichtet.
Auch der RSI auf Basis von 34 Perioden liefert bislang kein Entwarnungssignal. Der Indikator notiert weiterhin unterhalb der wichtigen Schwelle von 48,5 Punkten. Zuletzt konnte diese Marke im März nachhaltig überwunden werden.
Erst ein erneuter Anstieg über 48,5 würde auf eine Verbesserung des kurzfristigen Momentums hindeuten. Bis dahin bleibt die Erholungskraft begrenzt.
Die Trendgüte über drei Monate liegt bei einem hohen R² von 0,87. Der Goldpreis folgt seiner fallenden Regressionslinie damit vergleichsweise eng. Innerhalb dieses Zeitraums beträgt die Abwärtsbewegung rund 16,6 Prozent.
Aktuell notiert der Kurs lediglich rund 0,1 Standardabweichungen oberhalb der Trendlinie. Eine außergewöhnlich starke Abweichung, aus der sich unmittelbar eine antizyklische Gegenbewegung ableiten ließe, liegt damit nicht vor.
Erst höhere Hochs und insbesondere eine Rückkehr über 4.163 US-Dollar würden die bisherige Trendstruktur infrage stellen.
Die Drei-Monats-Trendgüte liegt bei einem hohen R² von 0,87. Der Goldpreis folgt der fallenden Trendlinie weiterhin eng und notiert aktuell nahe der statistischen Mittellinie.
Historisch besitzt Gold im Sommer eine positive Tendenz. In der dargestellten Auswertung der Zwischenwahljahre erzielte der Goldpreis zwischen Anfang Juli und Anfang September durchschnittlich rund 6,85 Prozent. Etwa 71 Prozent der untersuchten Perioden endeten positiv.
Die aktuelle Entwicklung weicht allerdings deutlich von diesem saisonalen Muster ab. Das zeigt erneut: Saisonalität beschreibt eine historische Tendenz, stellt aber kein eigenständiges Handelssignal dar.
In den vergangenen 15 Zwischenwahljahren entwickelte sich Gold zwischen Anfang Juli und Anfang September überwiegend positiv. Die aktuelle Kursentwicklung weicht bislang vom saisonalen Muster ab.
Auch die Positionierung am Terminmarkt sorgt derzeit nicht für zusätzliche Klarheit. Sowohl die Commercials als auch die Non-Commercials bewegen sich nahe der Mitte ihrer jeweiligen Dreijahresspanne.
Damit fällt das Signal aus den CoT-Daten neutral aus. Weder eine ausgeprägte Übertreibung noch eine extreme Positionierung sprechen aktuell für eine unmittelbar bevorstehende Trendwende.
| Szenario | Auslöser | Mögliche Ziele | Absicherung beziehungsweise Invalidierung |
|---|---|---|---|
| Long-Setup | Nachhaltige Rückeroberung von 4.163 US-Dollar | 4.400 US-Dollar, danach fallende Trendlinie | Rückfall unter den Pivotpunkt beziehungsweise unter die Ausbruchszone |
| Short-Setup | Tages- oder Wochenschluss unter 3.950 US-Dollar | 3.800 US-Dollar und anschließend 3.701 US-Dollar | Rückkehr in das Rechteck; spätestens oberhalb von 4.163 US-Dollar |
| Neutrales Szenario | Gold bleibt zwischen 3.950 und 4.163 US-Dollar | Fortsetzung der Seitwärtsbewegung | Ausbruch aus der Handelsspanne abwarten |
Der Goldpreis steht an einer wichtigen technischen Wegmarke. Ein Wochenschluss unterhalb von 4.000 US-Dollar und insbesondere ein Ausbruch unter 3.950 US-Dollar würden die Gefahr einer weiteren Abwärtsbewegung deutlich erhöhen.
Saisonalität und CoT-Positionierung liefern derzeit keine ausreichenden Argumente für eine Trendwende. Solange der monatliche Pivotpunkt bei 4.163 US-Dollar nicht zurückerobert wird, bleibt der intakte Abwärtstrend das bestimmende Szenario.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.