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Market Update

Fed-Zinsentscheid – Auf die Pressekonferenz kommt es an 

Die heutige Zinserhöhung der Fed gilt als sicher. Dennoch könnte es bei der anschließenden Pressekonferenz spannend werden. Vor allem warten die Anleger auf neue Zinsprognosen und Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh.

Fed-Zinsentscheid – Auf die Pressekonferenz kommt es an
Fed-Zinsentscheid – Auf die Pressekonferenz kommt es an

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Überrascht Fed-Chef Warsh die Märkte?

Der eigentliche Zinsentscheid heute Abend nach Börsenschluss deutscher Zeit dürfte eher langweilig sein. Die Erhöhung des Leitzinses gilt als sicher. Doch wie immer könnte es auf der anschließenden Pressekonferenz spannend werden. Dann wird Fed-Chef Kevin Warsh an die Mikrofone treten. Und auch diesmal dürfte jedes Wort vom obersten Währungshüter der USA auf die Goldwaage gelegt werden. Vor allem stellt sich die Frage, welchen Kevin Warsh die Märkte sehen werden? Den Juli-Warsh, der sich eher vage äußerte und die Märkte dadurch verunsicherte oder den Jackson-Hole-Warsh, der plötzlich hawkishe Töne anschlug? Somit kommt es auf den Ton des Fed-Chefs an. Interessant werden wohl die Zinsprognosen sein. Aber auch das Abstimmungsverhalten im Fed-Gremium sowie der Dot-Median dürften im Mittelpunkt des Interesses stehen. Was wäre für DAX und EUR/USD wünschenswert? Ein Schritt ohne Signal für weitere Erhöhungen dürfte für Risikoanlagen die freundlichere Variante sein.

Wichtige Daten für den Fed-Zinsentsheid am 16. September
Wichtige Daten für den Fed-Zinsentsheid am 16. September

Langfristige US-Rendite kurz vor dem Ausbruch nach oben?

Die Inflations- und Zinssorgen machen sich im Augenblick erheblich am US-Anleihemarkt bemerkbar. Infolge des wieder anziehenden Ölpreises steigen die Verbraucherpreise an. Allgemein wird mit länger anhaltender Teuerung gerechnet und somit weiter steigenden Leitzinsen. Aber auch die wachsende Verschuldung der Vereinigten Staaten ist ein Grund für den Anstieg der Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen. Und ein solches Szenario wird an den Aktienmärkten nicht gerne gesehen. Vor allem zinssensitive Tech- und Growth-Aktien sind davon negativ betroffen.

Daher werfen wir einen Blick auf das Big Picture der US-Rendite 30jähriger Staatsanleihen auf Monatsbasis. Und im Langfristchart sieht es zurzeit nach einem Ausbruch aus einem aufsteigenden Dreieck nach oben aus. Dabei spielt die Oberseite der Dreiecksformation bei 5,178% eine wichtige Rolle. Anhand der 0,75-fachen Average True Range (ATR) der letzten 10 Monate errechnet sich ein Einstiegsniveau von 5,38%. Bei einem Monatsschlusskurs oberhalb dieser Marke wäre der Ausbruch gen Norden gelungen. Aus der Höhe der Chartformation errechnet sich ein Kursziel von 6,81%. Mit steigenden Renditen werden Anleihen für die Anleger zunehmend attraktiver. Dividendenpapiere könnte dann gemieden werden.

US-Rendite 30jähriger Staatsanleihen auf Monatsbasis

Chartanalyse der 30jährigen US-Rendite auf Monatsbasis
Chartanalyse der 30jährigen US-Rendite auf Monatsbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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