Weiter zum Inhalt

Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Market Update

DAX Aktuell – Zwischen den Zeilen lesen – Fed-Minutes im Fokus 

Heute Abend stehen nachbörslich die Fed-Minutes im Mittelpunkt des Interesses. Die Anleger erhoffen sich einige Hinweise auf den Zusammenhalt innerhalb des Gremiums sowie auf ein baldiges Ende der Zinspause. Im Augenblick halten sich die Anleger hierzulande noch mit Engagements zurück.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Schwache US-Bestellungen könnten für Zinssenkungen sprechen
  • Gespannt dürften die Anleger auf die Fed-Minutes warten. Vor allem wichtig ist die Frage, ob die US-Notenbank in diesem Jahr eine Zinspause einlegen, oder unter einem neuen Fed-Chef stärker an der Zinsschraube drehen wird
  • Der DAX konnte im Stundenchart das wichtige 61,8%-Fibonacci-Level zurückgewinnen. Es könnte daher weiter aufwärts gehen

Ein wichtiger Frühindikator im Fokus

Bevor heute Abend nach Börsenschluss deutscher Zeit die Fed-Minutes veröffentlicht wird, steht erst einmal der Auftragseingang für langlebiger Wirtschaftsgüter im Fokus der Anleger. Dieser Frühindikator wird von der Federal Reserve ganz genau beobachtet, da die Bestellungen wichtig sind, um den Zustand der US-Wirtschaft beurteilen zu können. Die Fed zieht vor allem den Auftragseingang ohne Transport zu Rate, da Großaufträge wie beispielsweise beim Flugzeug-Hersteller Boeing die monatlichen Zahlen verzerren können. Fallen die Daten schwächer aus als erwartet, würde dies für eine Zinssenkung sprechen. Im Augenblick ist laut der CME Group auf dem nächsten FOMC-Meeting am 18. März eher mit einer weiteren Zinspause zu rechnen.

Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ohne Transport in %

Quelle: Trading Economics
Quelle: Trading Economics

Fed-Minutes – Das heutige Highlight

Höhepunkt des heutigen Handelstages dürften am Abend aber die Fed-Minutes sein. Die Marktteilnehmer hoffen auf einige Hinweise wie beispielsweise über die interne Spaltung der US-Notenbank. Zuletzt fielen die Zinsentscheide nicht einstimmig aus. Einige Abweichler im Fed-Gremium sprachen sich für Zinssenkungen aus. Der politische Druck auf die Fed, vor allem von US-Präsident Trump, hatte zuletzt spürbar zugenommen. Die Frage wird sein, ob sich Jerome Powell dazu äußern wird. Die Sorge um die Selbständigkeit der Fed spielt an den Märkten eine wichtige Rolle. Und natürlich wollen die Anleger wissen, wann endlich die Zinsen wieder gesenkt werden. Wie bereits erwähnt, dürfte wohl im März nicht an der Zinsschraube gedreht werden. Gleiches gilt möglicherweise für Ende April. Mitte Mai wird der amtierende Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, seinen Chefposten verlassen. Donald Trump hatte Ende Januar seinen Wunschkandidaten Kevin Warsh nominiert, der im Fall einer Bestätigung durch den Senat im März dann Mitte dieses Jahres die Leitung der US-Notenbank übernehmen könnte. Laut der CME Group rechnen die Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung im Juni.

DAX – Wichtige Widerstände im Stundenchart gefallen

Der deutsche Leitindex hat im Stundenchart vorbörslich eine wichtige Hürde übersprungen, nämlich die Oberseite der Handelsspanne bei 25.051 Punkten. Zuvor konnte das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 25.025 Zählern zurückgewonnen werden.

Unter Berücksichtigung der Höhe der genannten Trading Zone lässt sich ein Kursziel von 25.112 Punkten ableiten. Als Unterstützungen fungieren die steigende exponentielle 5-Stunden-Durchschnittslinie bei aktuell 25.056 Zählern sowie die erwähnte obere Begrenzung der Seitwärtsphase bei 25.051 Punkten. Der Stop Loss könnte knapp unterhalb des 61,8%-Fibonacci-Levels bei 25.025 Zählern platziert werden

DAX Chart auf Stundenbasis 

Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Long- und Short-Setups

Long-Szenario:

  • Der DAX konnte vorbörslich im Stundenchart die Handelsspanne nach oben verlassen. Aus der Höhe der Chartformation lässt sich ein Kursziel von 25.112 Punkten ableiten
  • Der Stop Loss könnte unterhalb des 61,%-Fibonacci-Retracements bei 25.025 Zählern platziert werden

Short-Szenario:

  • Der DAX fällt im weiteren Handelsverlauf unter das 61,8%-Retracement bei 25.025 Punkten. In diesem Fall könnte das vorherige Level (50,0%) bei 24.959 Zählern angesteuert werden
  • Oberhalb des jüngsten Verlaufshochs bei 25.085 Punkten könnte der Stop Loss gelegt werden

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: IG Handelsplattform
Quelle: IG Handelsplattform

Lernen Sie von Experten

Unsere Webinare geben Ihnen exklusive Trading-Insights – kompakt & praxisnah