Brexit

Der Artikel 50 wurde erweitert und verschafft der Theresa May somit wertvolle Zeit, um ihren Deal einer dritten Abstimmung in den Commons zu unterziehen. Erfahren Sie, was als Nächstes passieren könnte und wie sich die Ungewissheiten auf die Märkte auswirken könnten.

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Wie wird sich die Unsicherheit rund um Brexit auf die Märkte auswirken?

Die Ergebnisse der Abstimmungen beeinflussten bereits die Märkte. Am 13. März verzeichnete das Pfund nach der Abstimmung zum No-Deal-Ausschluss einen Anstieg gegenüber dem Euro und dem Dollar. Nach der Ablehnung des Abkommens der Premierministern war das Pfund zuerst eingebrochen. Unterdessen verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, nachdem die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart hatten, Artikel 50 bis zum 12. April zu verlängern.

Da nun allerdings einer Verschiebung des Austrittsdatums zugestimmt wurde, könnte das dazu führen, dass die Verunsicherung auf den Märkten wieder zunimmt, da Großbritannien und die EU bei den Verhandlungen praktisch wieder am Ausgangspunkt stehen würden und eine entgültige Lösung bezüglich des EU-Austritts zunächst ausbleibt. Inwieweit dies möglich ist, wird jedoch von den kommenden Tagen und Wochen wie auch der Debatte zwischen Theresa May, den britischen Gesetzgebern und den europäischen Staats- und Regierungschefs abhängen.

Während dieses Zeitraums konnte beobachtet werden, dass die Preisbewegungen der Währungspaare stagnieren, wenn zwischen den jeweiligen Parteien keine Neuerungen vereinbart wurden. Falls jedoch in naher Zukunft das Abkommen garantiert werden sollte, so könnten britische und europäische Indizes und Aktien positiv darauf reagieren.

Was geschieht als nächstes beim Brexit?

Stimmen die Abgeordneten dem Deal de Premierministerin in einer dritten bedeutsamen Abstimmung zu, wird das Austrittsdatum auf den 22. Mai verschoben. Dazu muss Theresa May eine Austrittsvereinbarung vorlegen, die sich aufgrund eines parlamentarischen Präzedenzfalls, der besagt, dass ein Gesetzentwurf, wenn er abgelehnt wurde, in dieser Legislaturperiode nicht noch einmal zur Abstimmung gestellt werden kann, hinreichend von ihren beiden vorherigen Versionen unterscheidet.

Sollte der Brexit-Deal erneut zurückgewiesen werden, hat das Vereinigte Königreich bis zum 12. April Zeit, um eine alternative Vorgehensweise zu empfehlen, da sonst das Risiko besteht, dass es keinen Austritts-Deal geben wird. Obwohl die Commons am 13. März dafür gestimmt hatten, dass keine Vereinbarung zustande kommt, bleibt es der juristische Status Quo, der laut Mitgliedern der Europäischen Kommission weiterhin auf dem Tisch liegt.

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Rohstoffe

Wie immer in Zeiten der Ungewissheit, schauen Investoren vermehrt auf Gold.

Nach dem ersten Referendum konnte der Goldpreis im Juni 2016 einen Anstieg verbuchen; hat sich jedoch in den letzten Jahren weitgehend stabilisiert. Damit ist nicht gesagt, dass es nicht wieder zu einem Anstieg kommen könnte, vor allem angesichts der Unsicherheit über die kommenden Schritte des Austrittes von Großbritannien.

Aktien

Seit dem Brexit-Referendum waren die Auswirkungen auf Aktien eher gemischter Natur. Einige Unternehmen haben von einem schwächeren Pfund und besseren Wirtschaftsaussichten profitiert, wiederum hatten andere ihre Schwierigkeiten. Der FTSE 100 war seit Juni 2016 sehr volatil, aber die Auswirkungen vom Brexit auf einzelne Wertpapiere sind sehr unterschiedlich.

Forex

Nachdem die Ergebnisse des Referendums veröffentlicht wurden, fiel das Pfund Sterling gegenüber dem Euro. Seitdem hat das EUR/GBP-Paar vom Dezember 2017 bis Anfang Januar 2019 einen konstanten Kurs, zwischen Tiefstständen von 0,87 und Höchstständen von 0,90 gehalten. Am 15. Januar verzeichnete unmittelbar nach der Niederlage der Austrittsvereinbarung der Regierung das Pfund eine starke Erholung. Es bleibt abzuwarten, was in den kommenden Tagen und Wochen bestehen bleibt, wodurch das EUR/GBP-Paar ein Schlüsselpaar zum Beobachten bleibt.

Indizes

Dank der schwachen Pfund-Performance und einer sich verbessernden britischen Wirtschaft, konnten der FTSE 100 wie auch der FTSE Mid 250 im Laufe des Jahres 2017 wachsen. Jedoch waren 2018 beide Indizes volatil, was auf Ausverkäufe an den globalen Aktienmärkten, die zunehmende Unsicherheit über die Brexit-Verhandlungen und den geplanten Deal zurückzuführen ist. Die Handelsbeziehungen mit Europa werden für die künftigen Gewinne vieler Unternehmen entscheidend sein, so dass die Indizes sehr wahrscheinlich von der endgültigen Brexit-Vereinbarung betroffen sein werden.

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Brexit: Welche Möglichkeiten gibt es?

Nach der Verlängerung von Artikel 50 hat die Premierministerin nun noch einige Wochen Zeit, um zu versuchen, eine Trennung ohne Brexit-Deal zu vermeiden. Diese Zeit wird sie wahrscheinlich dazu nutzen, im dritten Anlauf ihren Auszahlungsauftrag durch die Commons zu bekommen.

Die dritte Abstimmung über das Abkommen der Premierministerin

Nach zwei bereits beschämenden Niederlagen hatte Theresa May angekündigt, ihr Abkommen bis zum 20. März für eine dritte Abstimmung vorzulegen. Durch den Unterhaus-Sprecher John Bercow wurde diese Idee vereitelt, indem er ausführte, dass jedes von der Regierung vorgelegte Abkommen "grundlegend anders" sein muss als die vorherige Ausführung.

Dies folgt im Unterhaus einem Präzedenzfall, wonach die Regierung nicht denselben Antrag zur Abstimmung stellen kann, wenn ein gleicher Antrag zuvor in der gleichen Legislaturperiode abgelehnt worden war.

Nun muss der Premierminister den Commons einen zufriedenstellend Alternativentwurf für eine dritte Abstimmung vorlegen, was im Falle seiner Zustimmung bedeuten würde, dass die Frist für den Austritt auf den 22. Mai, also einen Tag vor den Europawahlen am 23. Mai, verschoben würde.

Mit der andauernden Stagnation zwischen britischen und europäischen Gesprächspartner bleibt es weiterhin abzuwarten, ob rechtzeitig eine Einigung bezüglich einer dritten wichtigen Abstimmung erzielt werden kann.

Verzögerung oder Widerruf von Artikel 50

Theresa May sicherte sich eine geringfügige Verlängerung von Artikel 50 und gab ihrer Regierung nun bis zum 22. Mai Zeit, um den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs abzuschließen.

Dieser Austrittstermin ist davon abhängig, ob die Abgeordneten dem Deal der Premierministerin in einer dritten bedeutsamen Abstimmung zustimmen. Tun sie das nicht, May bis zum 12. April Zeit, um ihren vorgeschlagenen Maßnahmenplan zu gestalten, da es sonst wahrscheinlich ist, dass das Vereinigte Königreich die EU ohne ein finales Brexit-Abkommen verlassen wird.

Eine weitere Alternative bezüglich Artikel 50 besteht darin, dass Großbritannien die Austrittserklärung widerrufen kann. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Großbritannien dies ohne die Zustimmung anderer EU-Nationen durchführen kann. Dies bedeutet, dass die Entscheidung vollständig im Ermessen des Vereinigten Königreichs liegt.

Die Premierministerin hat erklärt, dass die Aufhebung von Artikel 50 gegen den Willen derjenigen verstößt, die beim Referendum 2016 für den Austritt gestimmt haben. Die Unterstützung für diese Variante hat sich jedoch seit der ersten Abstimmung über die Einigung des Premierministers am 15. Januar verstärkt.

No-Deal-Austritt

Sollten die Abgeordneten zum dritten Mal gegen den Deal von Theresa Mays stimmen - oder eine solche Abstimmung wird nicht durchgeführt, hat das Vereinigte Königreich eine sehr reale Perspektive darauf, die EU ohne ein bis zum 12. April geschlossenes Austrittsabkommen zu verlassen. Im Falle einer Zustimmung des Deals, erklärte die EU bereits, dass sie einer längeren Verlängerung bis zum 22. Mai zustimmen wird.

Obwohl die Abgeordneten dafür gestimmt haben, kein Angebot per se zu umgehen, haben die Europäischen Gesetzgeber bereits deutlich gemacht, dass keiner der angebotenen Deals als Plan B bestehen bleibt, sollte keine Einigung erzielt werden.

Parlamentswahl

Nach der Niederlage der Regierun am 12. März forderte der Oppositionsführer Jeremy Corbyn sofort die Abhaltung von Parlamentswahlen. Er ist nicht der einzige der eine solche Herangehensweise fordert. Mitglieder der Partei der Premierministerin, so wie Charles Walker, sagten, dass bei einer verlorenen Regierungsabstimmung eine Parlamentswahl einberufen werden sollte, um ein neues Mandat für den Brexit zu erlangen.

Eine Parlamentswahl würde sicherlich zu einer Machtverschiebung im Parlament führen und könnte dazu beitragen, dass die derzeitige Blockade durch eine Verschiebung der Unterhauses-Zusammensetzung durchbrochen wird. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob eine Parlamentswahl ausgerufen wird und weiterhin ebenso unklar wer gewinnen würde – obwohl die Konservativen bei den Umfragen immer noch führend sind.

Ein zweites Referendum

Die Möglichkeit eines zweiten Referendums über die EU-Mitgliedschaft gewinnt seit der Bekanntgabe des ersten Ergebnisses an Popularität – auch wegen der Behauptung, dass die Kampagne die Wähler irregeführt habe. Die Volksabstimmungskampagne verfolgt eine nationale Abstimmung über das endgültige Abkommen mit der EU, was die Premierministerin nicht bereit war zu akzeptieren.

Nachdem ihr Abkommen ein weiteres Mal gescheitert ist, bleibt abzuwarten, wie die Zustimmung zu einem zweiten Referendum gestärkt wird, um nicht die bereits ungewissen Brexit-Verhandlungen weiter zu verschlimmern.

Wann wird der Brexit durchgeführt?

Das Datum für den Brexit hängt weiterhin davon ab, ob ein Austrittsabkommen erreicht werden kann. Falls ja, wird Großbritannien am 22. Mai abreisen; falls nicht, könnte das Vereinigte Königreich am 12. April ohne Vereinbarung austreten.

Was ist bis jetzt geschehen?

Das Resultat

2016 kamen über 30 Millionen Menschen zum Referendum. 51,9 % waren gewollt auszutreten und 48,1 % wollten weiterhin in der EU verbleiben.

Bei der Abstimmung gab es signifikante regionale Abweichungen: London, Schottland und Nordirland unterstützten alle den Verbleib, während England und Wales mit 53,4 % bzw. 52,5 % ihrer Stimmen für den Ausschied waren. Alles in allem enthüllte die Abstimmung ein zutiefst gespaltenes Großbritannien: Eine Tatsache, welche die folgenden Monate durch Verhandlungen, Herausforderungen und Repressalien prägten.

Das Ergebnis überraschte die Regierung. David Cameron trat als Premier zurück und wurde von Theresa May nach einem Wettstreit um die Führungsposition, innerhalb der Konservativen Partei ersetzt. Sie bestätigte, dass Großbritannien die EU verlassen werde mit der berühmten "Brexit heißt Brexit" -Devise.

Die Auslösung von Artikel 50

Artikel 50 wurde am 29. März 2017 eingeleitet und startete den offiziellen zweijährigen Countdown zum Brexit. Nachdem die Verhandlungen begannen, folgte eine Planungsphase mit den Verhandlungspartnern der EU und des Vereinigten Königreichs, die bis Juni 2017 andauerte. In der Zwischenzeit rief Theresa May eine Schnellwahl ins Leben, mit der Hoffnung, die parlamentarische Mehrheit der Tory zu stärken und die Verhandlungsmacht der Regierung gegenüber den EU-Führern zu stärken.

Spektakulär ging der Plan nach hinten los, da die Konservativen ihre Mehrheit verloren und gezwungen waren, eine Koalition mit der Democratic Unionist Party (DUP) zu bilden. Einige argumentieren, dass dies die Position der Regierung erheblich geschwächt habe, da die Ratifizierung des endgültigen Abkommens die Unterstützung der DUP im Parlament erfordern wird.

Brexit Verhandlungen

Die Verhandlungen begannen offiziell am 19. Juni 2017, wobei das Vereinigte Königreich einen von Michel Barnier, dem Verhandlungsführer der EU, vorgeschlagenen abgestuften Verhandlungszeitraum akzeptierte. Die erste Phase wurde im Dezember 2017 abgeschlossen, als Vereinbarungen über eine finanzielle Regelung in Höhe von 35-39 Milliarden Pfund, eine weiche irische Grenze sowie die Rechte von Bürgern des Vereinigten Königreichs und der EU, die grenzüberschreitend leben, getroffen wurden.

Die zweite Phase dauerte bis Mitte November 2018 an und konzentrierte sich auf die zukünftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU. Im Rahmen dieser Verhandlungsphase wurde vorläufig eine Übergangszeit von 21 Monaten vereinbart, die unmittelbar nach dem Ausscheidedatum beginnen soll. Dies wird dem Vereinigten Königreich Zeit geben, künftige Handelsbeziehungen mit der EU zu vereinbaren.

Das Chequers-Abkommen und eine vorläufige Vereinbarung

Der am 12. Juli 2018 veröffentlichte "Chequers-Plan" war einer der umfangreichsten und vollständigen Pläne für den damaligen Austritt Großbritanniens aus der EU. Darin wurden die Beziehungen aufgeführt, die das Vereinigte Königreich nach seinem Austritt aus der Union, mit der EU annehmen würde.

Obwohl der Plan vom britischen Kabinett genehmigt wurde, stieß er bei der EU auf Ablehnung. Der Verhandlungsführer der EU, Michel Barnier, wies darauf hin, dass der EU-Binnenmarkt nicht verhandelbar sei und das Vereinigte Königreich könne keine Teile des Binnenmarkts „aussuchen“, die ihm gefallen. Der Binnenmarkt beruht auf vier Freiheiten: dem freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Das Chequers-Abkommen machte nur Zugeständnisse beim freien Warenverkehr, wodurch die Bemerkungen von Barnier veranlasst wurden.

Der Hauptstreitpunkt bestand darin, wie in der Praxis die Grenze zwischen Nordirland und Irland funktionieren würde. Zumal die beiden Seiten in der Übergangsphase nicht in der Lage waren, sich auf ein tragfähiges Handelsabkommen zu einigen. Die EU ist nicht in der Lage, eine weiche Grenze zu einem Land mit unterschiedlichen Zollregelungen zu akzeptieren.

Im November 2018 einigten sich die beiden Seiten auf eine Vereinbarung, nach der das Vereinigte Königreich als solches in einem gemeinsamen Zollgebiet mit der EU verbleiben soll, bis ein alternatives Handelsabkommen zustande gekommen ist. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Theresa May für dieses Abkommen die Mehrheit des Volkes gewinnen kann. Kritiker behaupten, dass eine solche Regelung die Kontrolle über den britischen Handel an eine ausländische Macht abgeben wird.

Theresa Mays Abkommensentwurf und die Zustimmung des Kabinetts

Nach monatelangen Verhandlungen legte Theresa May im November 2018 endlich ihrem Kabinett einen Abkommensentwurf vor. Einen Nachfolger des gescheiterten Chequers-Abkommens. Das neue Abkommen stellte einen Schritt in Richtung eines weichen Brexit dar, da es einen Plan für den Handel während der Übergangszeit, die irische Grenze, die Rechte der britischen und EU-Bürger enthielt.

Die Premierministerin erklärte, dass das Kabinett ihr Abkommen nach einer rund fünfstündigen Diskussionen am 14. November 2018 als "kollektiv" akzeptiert habe. Jedoch deutet diese Formulierung darauf hin, dass die Entscheidung nicht einstimmig war, wo spätere Berichte darauf hinwiesen, dass bis zu zehn Minister Kritik am Plan der Ministerpräsidentin geäußert hatten – insbesondere der irische Backstop Mehrere Kabinettsmitglieder traten sofort zurück, darunter Brexit-Sekretär Dominic Raab. Gleichfalls haben viele weitere Abgeordnete ihr Besorgnis über das vorgeschlagene Abkommen zum Ausdruck gebracht.

Auf einem Gipfeltreffen stimmten am 25. November 2018 die EU Staats- und Regierungschefs dem Abkommen der Premierministerin zu. Nach der Bekanntgabe erklärte der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, dass die Entscheidung angesichts des scheinbar eintretenden Ausscheidens Großbritanniens kein Moment des Jubels, sondern ein Moment tiefer Traurigkeit sei.

Verzögerte Unterhaus-Abstimmung

Am 10. Dezember 2018, einen Tag bevor das Unterhaus über das Abkommen der Premierministerin abstimmen sollte, wurde durch Theresa May die Abstimmung verschoben. Es bestand die Gefahr eines ernsthaftem Widerstandes beider Seiten und ebenso spekulierte sie darauf, dass das Abkommen vom Parlament abgelehnt werden könnte.

Die Premierministerin versprach nach Brüssel zurückzukehren, um von den EU Staats- und Regierungschefs Zusicherungen zu bestimmten Aspekten ihrer Vereinbarung einzuholen - insbesondere in Bezug auf die Klärung des irischen Backstop und der Frage, ob das Vereinigte Königreich auf unbestimmte Zeit an eine Zollunion mit der EU gebunden sein würde.

Vertrauensvotum bezüglich Theresa May

Am 12. Dezember wurde ein Vertrauensvotum gegen Theresa May von ihrer eigenen Partei ausgesprochen. Bei der Abstimmung haben sich 117 konservative Abgeordnete gegen sie entschieden, aber sie setzte sich mit 200 Stimmen für sie durch. Die Premierministerin ist bis Dezember 2019 von Herausforderungen innerhalb ihrer eigenen Partei verschont, aber ihre Regierung könnte immer noch mit einem Misstrauensantrag des Unterhauses konfrontiert werden, sollte eine Mehrheit der Abgeordneten die Idee unterstützen.

Das Scheitern des Abkommens von Theresa May

Nach der Verzögerung der ersten Abstimmung war eine zweite Abstimmung für den 15. Januar 2019 vorgesehen. Das Abkommen des Premierministerin wurde historisch gesehen mit 432 zu 202 Stimmen im Unterhaus abgelehnt, wie es jedoch zum Zeitpunkt der ersten geplanten Abstimmung erwartet worden war. Ihr Abkommen beinhaltete Pläne für die Rechte von britischen Bürgern in der EU wie auch EU-Bürgern, welche im Vereinigten Königreich leben, sowie der Übergangszeit, einer Scheidungsvereinbarung in Höhe von 39 Milliarden Pfund und einem umstrittenen Plan bezüglich der irischen Grenze.

Viele Abgeordnete sagten, dass der Vertragsentwurf der Premierministerin ein ungünstiges Abkommen sei und dass sie ihn nicht mit gutem Gewissen unterstützen können. Als Folge der herannahenden Niederlage löste Jeremy Corbyn ein Misstrauensvotum gegen die Regierung aus, das für den 16. Januar 2019 geplant war. Was in den nächsten Tagen und Wochen passieren wird, hängt davon ab, ob die Regierung die Abstimmung übersteht und ob es eine Form der Neuverhandlung des Abkommens geben kann.

Vertrauensvotum in der Regierung

Am 16. Januar 2019 überstand Theresa May ein Misstrauensvotum gegen ihre Regierung. Über den Erwartungen lag das Ergebnis bei 325 zu 306 Stimmen Die DUP war der Hauptgrund für ihren Sieg, da wahrscheinlich die Regierung die Abstimmung verloren hätte, wenn ihre 10 Abgeordneten sich gegen sie erhoben hätten.

„Plan B“

Nach der Niederlage ihres Brexit-Plans am 15. Januar 2019 hatte die Premierministerin drei parlamentarische Arbeitstage Zeit, um einen „Plan B“ vorzustellen. Ihr Vorschlag, der am 21. Januar 2019 vorgelegt wurde, erwies sich als vergleichbar mit dem abgelehnten Deal, mit nur sehr geringen Änderungen. Der Premierminister versprach jedoch, den umstrittenen irischen Backstop erneut zu prüfen, um das Abkommen mit dem Unterhaus zum Abschluss zu führen.

Zweite Niederlage

Am 12. März 2019 wurde das Brexit-Abkommen von Theresa May zum zweiten Mal abgelehnt. Obwohl die Stimmenmehrheit – 391 zu 242 – nicht so erdrückend war wie bei der Abstimmung vom 15. Januar, bedeutet sie dennoch eine entscheidende Niederlage für die bisherigen Bemühungen der Premierministerin in ihren Brexit-Verhandlungen.

Abgeordnete äußern ihren Wunsch einen No-Deal-Brexit zu verhindern

Am 13. März stimmten die Abgeordneten bei einem Antrag mit 321 zu 278 Stimmen dafür, einen No-Deal-Austritt zu vermeiden. Während diese Abstimmung für die EU oder ihre Mitgliedstaaten nicht rechtsverbindlich ist, deutet sie dennoch darauf hin, dass es in Großbritannien eine starke Unterstützung für eine endgültige Einigung gibt, bevor das Vereinigte Königreich die EU verlässt.

Abgeordnete äußern ihren Wunsch, Artikel 50 zu verlängern

Am 14. März stimmten die Abgeordneten mit 413 zu 202 Stimmen für eine Verlängerung von Artikel 50. Theresa May kehrte anschließend zu den Staats- und Regierungschefs der EU zurück, um diese Verlängerung zu beantragen, die sie sich sicherstellte, solange die Abgeordneten ihr Geschäft vor dem 12. April genehmigten.

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