Market Update
Die US-Regierung droht und verhandelt gleichzeitig mit dem Iran. Doch ein Durchbruch und ein baldiges Ende des Konfliktes ist nicht in Sicht. Zwar zeigen sich die Anleger von den geopolitischen Risiken nicht mehr allzu ängstlich, dennoch stehen diese einer Fortsetzung der Rekordjagd im Weg.
Der Nahe Osten findet keine Ruhe. Der USA-Iran-Konflikt spielt auch weiterhin eine wichtige Rolle an den internationalen Kapitalmärkten. Und US-Präsident Donald Trump hat nun wieder einmal Öl ins Feuer gegossen und sorgt mit der Drohung gegen den Golfstaat Oman für neuerliche Verunsicherung an den Börsen. Zudem wird die gestern ausgelaufene Absichtserklärung mit Teheran nicht verlängert. Nach einem baldigen Frieden sieht es im Augenblick nicht aus. Zwar kommt es an den Aktienmärkten nicht zu einer Verkaufswelle, für gute Laune sorgt der geopolitische Risikofaktor Iran aber auch nicht. Seit Tagen befindet sich die globalen Handelsplätze eher im Rückwärtsgang. Mitunter könnten die heute anstehenden ZEW-Konjunkturerwartungen die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett ein wenig aufhellen, falls der heimische Frühindikator die Erwartungen übertreffen sollte.
Für den DAX kommt die derzeitige Zuspitzung des Konfliktes zwischen Washington und Teheran zu keinem guten Zeitpunkt. Charttechnisch betrachtet gelingt es dem deutschen Leitindex zurzeit nicht, das Allzeithoch bei 26.573 Punkten aus dem Weg zu schaffen. Zudem lässt der Kaufdruck (DI+) weiter nach und dies erschwert einen Ausbruch gen Norden. Ein Test des ehemaligen Ausbruchsniveaus ei 25.900 Zählern sollte angesichts der angespannten Weltlage nicht überraschen.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Die jüngsten Konjunkturdaten aus China zeigen eins, auch das Reich der Mitte hat mit einige Prolemem wie beispielsweise die Immobilienkrise und eine anhaltend schwache Binnennachfrage zu kämpfen. Die heimische Industrie produziert zurzeit weniger als erwartet, auch der Einzelhandel hat enttäuscht. Bei den Anlageinvestitionen musste Peking ein Minus vermelden. Lediglich der Export konnte überzeugen. Allerdings ist das Plus auf die hohe KI-Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Die chinesische Wirtschaft droht ein Rutsch unter das Wachstumsziel von 4,5%. In diesem Fall könnte Peking den Geldhahn erneut aufdrehen und die Börsen kurzfristig beleben.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen