Einführung in die Swing-Trading-Strategien

Trader können eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken und Strategien des Swing-Tradings einsetzen, um optimale Ergebnisse aus diesem kurzfristigen Trading-Stil zu ziehen. Erfahren Sie, was Swing-Trading ist.

Was ist Swing-Trading?

Swing-Trading ist eine Art von Trading, die sich darauf konzentriert, einen Teil einer größeren Bewegung zu erfassen. Swing-Trader legen den Fokus auf die Mitnahme kleinerer, dafür häufigerer Gewinne und versuchen, Verluste möglichst schnell zu begrenzen.

Dieser Trading-Stil basiert auf der Annahme, dass sich Marktpreise selten geradlinig bewegen und dass Trader in den minimalen Schwingungen Handelschancen finden können. Swing-Trader konzentrieren sich auf die Punkte, an denen ein Markt umkehrt, indem sie ihre Trades an diesen „Swings“ platzieren oder schließen. Im Swing-Trading geht es darum, auf kurzfristige Bewegungen längerfristiger Trends zu handeln.

Grundlagen zum Swing-Trading: Wie funktioniert es?

Zum Swing-Trading gehört das Identifizieren profitabler Zeitpunkte zum Beginn eines Trades auf Basis zweier Arten von Swings: „Swing Lows“ und „Swing Highs“. „Swing Low“ bezeichnet ein maßgebliches Kurstief, während „Swing High“ ein Begriff ist, der ein deutliches Kurshoch hervorhebt.

Ein Swing-Trader befasst sich damit, die Kursbewegungen zwischen diesen deutlichen Tiefs und Hochs einzufangen. In einem Aufwärtstrend wollen Trader ausgehend von diesen Tiefs kaufen oder sich Long positionieren und den Trade beim „Swing High“ schließen. In einem Abwärtstrend wollen Trader zwischen den Hochs und Tiefs verkaufen oder sich Short positionieren.

Es ist unmöglich, die exakten Hochs und Tiefs jeder Swing-Bewegung genau zu treffen. Das Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der Kursbewegung zu erfassen. Es kommt sogar oft vor, dass die genauen Hochs und Tiefs verpasst werden, da es auch Zeit braucht, um einen neuen Swing zu erkennen.

Swing-Trading im Vergleich zu Day-Trading: Wo liegen die Unterschiede?

Der Unterschied zwischen Day-Trading und Swing-Trading liegt im Zeitraum, für den Sie die Position halten. Beim Day-Trading, wie der Name schon sagt, werden die Positionen vor dem Ende des jeweiligen Handelstags geschlossen. Day-Trader kaufen und verkaufen an einem Handelstag mehrere Vermögenswerte, um von kleinen Marktbewegungen zu profitieren.

Swing-Trader hingegen unterliegen dieser Einschränkung nicht unbedingt, da die Dauer eines Swing-Trades relativ zum Zeitrahmen des Trends ist, der ganz unterschiedlich sein kann. Während also die Dauer eines Trades nur 30 Minuten oder weniger beträgt, kann sie auch länger als einen Tag dauern.

Zwei beliebte Strategien für das Swing-Trading

Wir haben eine Übersicht über zwei beliebte Strategien für das Swing-Trading erstellt, mit denen Sie eine Methodik für den Eintritt und das Verlassen eines Marktes entwickeln können. Diese sind:

  1. Trendtrading
  2. Breakout-Trading

Trendtrading

Eine Trendtrading-Strategie beruht auf der Nutzung technischer Hinweise, um die Richtung des Marktmomentums zu ermitteln. Strategien beim Swing-Trading versuchen, einen Teil dieses Trends zu erfassen und Vorteile aus dem „Swing High“ oder „Swing Low“ zu ziehen.

Trend-Trader nehmen eine Long-Position, wenn sie glauben, dass der Kurs noch höher steigt, und eine Short-Position, wenn sie glauben, er sinkt noch tiefer. Sie beenden den Trade, wenn die Analyse darauf hindeutet, dass ein Reversal bevorsteht.

Einige der gängigen technischen Analysetools, die bei Strategien, die Trends folgen, zum Einsatz kommen, umfassen den gleitenden Durchschnitt, den Relative-Stärke-Index (RSI) und den durchschnittlichen Richtungsindex (ADX).

Breakout-Trading

Beim Breakout-Trading wird eine Position möglichst früh in einem vorhandenen Trend eröffnet, um aus der Marktbewegung Kapital zu schlagen. Swing-Trader versuchen, Punkte zu erkennen, an denen der Kurs kurz davor steht, aus dem normalen Trading-Bereich „auszubrechen“ (Breakout) – üblicherweise, wenn ein tragendes Element wegfällt oder eine Unterstützungs- oder Widerstandslinie durchbrochen wird.

Beim Breakout-Trading muss der Trader wissen, wie stark oder schwach das Marktmomentum ist. Dieses wird in der Regel über das Volumen der stattfindenden Trades berechnet. Deshalb stellen volumengewichtete gleitende Durchschnittswerte ein beliebtes technisches Analysetool unter Swing-Tradern dar.

Swing-Trading-Indikatoren

Um eine Swing-Trading-Strategie aufzustellen, nutzen viele Trader Preistabellen und technische Indikatoren, um potenzielle Swings sowie profitable Eintritts- und Austrittspunkte in einem Markt zu ermitteln. Gängige Indikatoren für das Swing-Trading umfassen:

  1. Gleitende Durchschnittswerte
  2. Relative-Stärke-Index
  3. Stochastischen Oszillator

Gleitende Durchschnittswerte

Einer der beliebtesten Indikatoren ist der gleitende Durchschnitt (Moving Average, MA). Dieser Indikator betrachtet die Schlusskursdaten über einen bestimmten Zeitraum, um den Durchschnittswert des Vermögenswertes zu bestätigen. Wenn Sie beispielsweise einen 50-Tage-MA verwenden, nehmen Sie die Schlusskurse der letzten 50 Tage, addieren die Werte und teilen diese durch 50, um den Durchschnittskurs zu erhalten. Diese Punkte werden anschließend aufgezeichnet, um eine durchgehende Linie zu erhalten, bei der die Marktbewegungen geglättet werden. So versteht ein Trader den Gesamttrend besser.

Beim gleitenden Durchschnitt (MA) liegt der Schwerpunkt darauf, einen Trend zu ermitteln oder zu bestätigen, nicht auf dessen Prognose. Das liegt daran, dass der MA ein nachlaufender Indikator ist, der immer etwas hinter dem Marktpreis zurückliegt. Das Prinzip ist, dass der Trend als aufwärts gilt, wenn der Kurs deutlich über dem gleitenden Durchschnitt gehandelt wird, und als abwärts, wenn er unter dem gleitenden Durchschnitt tradet.

Bei einer gebräuchlichen Strategie mit gleitendem Durchschnitt suchen Sie nach Schnittpunkten zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnittswerten, die aktuelleren Kursdaten ein größeres Gewicht geben (anders als beim Standard-MA). Normalerweise nutzt diese Strategie einen schnellen exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA), z. B. den 50-Tage-EMA im nachstehenden Diagramm (rote Linie) und einen langsamen EMA, beispielsweise den nachstehenden 100-Tage-EMA (grüne Linie). Das Ziel besteht darin, nach Punkten zu suchen, an denen sich die Wege der gleitenden Durchschnittswerte schneiden. Dies kann auf eine Änderung in der Kursrichtung hindeuten. Wenn der schnelle EMA den langsamen EMA von unten schneidet, könnte ein Swing-Trader eine Long-Position eröffnen. Er würde hingegen eher eine Short-Position eingehen, wenn der schnelle EMA den langsamen EMA von oben schneidet.

Relative-Stärke-Index (RSI)

Ist ein Trend erst identifiziert, kann ein Trader überlegen, einen Momentum-Indikator zu verwenden, um Swings im Gesamttrend zu erfassen. Ein beliebter Momentum-Indikator ist der RSI, mit dem Swing-Trader beurteilen können, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist – was bedeutet, dass der Markt einen „Swing“ erreichen könnte.

Der RSI ist als Oszillator klassifiziert, da er in einem Diagramm von Null bis 100 dargestellt wird. Üblicherweise gilt alles über 70 als überkauft (im nachstehenden Diagramm rot dargestellt). Wenn der Kurs unter 30 fällt, gilt er als überverkauft (im nachstehenden Diagramm grün dargestellt).

In einem Aufwärtstrend kann eine vom RSI angezeigte Bewegung aus dem überverkauften Territorium ein Signal sein, einen Trade zu platzieren. Ein überkauftes Signal könnte ein Signal sein, einen Trade zu schließen. In einem Abwärtstrend könnte eine Bewegung aus dem überkauften Territorium ein Signal sein, einen Short-Trade einzugehen, während ein überverkauftes Signal ein Signal sein könnte, den Short-Trade zu schließen und nicht gegen den Trend zu handeln.In einem Aufwärtstrend kann eine vom RSI angezeigte Bewegung aus dem überverkauften Territorium ein Signal sein, einen Trade zu platzieren. Ein überkauftes Signal könnte ein Signal sein, einen Trade zu schließen. In einem Abwärtstrend könnte eine Bewegung aus dem überkauften Territorium ein Signal sein, einen Short-Trade einzugehen, während ein überverkauftes Signal ein Signal sein könnte, den Short-Trade zu schließen und nicht gegen den Trend zu handeln.

Stochastischer Oszillator

Ähnlich wie der RSI ist der stochastische Oszillator ein Momentum-Indikator. Er vergleicht über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel 14 Tage) den aktuellen Schlusskurs mit dem vorherigen Trading-Bereich. Die Theorie hinter der Stochastik besagt, dass sich das Marktmomentum vor dem Marktvolumen oder dem Kurs selbst ändert. So wird dieser Indikator besonders wichtig. Wenn ein Trader also auf der Grundlage des Momentums tradet, kann er versuchen, die Swings vorherzusagen.

Die Stochastik wird in Form von zwei Linien dargestellt: der Indikatorlinie (die schwarze Linie im nachstehenden Diagramm) und der Signallinie (der roten gestrichelten Linie unten). Diese Linien schwanken auf einer Skala zwischen Null und 100. Wenn ein Wert über 80 erreicht wird, gilt der Markt als überkauft, während ein Wert unter 20 auf überverkaufte Bedingungen hinweist.

Wenn sich die beiden Linien schneiden, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass eine Änderung in der Marktrichtung ansteht. Wenn die Indikatorlinie über die Signallinie ansteigt, können Swing-Trader das Eröffnen einer Long-Position in Betracht ziehen – es sei denn, die Werte liegen über 80. Wenn die Indikatorlinie unter die Signallinie fällt, können Swing-Trader das Eröffnen einer Short-Position in Betracht ziehen – es sei denn, die Werte liegen unter 20.

Mit dem Swing-Trading beginnen

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem Swing-Trading zu beginnen. Diese hängen von Ihrem Zutrauen und Ihrem Fachwissen ab. Mögliche Optionen:

  1. Eröffnen Sie ein Handelskonto. Sie können mit IG schnell und einfach ein Handelskonto eröffnen.
  2. Üben Sie das Trading mit einem Demokonto. Testen Sie Ihre Strategien für das Swing-Trading in einer risikofreien Umgebung mit einem IG-Demokonto.

Alternativ können Sie Mitglied der IG Academy werden, um mehr über das Swing-Trading und andere Trading-Stile zu erfahren.

Zusammenfassung zum Swing-Trading

  • Swing-Trading ist eine Art von Trading, die sich darauf konzentriert, einen Teil einer größeren Bewegung zu erfassen.
  • Es basiert auf der Annahme, dass sich Marktpreise selten geradlinig bewegen und dass Trader in den minimalen Schwingungen Handelschancen finden können.
  • Zum Swing-Trading gehört das Identifizieren profitabler Zeitpunkte zum Beginn eines Trades auf Basis zweier Arten von Swings: „Swing Lows“ und „Swing Highs“.
  • Es ist nicht immer möglich, die exakten Hochs und Tiefs jeder Swing-Bewegung genau zu treffen. Das Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der Kursbewegung zu erfassen.
  • Swing-Trader können ihre Positionen für Zeiträume zwischen wenigen Minuten und länger als einen Tag halten, da die Dauer eines Swing-Trades vom Zeitrahmen des Trends abhängt.
  • Zwei beliebte Strategien beim Swing-Trading sind das Trendtrading und das Breakout-Trading. Beide betrachten kurzfristige Marktbewegungen.
  • Swing-Trader nutzen technische Analysetools wie den gleitenden Durchschnitt, den RSI und den stochastischen Oszillator.

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