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Bitcoin (BTC/USD) steht nach der Mai-Korrektur an einer entscheidenden Chartzone: Die ehemalige Range-Oberkante und der monatliche Pivotpunkt könnten nun über die nächste Trendbewegung entscheiden.
Bitcoin (BTC/USD) hat im Mai deutlich an Schwung verloren. Nach einem Monatsstart oberhalb von 79.000 US-Dollar fiel der Kurs zuletzt in Richtung 73.000 US-Dollar zurück. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 73.550 US-Dollar und damit nahe einer charttechnisch wichtigen Entscheidungszone.
Entscheidend ist nun: Handelt es sich lediglich um einen klassischen Pullback an die ehemalige Range-Oberkante – oder kippt der Bitcoin-Kurs zurück in die alte Seitwärtsphase?
Bitcoin testet aktuell die Ausbruchszone aus der übergeordneten Range. Wird diese verteidigt, bleibt das bullische Szenario intakt – ein Bruch darunter würde das Chartbild kurzfristig eintrüben.
Im April gelang Bitcoin der Ausbruch aus einer übergeordneten Range. Dieser Ausbruch war zunächst ein bullisches Signal, weil der Markt damit die lange Seitwärtsphase nach oben verlassen konnte. Anfang Mai scheiterte BTC jedoch am 200-Tage-EMA bei rund 81.310 US-Dollar.
Seitdem läuft eine Gegenbewegung. Diese führte Bitcoin nun zurück an die ehemalige Range-Obergrenze. Genau hier wird es charttechnisch spannend: Aus einem früheren Widerstand kann nun eine Unterstützung werden. Zusätzlich verläuft in diesem Bereich der monatliche Pivotpunkt, was die Zone weiter aufwertet.
Solange Bitcoin diese Zone verteidigt, kann die aktuelle Bewegung als Pullback innerhalb eines weiterhin konstruktiven Setups interpretiert werden.
Ein Warnsignal liefert jedoch der RSI. Dieser notiert aktuell leicht unterhalb der wichtigen 48,5-Marke. In der bisherigen Marktlogik deutet ein RSI unter 48,5 eher auf nachlassendes Momentum hin.
Das bedeutet: Bitcoin muss die aktuelle Unterstützungszone nicht nur kurz halten, sondern idealerweise wieder dynamisch nach oben drehen. Erst dann würde sich das bullische Pullback-Szenario bestätigen.
Ein erneuter Anstieg in Richtung 81.310 US-Dollar wäre dann das erste wichtige Ziel. Dort verläuft der 200-Tage-EMA, an dem Bitcoin Anfang Mai bereits gescheitert war. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte anschließend weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen.
Gelingt Bitcoin ein Ausbruch über den 200-Tage-EMA, würde sich das Chartbild deutlich verbessern. In diesem Fall könnte das Mindestkursziel aus der Rechteckformation bei rund 88.643 US-Dollar wieder in den Fokus rücken.
Dafür braucht es allerdings eine klare Bestätigung: BTC müsste zunächst die aktuelle Unterstützungszone verteidigen und anschließend den EMA 200 zurückerobern. Ohne diesen Schritt bleibt der Markt kurzfristig anfällig für weitere Schwäche.
Wie eine bullische Rechteckformation charttechnisch eingeordnet wird und wie daraus mögliche Kursziele abgeleitet werden können, zeigt das folgende Video.
| Szenario | Trigger | Zielzone | Stopp | Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Long-Setup | Verteidigung der Range-Oberkante / Pivot-Zone um ca. 73.000–73.500 USD | Erstes Ziel: 81.310 USD; darüber 88.643 USD | Unterhalb der Pullback-Zone, z. B. unter 71.800 USD | Bullischer Pullback bleibt intakt |
| Prozyklisches Long-Setup | Nachhaltiger Ausbruch über den 200-Tage-EMA bei ca. 81.310 USD | 88.643 USD | Unterhalb des Ausbruchsniveaus bzw. unter 79.000 USD | Bestätigung des Ausbruchs |
| Short-Setup | Bruch unter die Range-Oberkante / Pivot-Zone | Rücklauf in die alte Range, zunächst Richtung 70.000 USD / 69.000 USD | Oberhalb der gebrochenen Zone, z. B. über 74.800 USD | Fehlausbruch-Risiko steigt |
Bitcoin befindet sich nach der Mai-Korrektur an einer wichtigen charttechnischen Schlüsselstelle. Die ehemalige Range-Oberkante und der monatliche Pivotpunkt bilden aktuell die zentrale Unterstützungszone.
Wird dieser Bereich verteidigt, bleibt der Ausbruch aus dem April intakt. Dann könnte Bitcoin erneut den 200-Tage-EMA bei rund 81.310 US-Dollar anlaufen. Ein Ausbruch darüber würde das bullische Szenario bestätigen und das Mindestkursziel bei 88.643 US-Dollar aktivieren.
Fällt BTC jedoch zurück in die alte Range, wäre der Ausbruch zunächst gescheitert. Dann müsste mit weiterem Abwärtsdruck gerechnet werden. Entscheidend ist daher, ob Käufer die aktuelle Pullback-Zone verteidigen können.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.