Air France KLM Aktienkurs – Was bringen die Quartalszahlen?

Nach der Ausbreitung des Coronavirus und vor dem Hintergrund neuer Streiks einiger Mitarbeiter wird Air France KLM am Donnerstag, den 20.02.2020 vor der Eröffnung der Börse die Finanzergebnisse für das Jahr 2019 veröffentlichen.

Mit Spannung werden die Quartalszahlen der viert größten Fluggesellschaft nach Passagierenzahlen erwartet. Die französisch-niederländische Fluggruppe ist eine der ersten Airlines, die eine finanzielle Schätzung der Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Tätigkeit in den kommenden Monaten abgeben wird. Diese Informationen sollten einen Überblick über die Folgen der Epidemie in der ersten Jahreshälfte für den Sektor - und ganz allgemein für Tourismusunternehmen - liefern.

Air France Aktienkurs

Air France KLM hat derzeit seit dem 30. Januar bis zum 15. März alle Flüge zum chinesischen Festland eingestellt. Während die Auslastung ihrer Flugzeuge im asiatisch-pazifischen Raum im vergangenen Monat um 1,3% zurückging, hat die Fluggesellschaft in den ersten 4 Wochen des Jahres 2020 eine solide Auslastung der Flugzeuge aufweisen können.

Im Januar stieg das Gesamtpassagieraufkommen von Air France im Vergleich zum Vorjahr um 2,2%, davon allein +3,8% in der asiatische Region.Das Geschäft wurde durch die Langstreckenflüge von Air France und KLM angekurbelt, insbesondere Nordamerika (+8,8%), aber auch Asien wuchs um 3,8%. Die Februarflugzahlen sollten jedoch eine andere Geschichte ergeben: Da keine Flüge zum chinesischen Festland geplant sind, wird das Geschäft in diesem Monat vermutlich rückläufig sein.

Ganz zu schweigen davon, dass Air France noch immer ein Pilotenstreik ihrer Billigfluggesellschaft droht, der am 24. Februar beginnen könnte. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne, nachdem ihre Air France-Pilotenkollegen nach dem Neustart des neuen CEO Ben Smith von Gehaltsanpassungen profitiert haben.

In ihren bisherigen Quartalsergebnissen hatte Air France KLM seine jährlichen Wachstums- und Kostensenkungsziele bestätigt. Die Gruppe erwartet einen Anstieg der Treibstoffkosten um 600 Millionen Euro gegenüber 2018.Air France KLM strebt eine nahezu Verdopplung der Betriebsmarge an, wobei das Betriebsergebnis bis 2024 um 1,35 Milliarden Euro steigen soll.

Für die Aktionäre hat der Konzern außerdem eine Dividendenausschüttung angekündigt – dies wäre die erste Ausschüttung seit 11 - sobald das Betriebsergebnis (das 2019 voraussichtlich 1,15 Milliarden Euro erreichen wird) 1,9 Milliarden Euro übersteigt, so Frédéric Gagey, der stellvertretende Finanzchef des Konzerns. Eher wenig ambitioniert.

Konsolidierung in der Flugbranche?

Im Hinblick auf die strategische Entwicklung sind die wichtigsten Prioritäten von derzeitigen Management, die Modernisierung der Flotte mit dem Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 50% zu reduzieren, die Neuausrichtung auf die rentabelsten Aktivitäten unter den drei Hauptmarken (AF, KLM, Transavia), die Verbesserung des Angebots und die Untersuchung von Konsolidierungsmöglichkeiten.

Dies hat kürzlich zu einer Bestellung von zehn Airbus A350-900 zu einem Listenpreis von 3,17 Milliarden Euro geführt. Eine Fusion mit Malaysia Airlines zur Übernahme von 49% des Kapitals blieb ebenfalls "in der Warteschleife" und hat auch die Entwicklungsambitionen der französischen Gruppe in Asien, einem Markt, der jährlich um 8 bis 10% des Passagieraufkommens wächst, vorangetrieben. Air France KLM steht jedoch nicht der einzige Interessent an der malaysischen Fluggesellschaft und es wurde noch kein formelles Angebot gemacht.

Währenddessen hat Qatar Airways hat den Anteil an der British-Airways-Mutter International Airlines Group (IAG) aufgestockt. Die Fluggesellschaft aus Katar halte nun 25,1% an IAG, teilte Qatar Airways heute mit. Zuvor war das Unternehmen mit 21,4 % beteiligt. Qatar Airways schaue sich weiter nach Beteiligungen bei Fluggesellschaften um und unterstütze Managementteams, die die eigene Vision von einem verbesserten Reisen für Passagiere teilten, sagte Unternehmenschef Akbar Al Baker.

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