Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Market Update
Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag mit großer Wahrscheinlichkeit den Leitzins erhöhen. Doch weitaus interessanter dürften die Aussagen und Prognosen zur Inflation sein.
Am Donnerstag, am frühen Nachmittag, wird die Europäische Zentralbank den Leitzins wohl um 25 Basispunkte auf 2,50% erhöhen. Einer jüngsten Reuters-Umfrage zufolge könnte dies der letzte Zinsschritt in diesem Jahr sein. Ebenfalls interessant ist, dass sich alle der 65 befragten Ökonomen für eine Anhebung des Einlagensatzes aussprachen.
Im Januar dieses Jahres war die Welt noch in Ordnung. Die Inflation in der Eurozone lag unter dem EZB-Ziel von 2%: Im August betrug die Teuerungsrate jedoch plötzlich 3,3%. Das sind 1,6 Prozentpunkte in sieben Monaten. Interessant ist die Lücke zwischen den Verbraucherpreisen und der Kernrate. Aber was ist der Grund dafür? Der Preisauftrieb kommt überwiegend von außen, nicht aus der Binnenwirtschaft. Und die Notenbanker haben auch schnell den Spielverderber gefunden, nämlich die Energiepreise.
Die Energiepreise, vor allem die Öl- und Gaspreise, sind seit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar in die Höhe geschossen. Und die jüngste Eskalation zwischen Washington und Teheran macht die Sache zurzeit nicht einfacher. Ganz im Gegenteil. Die Straße von Hormus bleibt weitgehend gesperrt, kaum noch ein Tanker mit dem wertvollen schwarzen Gold kommt durch die Meeresenge und beide Konfliktparteien sind von einer neuern Einigung Welten entfernt.
Vor allem die derzeitigen Energiepreise liegen der EZB schwer im Magen. Energiepreisschocks gelten in der geldpolitischen Lehre als vorübergehend und sollten eigentlich durchgereicht werden, was aber im Augenblick nicht der Fall ist. Somit steigt die Inflation und die Europäische Zentralbank läuft Gefahr, die Kontrolle darüber gänzlich zu verlieren.
Der Zinsschritt am Donnerstag dürfte die Anleger nicht großartig vom Hocker reißen. Weitaus wichtiger sind die Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde zur weiteren Zinspolitik sowie Inflationsbekämpfung. Kündigt die oberste Währungshüterin des alten Kontinents weitere Schritte an, dürften diese an den Märkten kaum Applaus finden. Vor allem zinssensitive Aktien würden dann unter Druck geraten.
Wenige Tage später, am 16. September, wird auch die US-Notenbank wohl ebenfalls an der Zinsschraube drehen. Aber auch dieser Zinsschritt ist an der Wall Street weitgehend eingepreist. Interessant dürften am Freitag dieser Woche die US-Inflationsdaten sein. Dennoch zeigen sich die Anleger gelassen. Dies spiegelt sich im Volatilitätsindex VIX wider. Dieser notiert aktuell deutlich unter dem Schwellenwert von 20 und signalisiert Ruhe. Erst darüber könnte von einer zunehmenden Nervosität gesprochen werden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Morning Report
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