Momentum-Trading

Vielseitiger Oszillator Momentum

bg_chart_468939

Jeder Trader wünscht sich eine Long- oder Short-Position, die sich kurz nach der Eröffnung in die erwartete Richtung bewegt. Aber auch die Identifizierung einer bevorstehenden Trendwende dürfte auf der Wunschliste der Anleger stehen. Ein Oszillator könnte hierbei helfen, das Momentum.

Das Momentum gehört zu den beliebtesten Werkzeugen eines technisch orientierten Investors. In der Berechnung zwar einfach, in der Anwendung jedoch vielseitig.

Der besagte Oszillator misst die Geschwindigkeit einer Kursbewegung und stellt diese in Form eines Liniencharts dar. Das Momentum pendelt um die so genannte Nulllinie herum. Bei Werten oberhalb von Null liegt ein Aufwärtstrend vor, darunter entsprechend ein Abwärtstrend.

S&P 500 auf Tagesbasis mit dem Oszillator Momentum

Momentum_1
Quelle: IG Handelsplattform

Momentum liefert Ein- und Ausstiegssignale

Somit kann der Oszillator auch als Handelssystem genutzt werden. Ein wichtiges Kriterium für den Erfolg ist die Periodenlänge. Im zweiten Chart ist der S& 500 mit dem Oszillator dargestellt. Im ersten Subchart betrug der Zeitraum 20 Tage und im zweiten Chart 100 Tage. Je kleiner die Periode, desto mehr Signale werden generiert.

S&P 500 mit der Periodenlänge 20 und 100 Tage

Momentum_2
Quelle: IG Handelsplattform

Trenddynamik und Divergenzen

Kommen wir nun zu den eigentlichen Aufgaben des Momentums. Dies sind die Messung der Geschwindigkeit des Trends sowie die Identifizierung von Divergenzen. Im nächsten Chart signalisiert der Oszillator zuerst eine Beschleunigung des Abwärtstrends. Anschließend verlangsamt sich die Reise gen Süden. Danach schließt das Momentum oberhalb der Nulllinie und nimmt Fahrt auf. Nach einer starken Aufwärtsbewegung geht dieser dann die Puste aus.

S&P 500 auf Tagesbasis mit der Messung der Trendgeschwindigkeit

Momentum_3
Quelle: IG Handelsplattform

Negative und positiven Divergenzen

Eine weitere Anwendung des Momentums ist auf Aufspüren von Divergenzen. Mit anderen Worten. Der Kurs des Basiswertes steigt beispielsweise, das Momentum hat dagegen schon den Rückzug angetreten. In diesem Fall liegt eine negative Divergenz vor. Umgekehrt spricht man von einer positiven Divergenz, wenn der Kurs des Basiswertes noch fällt, der Oszillator aber schon gen Norden tendiert. Allerdings verraten uns die Divergenzen nicht den Zeitpunkt einer Trendwende oder einer Korrektur. Diese kann durchaus eine Weile auf sich warten lassen. Im Beispielchart sind sowohl eine positive als auch eine negative Divergenz beim S&P 500 auf Wochenbasis zu sehen. Im ersten Fall fällt der marktbreite US-Index, das Momentum zeigt über Monate aufwärts. Erst im März 2009 konnte die Abwärtsbewegung aufgehalten werden. Im zweiten Fall setzt der S&P 500 seine Kletterpartie fort. Der Oszillator signalisiert im gleichen Zeitraum jedoch eine deutliche Abnahme der Trenddynamik. Aber auch hier dauerte es noch Wochen, bis es zu einer Korrektur kam.

S&P 500 mit positiver und negativer Divergenz

Momentum_4
Quelle: IG Handelsplattform

Fazit

Das Momentum übernimmt gleiche mehrere Funktionen. Neben der klassischen Anwendung zur Messung der Trenddynamik und zur Identifizierung von Divergenzen können zudem Handelssignale generiert werden. Dennoch sollte der beliebte Oszillator nicht alleine zum Einsatz kommen. Divergenzen warnen den Anleger zwar vor Korrekturen und Trendwenden, verraten aber nicht, wann diese eintreten. Je kürzer die Periodenlänge, desto mehr Fehlsignale werden generiert. Zudem wechselt das Momentum öfter die Richtung.

Diese Information wurde von IG Europe GmbH und IG Markets Ltd (zusammen IG) bereitgestellt. Zusätzlich zum untenstehenden Haftungsausschluss enthält das auf dieser Seite enthaltene Informationsmaterial weder eine Auflistung unserer Handelspreise noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in ein Finanzinstrument. IG übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Kommentare und die daraus resultierenden Folgen. Es wird keine Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben. Folglich trägt jeder Anleger alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Jede angebotene Studie berücksichtigt nicht das Investment spezifischer Ziele, die finanzielle Situation und die Bedürfnisse einer bestimmten Person, welche sie empfangen kann. Es wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit des Investment Researchs (Anlageforschung) erstellt und gilt daher als Werbemitteilung. Obwohl IG nicht ausdrücklich darauf beschränkt ist, vor der Umsetzung unserer Empfehlungen zu handeln, versucht IG diese nicht zu nutzen, bevor sie den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Sehen Sie die Nicht-unabhängige Recherche und Quartalszusammenfassung an.

Artikel finden

Einen Artikel finden

Schulungsangebot

  • Orderarten

    Lernen Sie die verschiedenen Arten, wie Sie eine Position eröffnen und schließen können - von einem einfachen, sofortigen Handel bis zu einer automatischen Anweisung, wie in Ihrer Abwesenheit gehandelt werden soll. Eine Order kann Ihnen helfen, Gewinne zu sichern oder sich gegen Verluste zu schützen; lernen Sie die verschiedenen Arten und ihre Verwendung kennen.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Optionen und Turbozertifikate sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.