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Market Update

Jackson Hole – Warsh schürt mit hawkischen Aussagen Zinsängste 

Laut Fed-Chef Kevin Warsh ist die Inflation in den USA immer noch viel zu hoch. Damit wurden neuerliche Zinsängste geschürt. Vor allem an der Technologiebörse Nasdaq gab es für diese Aussage, die wenig überraschend war, keinen Beifall. Gerade die Growth- und Tech-Aktien leiden unter steigenden Zinsen.

Jackson Hole – Warsh schürt mit hawkischen Aussagen Zinsängste Quelle: Bloomberg
Jackson Hole – Warsh schürt mit hawkischen Aussagen Zinsängste Quelle: Bloomberg

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Zinserhöhung im September erwartet

Noch eine Woche vor der Antrittsrede von Fed-Chef Kevin Warsh vor den weltweiten Notenbankern in Jackson Hole lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei rund 40%. Kurz nach den hawkischen Aussagen des obersten Währungshüters der USA sprang der Wert auf rund 60% hoch. Somit gehen die Marktteilnehmer für das nächste FOMC-Meeting am 16. September von einem Zinsschritt von 25 Basispunkten auf 3,75-4,00% aus.

Grund für diese plötzliche Kehrtwende ist die Inflation, die immer noch deutlich über dem Zielwert von 2% liegt. Obwohl die jüngsten Zahlen zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) und zum Verbraucherpreisindex (CPI) besser ausfielen als erwartet, haben sich laut Warsh die zugrunde liegenden Inflationstrends nicht wesentlich verbessert.

Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September in % 

Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September 2026 in % Quelle: CME Group
Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September 2026 in % Quelle: CME Group

Leittragender vor allem der Nasdaq

Das Nachsehen hat unter anderem der US-Technologieindex. Wie im Tagesschart zu sehen ist, konnte sich der Nasdaq zuletzt nicht nach oben befreien. Vielmehr bleibt die Charttechnik angeschlagen. Vor allem bereitet das Abwärts-Gap (Falling Window) bei 29.748/30.194 Punkten Probleme und stellt sich als Widerstand in den Weg.

Im Augenblick könnte die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei 29.165 Zählern getestet werden. Unterhalb der Unterkante des Aufwärts-Gaps (Rising Window) bei 28.842/29.109 Punkten könnte weiterer Abgabedruck aufkommen. Erneutes Ziel wäre dann die untere Begrenzung der engen Kurslücke bei 28.065 Zählern.

Nasdaq Chart auf Tagesbasis 

Technische Analyse des Nasdaq 100 auf Tagesbasis
Technische Analyse des Nasdaq 100 auf Tagesbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Trading Setup zum Nasdaq

Szenario

Trigger

Zielbereich

Stopp

Long

Oberhalb der Unterkante des Falling Windows könnte es zu einer Gegenbewegung kommen

29.748

29.109

Short

Bei einem Rutsch unter die Unterseite des Raising Windows bei 28.842 müsste mit weiteren Verlusten gerechnet werden

28.065

29.748

Fünf-Jahres-Chart des Nasdaq 100 auf Wochenbasis 

Fünf-Jahres-Chart des Nasdaq 100 auf Wochenbasis
Fünf-Jahres-Chart des Nasdaq 100 auf Wochenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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