Silberpreis-Update
Der Silberpreis kämpft am letzten Handelstag der Woche um die Rückeroberung der psychologischen 80-Dollar-Marke. Insgesamt gestaltet sich die Gemengelage weiterhin fragil, da die geldpolitischen Unwägbarkeiten überwiegen dürften.
Wichtigste Punkte:
Hinweis: Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Silberpreis fällt wieder unter 80 Dollar – US-Teuerungsdaten voraus
Der Silberpreis kämpft am letzten Handelstag der Woche um die Rückeroberung der psychologischen 80-Dollar-Marke. Insgesamt gestaltet sich die Gemengelage weiterhin fragil, da die geldpolitischen Unwägbarkeiten überwiegen dürften.
Nach Veröffentlichung des US-Jobberichts zur Wochenmitte dürften Anleger nun ihre Aufmerksamkeit am heutigen Nachmittag auf die US-Inflationsdaten richten.
Die Sorge der Anleger, dass der designierte US-Notenbank-Chef Kevin Warsh möglicherweise in Zukunft eine Bilanzverkürzung vornehmen könnte, dürfte nach wie vor zulasten der allgemeinen Risikostimmung gehen. Die aktuelle Bilanz von ca. 6,6 Billionen Dollar könne deutlich reduziert werden, hieß es zuletzt seiner Meinung nach in einem Beitrag des „Wall Street Journal“.
Warsh selbst muss allerdings noch vom Senat bestätigt werden. Mitte Mai könnte er dann den Posten von Jerome Powell übernehmen. Zudem bleibt unklar, welche geldpolitische Marschroute der möglicherweise neue Fed-Chef tatsächlich einschlagen wird.
Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen aktuell 7,9 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts am 18. März und 92,1 Prozent mit einer Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Im Fokus der Marktteilnehmer stehen heute folgerichtig die US-Inflationsdaten, welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten. Ökonomen erwarten eine Teuerungsrate in Höhe von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,5 Prozent im Januar.
Für die Kernrate der Teuerung wird eine Rate von 2,6 Prozent erwartet, nach 2,5 Prozent im Vormonat. Besagte Rate wird nicht zuletzt auch als Richtschnur für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung angesehen.
Aus charttechnischer Perspektive dürfte weiterhin eine Eroberung der psychologischen 80-Dollar-Marke von Bedeutung sein. Ob es zu einem Anstieg bis auf 100 Dollar reicht, bleibt abzuwarten. Angesichts weiterhin hoher Preisniveaus könnten Anleger immer wieder zu Gewinnmitnahmen tendieren. Ein Rutsch zurück bis auf 70 Dollar ist in diesem Zusammenhang nicht auszuschließen.