Schwerfälliger DAX-Ausbruch

Das Börsenjahr 2020 ist noch recht jung, dennoch gab es bereits die ersten Störfeuer.

In den ersten Handelstagen sorgten sich die Anleger um eine mögliche Eskalation im Nahen Osten. Sowohl die USA als auch der Iran ließen ihre Muskeln spielen. Beide Seiten verzichteten jedoch auf weitere Gegenmaßnahmen. Anschließend kehrte Ruhe ein. Nun haben die Finanzmärkte es mit einem weiteren Belastungsfaktor zu tun. Der ausbreitende Coronavirus in China weckt die Erinnerung an die SARS-Pandemie im Jahr 2002. Die Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen hat den DAX zuletzt gehörig gebremst. Allerdings hat das heimische Börsenbarometer ein anderes Problem, nämlich das Rekordhoch aus dem Jahr 2018. Das Allzeithoch will im Augenblick einfach nicht fallen und treibt die Anleger in den Wahnsinn.

Hohe Hürde Allzeithoch

Die besagte Bestmarke bei 13.596 Punkten wurde zuletzt oft in dem Medien genannt. Beachtet wird jedoch nicht, dass das Rekordhoch bei 13.534 Zählern von November 2017 bis zum heutigen Tag nicht nachhaltig und vor allem auf Schlusskursbasis bezwungen wurde. Im Jahr 2018 konnte diese Hürde zwar im Handelsverlauf überwunden werden. Der DAX ging jedoch am Ende des genannten Jahres darunter aus dem Handel. 2019 rückten beide Hochs in Sichtweite. Aber auch diesmal konnten die Widerstände nicht aus dem Weg geräumt werden.

Warum ist es für die weitere Entwicklung so wichtig, die Hochs bei 13.534/13.596 Punkten hinter sich zu lassen. Darüber würde der deutsche Leitindex keine Widerstände mehr vorfinden und neues Terrain betreten. Aber auch die Gefahr eines so genannten Doppelhochs könnte gebannt werden. Es handelt es sich hierbei um eine Umkehrformation. Wie der Name schon vermuten lässt, würde eine Vollendung dieser Chartformation das Ende der über zehnjährigen Hausse zur Folge haben. Allerdings wäre es jetzt verfrüht, die charttechnische Flinte ins Korn zu werfen.

Deckel muss weg

Die beiden erwähnte Rekordstände im Bereich bei 13.534/13.596 Punkten bilden für den DAX zurzeit einen schweren Deckel. Dieser kommt auf allen Zeitebenen vor. Vom Tageschart bis zum Quartalschart versperren die Hürden den Weg gen Norden. Ein Schlusskurs darüber dürfte auf dem Frankfurter Handelsparkett als Befreiungsschlag gefeiert werden und könnte den deutschen Leitindex beflügeln. Das erste Etappenziel auf dem Weg in höhere Kursgefilde wäre die psychologische Marke bei 14.000 Zählern. Dies ist kein allzu ambitioniertes Kursziel und dürfte auch recht zügig erreicht werden. Unter Berücksichtigung der historischen Volatilität könnte es 2020 bis in die Kursregion bei 15.300 Punkten gehen. Dieser Zielbereich wurde anhand der Average True Range (ATR) berechnet, ein unter den Tradern sehr beliebter Indikator.

Bollinger Bänder versprechen mehr

Die beschriebenen Höchststände wurde erst kürzlich um ein Haar übersprungen. Allerdings ist knapp vorbei auch vorbei. Dieser Spruch gilt nicht nur im Fußball, auch für die Börse. Im Augenblick dominiert der Coronavirus das Kursgeschehen, eher negativ. Doch Mut machen die Bollinger Bänder. Der DAX hat im Juni 2019 das obere Band hinter sich gelassen. Das Kaufsignal hat bis zum heutigen Tag Gültigkeit. In den vergangenen zwanzig Jahren verzeichnete das Handelssystem eine Trefferquote von mehr als 85%. Schließt der deutsche Leitindex unterhalb des unteren Bandes bei aktuell 11.780 Zählern, wäre die jahrelange Kursparty erst einmal beendet.

Positive Marktbreite

Ein intakter Aufwärtstrend sollte nach Möglichkeit durch die Mehrheit der Indexmitglieder getragen werden. Mit anderen Worten. Die Indexmitglieder sollten gemeinsam mit dem Börsenbarometer in die gleiche Richtung marschieren. Dies ist trotz des jüngsten Rückschlags der Fall. Bei der Marktbreite wurden die Indikatoren Gleitender Durchschnitt, Momentum und Relative-Stärke-Index (RSI) zu Hilfe genommen. Ende der vergangenen Woche schlossen 67% der DAX-Werte oberhalb des exponentiellen 50-Tage-Durchschnitts. Ebenfalls positiv ist die Situation beim Momentum. 70% der Aktien aus der ersten Reihe lagen über der Nulllinie. Des Weiteren gingen beim RSI 70% der genannten Titel oberhalb des Wertes von 51,5 aus dem Handel. Der betagte Oszillator wird hier als Trendfolgeindikator verwendet. Oberhalb des Levels von 51,5 liegt ein Aufwärtstrend vor. Dieser Wert wurde gewählt, um die Zahl von Fehlsignalen zu reduzieren. Unterhalb des Niveaus bei 48,5 liegt entsprechend ein Abwärtstrend vor.

Wort-Case-Szenario

Was ist aber, wenn der DAX den letzten und entscheidenden Stein nicht aus dem Weg räumen kann? In diesem für die Anleger ungünstigen Szenario würde, wie bereits eingangs erwähnt, ein Doppelhoch vorliegen. Als Nackenlinie dient dann die alt bekannte waagerechte Unterstützung bei 11.800 Punkten. Diese sollte nicht unterschritten werden. Ansonsten drohen Kursverluste bis zur „runden“ Zahl bei 10.000 Zählern. Zuvor liegt das markante Zwischentief bei 10.200 Punkten von Mitte Dezember 2018.

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Quelle: ProRealTime

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