Rohstoffe
Wer sind die größten Goldproduzenten 2026? Eine aktuelle Übersicht der führenden Förderländer, der wichtigsten Goldunternehmen sowie der strukturellen Markttreiber – inklusive Einordnung der Rolle Chinas und der Zentralbanken.
China bleibt größter Goldproduzent weltweit – und baut gleichzeitig seine Goldreserven weiter aus.
Die Produktion ist stark konzentriert auf wenige Länder und einige große Minenkonzerne.
Zentralbankkäufe – insbesondere durch China – wirken seit 2022 strukturell stabilisierend auf den Goldmarkt.
| Rang | Land | Fördermenge (Tonnen p.a.) | Anteil Weltproduktion |
|---|---|---|---|
| 1 | China | ca. 370 t | ~11–12 % |
| 2 | Australien | ca. 310 t | ~9–10 % |
| 3 | Russland | ca. 300 t | ~9–10 % |
| 4 | Kanada | ca. 200 t | ~6 % |
| 5 | USA | ca. 170 t | ~5 % |
| 6 | Ghana | ca. 130 t | ~4 % |
| 7 | Indonesien | ca. 110 t | ~3 % |
| 8 | Peru | ca. 100 t | ~3 % |
| 9 | Mexiko | ca. 95 t | ~3 % |
| 10 | Usbekistan | ca. 90 t | ~3 % |
Quelle: U.S. Geological Survey (USGS), World Gold Council, Stand 2025/2026.
China dominiert nicht nur die Produktion, sondern verfolgt gleichzeitig eine aktive Goldreserve-Strategie. Australien und Kanada gelten hingegen als politisch stabile Förderstandorte mit hoher Investitionssicherheit.
| Rang | Unternehmen | Sitz | Produktion (Unzen p.a.) | Börsennotiert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Newmont Corporation | USA | ~5,5–6 Mio. oz | Ja |
| 2 | Barrick Gold | Kanada | ~4–4,5 Mio. oz | Ja |
| 3 | Agnico Eagle Mines | Kanada | ~3,3–3,5 Mio. oz | Ja |
| 4 | AngloGold Ashanti | Südafrika | ~2,5–3 Mio. oz | Ja |
| 5 | Gold Fields | Südafrika | ~2,3–2,5 Mio. oz | Ja |
| 6 | Polyus | Russland | ~2,5–3 Mio. oz | Eingeschränkt handelbar |
Quelle: Geschäftsberichte 2024/2025 der jeweiligen Unternehmen.
Mehr Informationen zu börsennotierten Goldförderunternehmen wie Newmont Corporation oder Barrick Gold finden Sie im Bereich Aktien
Seit 2022 kaufen Zentralbanken weltweit deutlich mehr Gold. Besonders auffällig ist dabei die Rolle der chinesischen Zentralbank, die ihre Reserven kontinuierlich erhöht.
Dieser strukturelle Nachfragefaktor wirkt wie ein Stabilitätsanker: Ein Teil des globalen Angebots wird langfristig gebunden und steht dem freien Markt nicht zur Verfügung. Dadurch reagieren Korrekturphasen häufig weniger dynamisch als in früheren Zyklen.
Gold gewinnt damit weiter an Bedeutung als geopolitisches Diversifikationsinstrument im internationalen Währungssystem.
Anleger und Trader können auf verschiedene Weise am Goldmarkt partizipieren:
Direkter Handel auf den Goldpreis
Goldminen-Aktien
Einzelwerte wie AngloGold Ashanti oder Agnico Eagle Mines
Diversifizierte Engagements im Minensektor
Während der Goldpreis primär von Realzinsen, Geldpolitik und Zentralbankkäufen beeinflusst wird, reagieren Goldminen häufig mit einem operativen Hebel auf Preisbewegungen.
Im Gegensatz zu Industriemetallen ist Gold weniger konjunkturabhängig. Während Rohstoffe wie Silber oder Kobalt stark industriell getrieben sind, wird Gold überwiegend von makroökonomischen Faktoren bestimmt: Inflationserwartungen, Realzinsen, geopolitische Spannungen und Zentralbankpolitik.
Gold bleibt 2026 einer der strategisch bedeutendsten Rohstoffe weltweit. Die Kombination aus konzentrierter Förderstruktur, geopolitischer Relevanz und strukturellen Zentralbankkäufen – insbesondere durch China – sorgt für eine besondere Marktstellung. Während andere Rohstoffe stark zyklisch reagieren, ist Gold eng mit Geldpolitik und globalen Risikofaktoren verknüpft. Für Trader entstehen dadurch klar erkennbare makrogetriebene Bewegungsphasen, während Investoren Gold weiterhin als langfristigen Stabilitätsbaustein im Portfolio einsetzen.