Index Update
Der Ausbruch nach oben und neue Allzeithochs mussten erst einmal ad acta gelegt werden. Vielmehr geht es dem DAX nun darum, die Korrektur einzugrenzen. Helfen soll hierbei der 50-Tage-Durchschnitt
Nach dem ausgebliebenen Ausbruch gen Norden und dem Rutsch unter die Unterkante der Flaggenformation hat sich die charttechnische Lage beim DAX weiter zugespitzt. Nun muss es der exponentielle 50-Tage-Durchschnitt bei aktuell 24.453 Punkten richten. Wird auch diese Unterstützung überrannt, könnte es anschließend in Richtung der unteren Begrenzung des Abwärts-Gaps bei 24.239 Zählern gehen.
Die technischen Indikatoren sind nicht unbedingt auf der Seite der Bullen. Zu beachten ist der Directional Movement-Indikator DMI. Dieser beinhaltet den ADX (10 Tage), der nun wieder nach oben gedreht und eine Zunahme der Trenddynamik signalisiert. Ebenfalls interessant ist die Betrachtung der beiden Linien DI+ und DI-, ebenfalls mit der Einstellung 10 Tage. DI+ misst den Kauf- und DI- den Verkaufsdruck. Und im Augenblick überwiegt der Verkaufsdruck. Mit anderen Worten, der DMI weist einen Abwärtstrend auf. Zumal der Verkaufsdruck (DI-) zunimmt und der Kaufdruck (DI+) entsprechend rückläufig ist.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die 50-Tage-Glätungslinie die Korrektur in die Schranken verweist, sind eher gering. Dennoch könnte der gleitende Durchschnitt erst einmal Schlimmeres verhindern. Für eine Erholung müsste der DAX jedoch die erwähnte Kurslücke schließen. Dafür erforderlich wäre ein Sprung über die Oberkante des Gaps bei 24.577 Punkten auf Schlusskursbasis. Anschließend bestünde Erholungspotenzial bis 24.897 Zählern.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Szenario |
Trigger |
Zielbereich |
Stopp |
Long |
Der 50-Tage-Durchschnitt wird verteidigt und der DAX prallt davon nach oben ab |
24.897 |
24.453 |
Short |
Die besagte 50-Tage-Linie kann dem Abgabedruck nicht standhalten und wird unterschritten |
24.239 |
24.577 |
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen