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Handelskrieg und Aktienmärkte

Handelskrieg und Aktienmärkte: Wie Trumps Zollpolitik die Börse beeinflusst

Wie Trumps Zollpolitik regelmäßig für Marktvolatilität sorgt – und warum Timing, Psychologie und wiederkehrende Muster für Anleger entscheidend sind.

Handelskrieg und Aktienmärkte: Wie Trumps Zollpolitik die Börse beeinflusst Quelle: Bloomberg

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Wichtigsten Punkte im Überblick

  1. Trumps Zoll-Playbook folgt einem wiederkehrenden Muster aus erster Andeutung, harter Ankündigung und gezieltem psychologischem Druck, der die Märkte zunächst emotional reagieren lässt.
  2. Das Timing ist entscheidend, da Zölle meist mit zeitlichem Vorlauf angekündigt werden und dadurch Verhandlungsspielraum entsteht, was kurzfristig Volatilität und später häufig Entspannung begünstigt.
  3. Für Aktienmärkte wie z.B. den S&P 500 oder DAX bedeutet dies erhöhte Schwankungen und stärkere Reaktionen an wichtigen Referenzmarken, bevor sich bei Annäherungssignalen Erholungen einstellen können.

Wie Trumps Zollpolitik die Börse beeinflusst

Handelskonflikte gehören zu den stärksten politischen Einflussfaktoren auf die Finanzmärkte. Besonders deutlich wurde dies während der Präsidentschaft von Donald Trump. Seine Zollpolitik führte immer wieder zu erhöhter Unsicherheit, starken Kursbewegungen und steigender Volatilität an den Aktienmärkten.

Für Anleger stellt sich daher eine zentrale Frage:
Wie wirken sich Trumps Zölle auf die Börse aus – und lassen sich wiederkehrende Muster erkennen?

Dieser Artikel ordnet die Zusammenhänge ein und erklärt, warum der Handelskrieg vor allem kurzfristig für Marktvolatilität bei Aktien und Indizes wie dem DAX sorgt.

Handelskrieg als strategisches Druckmittel

Zölle verteuern importierte Waren und beeinflussen damit:

  • Unternehmensgewinne

  • internationale Lieferketten

  • Investitionsentscheidungen

  • das allgemeine Marktvertrauen

Schon die Ankündigung neuer Zölle kann ausreichen, um Aktienmärkte unter Druck zu setzen. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren sensibel, da ein eskalierender Handelskrieg das globale Wachstum bremsen kann.

Für Trader und Anleger ist dabei weniger die finale Zollhöhe entscheidend, sondern die Unsicherheit, die durch politische Kommunikation entsteht.

Playbook für Trumps Handelskrieg

Typische Marktreaktion auf Zollankündigungen 

Playbook für Trumps Handelskrieg Quelle: LSEG Datastream/Bouhmidi

Das Trump-Zoll-Playbook: Ein wiederkehrendes Muster

Über mehrere Handelskriegs-Episoden hinweg lässt sich ein relativ klares Ablaufmuster erkennen:

  1. Erste Andeutung sorgt für Unsicherheit
    In einem ersten Schritt signalisiert Präsident Trump mögliche Zölle auf ein bestimmtes Land oder eine Branche – oft über kurze, bewusst vage Statements. Die Märkte reagieren mit Zurückhaltung, Risikoaversion nimmt zu.
  2. Konkrete Zollankündigung mit hoher Eskalationsstufe
    Kurz darauf folgt eine konkrete Ankündigung, häufig mit hohen Zollniveaus von 25 % oder mehr. Entscheidend: Die Zölle liegen meist mehrere Wochen in der Zukunft.
  3. Maximierung des psychologischen Drucks
    Die Kommunikation intensiviert sich, oft über ein Wochenende oder an Feiertagen. Da die Märkte geschlossen sind, können Investoren nicht reagieren – Unsicherheit und Nervosität steigen.
  4. Erste Markreaktion bei Wiedereröffnung
    Mit Öffnung der Futures oder Kassamärkte kommt es häufig zu einer emotionalen Abwärtsbewegung. Schlagzeilen dominieren, Liquidität ist oft dünn.
  5. Differenzierung durch Marktteilnehmer
    Nach ein bis zwei Handelstagen setzt eine sachlichere Bewertung ein. Anleger erkennen, dass die Zölle noch nicht in Kraft sind und Spielraum für Verhandlungen besteht.
  6. Volatile Erholungsversuche
    Typisch sind kurze Erholungsbewegungen, die zunächst wieder abverkauft werden. In dieser Phase beginnt oft das sogenannte Smart Money, selektiv Positionen aufzubauen.
  7. Signale der Annäherung
    Nach etwa einer Woche folgen Hinweise auf Gespräche, Fortschritte oder „konstruktive Dialoge“. Die Tonlage wird moderater.
  8. Entspannung und neue Höchststände
    Kommt es zu einer Einigung oder einer Verschiebung der Zölle, reagieren die Märkte häufig mit starken Aufwärtsbewegungen – nicht selten bis auf neue Rekordniveaus.

Warum Timing entscheidend ist

Ein zentrales Element dieses Playbooks ist der Zeitfaktor. Trump setzt bewusst Fristen von zwei bis drei Wochen, um maximalen Druck aufzubauen, ohne sofort wirtschaftliche Schäden zu verursachen. Das Ziel ist weniger die Umsetzung der Zölle selbst, sondern ein Deal vor Inkrafttreten. Für Marktteilnehmer bedeutet das: Nicht jede negative Schlagzeile ist gleichbedeutend mit einer nachhaltigen Trendwende. Oft entscheidet die Positionierung im Zeitverlauf über Erfolg oder Misserfolg.

Fazit: Handelskrieg verstehen statt emotional reagieren

Der Zusammenhang zwischen Handelskrieg und Aktienmärkten zeigt, wie stark politische Entscheidungen kurzfristig auf die Börse wirken können. Gleichzeitig wird deutlich: Viele Marktbewegungen folgen wiederkehrenden Mustern, insbesondere im Umfeld von Trump-Zöllen und der Börse. Wer diese Mechanismen versteht, kann Marktvolatilität besser einordnen und fundiertere Entscheidungen treffen – unabhängig davon, ob es um Einzelaktien, Indizes wie z.B. den Nasdaq 100oder DAX geht.

Häufige Fragen zum Handelskrieg und zu Trumps Zollpolitik

  1. Was ist der Handelskrieg unter Präsident Trump?
    Der Handelskrieg bezeichnet eine Phase erhöhter handelspolitischer Spannungen, in der Zölle gezielt als Druckmittel eingesetzt wurden, um politische oder wirtschaftliche Zugeständnisse zu erreichen.
  2. Warum reagieren Aktienmärkte so stark auf Zollankündigungen?
    Zollankündigungen erhöhen die Unsicherheit über zukünftige Gewinne, Lieferketten und das globale Wirtschaftswachstum. Bereits Ankündigungen können ausreichen, um Risikoaversion und Marktvolatilität deutlich zu erhöhen.
  3. Gehen Trumps Zölle immer sofort in Kraft?
    In vielen Fällen wurden Zölle mit zeitlichem Vorlauf angekündigt. Diese Verzögerung schafft Raum für Verhandlungen und führt dazu, dass Märkte zwischen politischer Rhetorik und tatsächlicher Umsetzung unterscheiden.
  4. Warum steigt die Volatilität im DAX bei Handelskonflikten besonders stark?
    Der DAX ist stark exportorientiert und damit sensibel gegenüber globalen Handelshemmnissen. Politische Spannungen und Zölle wirken sich daher oft überdurchschnittlich auf die Kursentwicklung aus.
  5. Sind Handelskriegsphasen eher Risiko oder Chance für Anleger?
    Beides. Kurzfristig steigt das Risiko durch stärkere Schwankungen. Gleichzeitig entstehen in solchen Phasen häufig Gelegenheiten, wenn Märkte überreagieren und sich später wieder stabilisieren.
  6. Wie lange dauern typische Marktreaktionen auf Zollthemen?
    Die stärksten Bewegungen finden oft in den ersten Tagen nach einer Ankündigung statt. Entspannungen oder Gegenbewegungen entwickeln sich häufig über mehrere Wochen, abhängig vom Fortschritt politischer Gespräche.

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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