Rohstoff Update
Industriemetalle sind infolge des Iran-Krieges knapper geworden. Vor allem beim Aluminium werden Engpässe befürchtet. Charttechnisch könnte das Allzeithoch aus dem Jahr 2022 angesteuert werden.
Der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg hat bei den Industriemetallen zu einer Angebotsverknappung geführt. Insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus, unterbricht die logistischen Ketten für den Export von Primäraluminium aus der Golfregion. Da gleichzeitig alternative Lieferungen aus Russland aufgrund von Sanktionen und geopolitischen Spannungen begrenzt sind, trifft eine sinkende Produktion auf eine weiterhin hohe Nachfrage in der Automobil- und Bauindustrie. Das Ergebnis ist ein deutliches Defizit am Weltmarkt, das die Lagerbestände schrumpfen lässt und die Preise auf Rekordniveau treibt.
Und dies ist im S&P GSCI Industriemetall-Index deutlich zu sehen. Dieser befindet sich nicht nur in einem intakten Aufwärtstrend, sondern hat sogar vor wenigen Tagen mit dem Sprung über bedeutende Hochs ein neues Kaufsignal generiert.
Besonders betroffen vom Iran-Krieg ist Aluminium . Bereits kurz nach dem Beginn der Kampfhandlungen im Nahen Osten sprangen die Notierungen des Industriemetalls deutlich an. Im Wochenchart wurden mehrere Widerstände überrannt. Zuletzt konnte das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 3.317 USD überwunden werden. Aber auch die Hochs bei 3.353/3.546 USD leisteten keinen nennenswerten Widerstand. Nun könnte es in Richtung des Allzeithochs bei 4.073 USD aus dem Jahr 2022 gehen.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen