Aktienanalyse
Die Apple-Aktie rutscht vorbörslich zum Wochenauftakt um rund -1,17% ab. Nach 7 Verlustwochen in Folge (längste Minusserie seit über 3 Jahren) bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt – jetzt entscheidet die Unterstützungszone 255–239 USD über Stabilisierung oder nächsten Abwärtsimpuls.
Der „Zoll-Hammer“ vom Wochenende erhöht den Druck auf Tech und speziell auf Apple. In Kombination mit der bereits schwachen Marktstruktur wirkt das wie ein Verstärker: Rückläufe werden schneller verkauft, Erholungen laufen häufig in Widerstände hinein. Ergebnis: Der Abwärtstrend bleibt das dominante Basisszenario, solange AAPL keine klaren Rückeroberungen wichtiger Zonen schafft.
Aus dem Dezemberhoch um rund 290 US-Dollar hat sich ein sauberer Abwärtsimpuls entwickelt. Die Apple-Aktie notiert inzwischen sieben Wochen in Folge im Minus – das ist die längste Verlustserie seit drei Jahren. In diesem Zeitraum summiert sich das Minus auf grob rund 12%, wodurch Apple nun in eine technische Schlüsselzone hineinläuft, die „halten muss“, wenn daraus eine belastbare Bodenbildung und eine handelbare Rebound-Idee entstehen soll.
An der Unterseite liegt die entscheidende Unterstützungszone bei 255 bis 239 US-Dollar. Der Bereich um 255 US-Dollar ist dabei der erste Angelpunkt, an dem sich zeigen muss, ob Käufer wieder Kontrolle übernehmen. Darunter rückt die steigende 40-Wochen-EMA um 246 US-Dollar als wichtiger Trendfilter in den Fokus. Sollte auch diese Marke nicht halten, liegt die nächste Auffangzone bei 243/244 US-Dollar als Unterkante des Supports. Das Oktobertief bei 239 US-Dollar bleibt schließlich die „letzte Verteidigungslinie“ – ein Bruch würde das Risiko eines weiteren Abwärtsimpulses deutlich erhöhen. Auf der Oberseite ist 260 US-Dollar die erste Hürde, die AAPL zurückerobern muss, um eine Erholung glaubwürdig zu machen. 270 US-Dollar wäre anschließend der nächste Widerstand, denn oberhalb davon würde sich die Korrektur charttechnisch spürbar entspannen. Erst über 270 US-Dollar wäre der dominante Abwärtstrend klarer infrage gestellt, wodurch sich wieder mehr Spielraum in Richtung 275 US-Dollar und höher eröffnen könnte.
Der RSI liegt noch über 48,5. Solange diese Grenzschwelle verteidigt wird, bleibt ein kurzfristiger Erholungsversuch realistisch – idealerweise aus der Support-Zone heraus. Kippt der RSI jedoch wieder nachhaltig darunter, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Unterstützungen nur „durchrutschen“ statt zu tragen.
Saisonal lässt sich in US-Zwischenwahljahren häufig beobachten: Schwäche zu Jahresbeginn, anschließend positive Tendenz von Februar bis Mai. In den vergangenen Zwischenwahljahren (Auswertung 1981–2026) lieferte der Zeitraum 8. Feb – 10. Mai im Schnitt eine positive Durchschnittsrendite (~2,63%), bei einer Trefferquote von ~61,2% und hoher Volatilität (~39,39%). Wichtig: Saisonalität ist ein Timing-Rückenwind, aber kein Einstiegssignal. Das Signal muss aus dem Chart kommen – aktuell steht genau diese Bestätigung noch aus.
Ein Long-Impuls wird interessant, wenn sich AAPL im Bereich 255 bis 246 US-Dollar stabilisiert – idealerweise mit einem soliden Tages- bzw. Wochenschluss, der zeigt, dass Käufer in dieser Zone tatsächlich „Value“ akzeptieren. Der eigentliche Trigger wäre dann eine Rückeroberung über 260 US-Dollar, weil erst damit die Erholung technisch bestätigt wird. Wer aggressiv direkt am Support einsteigt, kann 260 US-Dollar als erstes Zwischenziel werten, darüber liegen die nächsten Ziele bei 270 US-Dollar und – sofern Momentum aufkommt – optional bei 275 bis 278 US-Dollar als Rotationsbereich Richtung Pivot. Der Stopp liegt konservativ unter 243 US-Dollar (unterhalb der Zone), wer mehr Luft geben will, platziert ihn defensiver unter 239 US-Dollar (unter dem Oktobertief). Solange der RSI über 48,5 bleibt und der Markt diese Zone nicht wieder abgibt, ist ein technischer Rebound plausibel – ohne Rückeroberung der 260 bleibt es allerdings eher eine Rotation als eine echte Trendwende.
Die Short-Idee bleibt intakt, wenn die 255er-Zone nicht hält und der Markt unter 255 US-Dollar Akzeptanz findet – idealerweise so, dass ein Rücklauf an 255 anschließend als neuer Widerstand scheitert. Der Trigger ist damit ein Break & Acceptance unter 255 US-Dollar, der den laufenden Abwärtsimpuls bestätigt. Auf der Unterseite rücken dann zunächst 246 US-Dollar (40-Wochen-EMA) in den Fokus, anschließend 243/244 US-Dollar und als nächstes die 239 US-Dollar am Oktobertief. Der Stopp für das Short-Szenario liegt sinnvoll über 260 US-Dollar, weil genau dieses Rückeroberungslevel den Druck auf die Bären deutlich reduzieren und das Setup invalidieren würde.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.