S&P 500 Prognose
Der September gilt seit jeher als einer der schwächsten Börsenmonate. Statistisch verlieren Dow Jones, S&P 500, NASDAQ sowie Russell 1000 und 2000 im Schnitt zwischen –0,7 % und –0,9 %. Auch in Nachwahljahren überwiegen Verluste: DJIA und S&P 500 gaben in 10 der letzten 18 September nach.
Der September gilt seit jeher als einer der schwächsten Börsenmonate. Statistisch verlieren Dow Jones, S&P 500, NASDAQ sowie Russell 1000 und 2000 im Schnitt zwischen –0,7 % und –0,9 %. Auch in Nachwahljahren überwiegen Verluste: DJIA und S&P 500 gaben in 10 der letzten 18 September nach.
Die fundamentale Ausgangslage präsentiert sich derzeit widersprüchlich. Zwar bleibt die Inflation oberhalb des von der Fed angestrebten 2-Prozent-Ziels, was den geldpolitischen Spielraum einengt. Gleichzeitig wurde das BIP für das zweite Quartal überraschend nach oben auf ein starkes Wachstum von 3,3 % revidiert.
Doch der Ausblick für das dritte Quartal trübt sich ein: Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed signalisiert nur noch ein Plus von 2,2 %, was auf ein nachlassendes Wachstumstempo hindeutet. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Bremsspuren – die monatlichen Beschäftigungszuwächse verlangsamen sich, während die Arbeitslosenquote bei 4,2 % liegt.
Ein stabilisierender Faktor bleiben jedoch die anhaltenden Investitionen in Künstliche Intelligenz, die nicht nur den Technologiesektor, sondern auch angrenzende Branchen stützen und kurzfristig Wachstumspotenzial schaffen.
S&P 500, Dow Jones und NASDAQ markierten neue Allzeithochs. Der Russell 2000 hinkt noch hinterher, zeigt aber Stärke. Die Indikatoren sind überkauft – eine Konsolidierung oder ein Rücksetzer wäre eine gesunde Entwicklung nach der Rally seit April.
Auch der marktbreite S&P 500 erreichte im August ein neues Allzeithoch. Aus technischer Sicht könnte sich nun jedoch eine Verschnaufpause im historisch schwachen September anbahnen. Solange die gleitenden Durchschnitte steigen und der Kurs oberhalb des monatlichen Pivot-Punkts bei 6313 Punkten bleibt, ist der Aufwärtstrend intakt.
Ein erstes Warnsignal wäre ein Rückfall unter diesen Pivot-Bereich in Verbindung mit einem RSI-Rutsch unter die Schwelle von 48,5. In diesem Fall könnte eine Korrekturbewegung zunächst bis in den Bereich um 6200 Punkte führen. Ein tieferer Rücksetzer hätte Potenzial bis knapp unter die psychologische Marke von 6000 Punkten bei rund 5940, wo sich ein Pivot-Support mit dem steigenden 200-Tage-EMA kreuzt.
Aktuell notieren rund 66 % der im S&P 500 enthaltenen Aktien oberhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Diese Entwicklung spricht grundsätzlich für eine breit abgestützte Aufwärtsbewegung, da nicht nur einzelne Schwergewichte, sondern ein Großteil des Index in einem stabilen Trend liegt.
Allerdings zeigt die Historie, dass auf einem derart hohen Niveau die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur zunimmt. Sobald die Marktbreite nachlässt und weniger Titel ihre langfristigen Durchschnitte verteidigen, steigt die Gefahr, dass auch der Gesamtindex in eine Konsolidierung übergeht.
Die Zinsen liegen derzeit bei 4,25 – 4,50 %. Das CME FedWatch Tool signalisiert eine 87,1 % Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im September. Mit steigender Inflation gerät die Fed jedoch unter Druck – ein Kompromiss mit 0,25 % Senkung wäre denkbar. Der 17. September könnte richtungsweisend für Markt und Konjunktur werden.
Laut Investor’s Intelligence sind 51,0 % bullish, 31,4 % erwarten Korrektur, 17,6 % bearish. Das Bullen-Bären-Verhältnis liegt über 30 Punkten – ein Warnsignal, das kurzfristig für eine Abkühlung spricht.
Trader können die aktuelle Marktphase gezielt mit Knock-Out-Optionen begleiten.
Im Short-Szenario wäre ein Rückfall unter den monatlichen Pivot-Punkt bei 6313 Punkten, kombiniert mit einem RSI-Rutsch unter die Marke von 48,5, ein klares Schwächesignal. In diesem Fall eröffnet sich Abwärtspotenzial zunächst bis 6200 Punkte. Sollte der Druck anhalten, könnte die Korrektur sogar bis in den Bereich um 5940 Punkte reichen, wo ein wichtiger Pivot-Support mit dem steigenden 200-Tage-EMA zusammenfällt. Zur Absicherung können sich Knock-Outs knapp oberhalb des jüngsten Allzeithochs eignen.
Im Long-Szenario bleibt die Aufwärtsbewegung intakt, solange der S&P 500 oberhalb von 6313 Punkten notiert. Ein Ausbruch über das Allzeithoch könnte den Weg für eine Fortsetzung der Rally in Richtung 6600 bis 6700 Punkte freimachen. In diesem Fall bietet sich eine Knock-Out-Absicherung knapp unterhalb des Pivot-Bereichs an, um das Risiko klar zu begrenzen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.