Kryptowährungen
Ripple hat seit dem Verlaufshoch im Januar bei 2,41 USD rund 33 % korrigiert. Der Bruch des Dezember-Tiefs bei 1,77 USD verschlechtert das kurzfristige Chartbild – und die Saisonalität spricht zusätzlich für Gegenwind bis in den März.
Seit Dezember zeigt der RSI ein klar angeschlagenes Bild: Die Grenzschwelle bei 48,5 wurde preisgegeben und signalisiert anhaltende Schwäche. Aus charttechnischer Sicht ist die Rückeroberung des Dezember-Tiefs bei 1,77 USD der erste notwendige Schritt, um eine belastbare Erholung zu starten. Solange XRP darunter notiert, bleibt das Risiko hoch, dass ein möglicher Rebound lediglich ein Pullback in den Abwärtstrend ist.
Gelingt dagegen ein nachhaltiger Reclaim über 1,77 USD (idealerweise mit Bestätigung), rückt die nächste Zielzone auf der Oberseite in den Fokus: 2,00 USD. Erst darüber würde sich die Struktur spürbar entspannen. Auf der Unterseite gilt: Ein Scheitern unter 1,77 USD stärkt den Abwärtstrend – dann werden die tieferen Zielbereiche wieder aktiv.
Entscheidend ist derzeit die Marktreaktion an der zuvor gebrochenen Support-Zone. Der Bereich um 1,77 USD ist weniger als einzelne Marke zu verstehen, sondern als zentrale Zone für Trigger und Bestätigung. Gelingt es Ripple, dieses Niveau wieder zurückzuerobern und darüber zu stabilisieren, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine technische Erholung. Bleibt der Kurs hingegen darunter, spricht das weiterhin für eine Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends.
Auf der Unterseite nimmt unterhalb der jüngsten Tiefs das Risiko zu, dass sich die Abwärtsbewegung in Richtung 1,35 USD ausdehnt. Auf der Oberseite wäre oberhalb von 1,77 USD zunächst ein technischer Rebound denkbar. In diesem Fall rückt der Bereich um 2,00 USD als nächstes Kursziel in den Fokus.
Saisonal liefert Ripple ein auffällig bärisches Muster zwischen Mitte Februar und März. In der 10-Jahres-Betrachtung lag die Durchschnittsperformance in diesem Zeitraum bei rund -17 %, bei einer Trefferquote von 80 % fallender Kurse. Im Vorjahr betrug die Bewegung im selben Fenster -15,24 %. Das heißt nicht, dass XRP „fallen muss“, aber es erhöht die Hürde für bullische Setups – umso wichtiger wird die charttechnische Bestätigung über Schlüsselzonen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.