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Market Update

S&P 500 im Taco-Rhythmus 

Als die Nachricht über „produktive“ Gespräche zwischen Washington und Teheran über die Ticker gingen, kannten die Börsen kein Halten mehr. Doch die Vorfreude über ein baldiges Ende des Iran-Krieges wehrte nicht lange.

Quelle: Adobe
Quelle: Adobe

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

US-Präsident Donald Trump hat den Spitznamen Taco-Man (Trump Always Chickens Out). Hierbei handelt es sich mittlerweile um einen recht neuen Markteffekt. Zuerst droht Trump, wie beispielsweise im April 2025 mit seinem Zoll-Hammer oder zurzeit mit weiteren Angriffen gegen die Energiewirtschaft des Iran und dann kommt plötzlich der Rückzieher. Die Märkte reagieren zuerst mit deutlichen Verlusten. Infolgedessen lenkt dann Trump doch ein. Die gestrige Ankündigung über angebliche Gespräche mit der iranischen Staatsführung passt in dieses Schema. Trotz tausender Luftangriffe scheint das Mullah-Regime doch noch nicht am Ende zu sein und leistet Widerstand. Zudem hat Teheran Gespräche mit Washington dementiert. Folglich ist nun Ernüchterung an der Wall Street zu spüren.

Im Tageschart musste am Freitag vergangener Woche das Tief bei 6.522 Punkten von Ende November des vergangenen Jahres der Angebotsseite überlassen werden. Gestern ging es zuerst aufwärts. Am Ende der Handelssitzung schloss der S&P jedoch unterhalb der exponentiellen 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 6.594 Zählern. Davon entfernt sich der US-Index vorbörslich gen Süden.

Bei einem neuerlichen Schlusskurs unterhalb des erwähnten steigenden Tiefs bei 6.522 Punkten könnte es diesmal dann in Richtung des vorherigen Tiefs bei 6.213 Zählern von Anfang August 2025 gehen.

Setzen sich dagegen die Bullen doch durch und der S&P kehrt oberhalb der 200-Tage-Linie zurück, bestünde Erholungspotenzial bis zum Dezember-Tief bei 6.720 Punkten.

S&P Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Long- und Short-Setups

Long-Szenario:

  • Dem S&P gelingt die Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei 6.594 Punkten. Anschließend könnte das Dezember-Tief bei 6.720 Zählern angesteuert werden
  • Der Stop Loss könnte unterhalb des November-Tiefs bei 6.522 Punkten platziert werden

Short-Szenario:

  • Der S&P dreht heute auf Schlusskursbasis nach unten. Erste Anlaufstelle wäre dann das erwähnte Tief bei 6.522 Zählern. Darunter könnte dann das Tief bei 6.213 Punkten ins Visier genommen werden
  • Als Stop Loss fungiert bei einer Short-Position das Dezember-Tief bei 6.720 Zählern

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

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