Quartalszahlen 2025 - Q4
Basierend auf der impliziten Volatilität erwartet der Optionsmarkt nach den Quartalszahlen eine Kursbewegung von ± 8,34 %. Seit Jahresbeginn befindet sich die Intel Aktie in einer deutlichen Erholungsbewegung und notiert aktuell an einer technisch entscheidenden Widerstandszone.
Die Intel Corporation wird morgen nachbörslich die Zahlen für das Q4 2025 vorlegen. Nach dem starken Jahresauftakt ist die Erwartungshaltung hoch, entsprechend sensibel dürfte die Aktie auf Abweichungen bei Umsatz, Margen oder Ausblick reagieren. Die erhöhte implizite Volatilität unterstreicht, dass der Markt mit einer klaren Richtungsentscheidung rechnet.
Charttechnisch konnte Intel seit Jahresbeginn um über 25 % zulegen und damit einen klaren Erholungsimpuls etablieren. Aktuell läuft die Aktie direkt in eine wichtige Widerstandszone um 50 US-Dollar, die gleichzeitig eine psychologisch relevante Marke darstellt.
Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich würde das positive Momentum bestätigen und mittelfristig Raum in Richtung der 60-US-Dollar-Marke eröffnen. Dort verläuft die nächste größere Angebotszone aus dem übergeordneten Chartbild.
Auf der Unterseite rückt nun der Bereich um 41 US-Dollar in den Fokus. Diese Marke stellt die ehemalige Oberkante der vorherigen Konsolidierungsrange zwischen 33 und 41 US-Dollar dar und fungiert nun als zentrale Unterstützung. Ein Rückfall in diese Range würde das Aufwärtsmomentum zunächst neutralisieren, ohne den Erholungstrend direkt zu negieren.
Kritisch wird es erst bei einem Bruch der unteren Rangebegrenzung bei 33 US-Dollar. In diesem Bereich verläuft zudem der 200-Wochen-EMA, der als langfristiger Trendfilter dient. Unterhalb dieser Zone würde sich das Chartbild wieder klar eintrüben und die übergeordnete Abwärtsrange zwischen 28 und 17 US-Dollar erneut aktivieren.
Basierend auf der aktuellen impliziten Volatilität erwartet der Optionsmarkt eine Schwankung von ± 8,34 % nach den Quartalszahlen. Ausgehend vom letzten Kursniveau um 54,25 US-Dollar ergibt sich daraus eine rechnerische Spanne bis etwa 58,80 US-Dollar auf der Oberseite beziehungsweise 49,70 US-Dollar auf der Unterseite.
Ein Blick auf die langfristige Saisonalität zeigt ein konstruktives Bild. In den letzten 45 Jahren wies die Intel Aktie in 12 Zwischenwahljahren im Zeitraum zwischen 22. Januar und 13. Mai eine positive Grundtendenz auf. Im Durchschnitt erzielte die Aktie in dieser Phase eine Rendite von +4,44 % bei einer Volatilität von 35,61 %.
Auffällig ist dabei das asymmetrische Chance-Risiko-Profil: Die durchschnittlichen Gewinne lagen bei +17,47 %, während die durchschnittlichen Verluste mit −9,31 % deutlich geringer ausfielen. Auch der maximale Verlust von −14,75 % blieb historisch unter dem maximalen Gewinn von +17,47 %.
Demgegenüber steht ein weiterhin verhaltenes Analystensentiment. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 45,81 US-Dollar, was einem rechnerischen Downside-Potenzial von rund −15,6 % entspricht. Die Spannbreite der Schätzungen reicht von 25 US-Dollar auf der Unterseite bis 65 US-Dollar auf der Oberseite. Trotz der jüngsten Rally empfehlen nur 9 von 30 Analysten den Kauf, während die Mehrheit zur Halten-Position rät. Dieses Auseinanderklaffen zwischen Kursentwicklung und Analysteneinschätzung erhöht das Überraschungspotenzial rund um die Zahlen.
Aus technischer Sicht befindet sich Intel an einer klaren Entscheidungsmarke.
Long-Szenario:
Ein nachhaltiger Ausbruch über 50 US-Dollar nach den Zahlen würde das positive Jahresmomentum bestätigen. In diesem Fall eröffnet sich mittelfristig Potenzial in Richtung 58–60 US-Dollar.
Stopp: Unterhalb von 48,50 US-Dollar.
Short-Szenario:
Scheitert die Aktie an der Widerstandszone und fällt nach den Zahlen unter 49,70 US-Dollar, rückt ein Rücklauf in Richtung der 41-US-Dollar-Unterstützung in den Fokus.
Stopp: Über 52,00 US-Dollar.
Unterm Strich liefern die Quartalszahlen das Potenzial für einen neuen Trendimpuls. Die Kombination aus erhöhter impliziter Volatilität, klar definierten Chartmarken und unterstützender Saisonalität macht die Intel Aktie aktuell besonders spannend – allerdings nur mit sauberem Risikomanagement.