Knorr Bremse Börsengang: Alles, was Sie wissen sollten

(Werbemitteilung): Die Knorr-Bremse ist der zweit größte deutsche IPO (Initial Public Offering) für 2018. Trotz eines angespannten Börsenumfelds kam der Münchener Bremsenhersteller gut an der Börse an.

Knorr-Bremse Börsenwert

Steigende Zinsen und der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China resultierte in mehreren Kurseinbrüchen und einer wachsenden Volatilität im Markt. Trotz eines angespannten Börsenumfelds gelang es der Firma einen soliden Börsengang zu erreichen.

Die Firma erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Durch den Preis lag die Marktkapitalisierung bei rund 13 Milliarden Euro. Insgesamt sind rund 48.4 Millionen Aktien zu einem Ausgabepreis von ungefähr 80 Euro je Aktie an der Frankfurter Börse platziert worden. Der Aktienkurs lag bei der Eröffnung bei 80,10 Euro.

Knorr-Bremse ist der bisher größte Börsengang (Stand Ende 2018) eines deutschen Familienunternehmens und der drittgrößte europäische IPO (Initial Public Offering).

Wem gehört Knorr-Bremse?

Heinz Hermann Thiele ist der Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer der Knorr-Bremse AG. Knorr-Bremse Chef ist Klaus Deller.

Wie gelang es Heinz Hermann Thiele diese Position zu erreichen?

Heinz Thiele begann seine Laufbahn bei der Knorr-Bremse 1969 als juristischer Sachbearbeiter. 1985 wurde er Mitglied des Vorstandes und bekam über 7 % Firmenanteil. Durch Konflikte der beiden Erben und Anteilshalter verkaufte Jens-Diether von Bandemer seinen Anteil von 71 % an Hermann Thiele. In 1987 wurde er Vorstandsvorsitzender und Mehrheitseigner der Firma. Kurz darauf hin (1989) wurde er Alleineigentümer und vertiefte sich in die Entwicklung und Fertigung von Druckluftbremsen für Schienen- und Nutzfahrzeuge.

Anfang 2000 wurde die globale Präsenz ausgebaut. Die Firma entwickelte viele verschieden Firmenbeziehungen und wurde so zu einem weltweit führenden Unternehmen. Heinz Hermann Thiele ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Vossloh AG.

Knorr-Bremse an der Börse

Der deutsche Bremsenkonzern, Knorr-Bremse ging am 12. Oktober 2018 an die Börse und ist mit einem Volumen von 3,9 Milliarden Euro der zweitgrößte Börsengang 2018 in Deutschland. Der IPO sollte ursprünglich Anfang März angekündigt werden, dieser wurde aber dann noch mal aus verschieden Gründen aufgeschoben. Einer der Gründe ist, dass der Eigentümer Thiele sich noch mit anderen Optionen befasste sowie die Wirtschaftslage unter anderem mögliche Verhandlungen zum Verkauf an Continental oder Bosch.

Ab dem 1. Oktober 2018 wurden bis zu 30 % der Aktien den Investoren zur Zeichnung angeboten. Die angebotenen Aktien sind ausschließlich aus dem Besitz der Familie Thiele. Der Erlös des IPOs fließt nicht in das Unternehmen, sondern vollständig an die Familie.

Was man von der Knorr-Bremse-Aktie erwarten kann

Trotz des volatilen Marktes kam Knorr-Bremse stabil in den Börsenhandel. Der Ausgabepreis lag zwischen 72-87 Euro und der offizielle Ausgabepreis der Aktie bei 80 Euro. Die Aktie startete am 12. Oktober 2018 bei 80,10 Euro.

Platziert wurden nur die Aktien aus dem Besitz von Heinz Thiele und seiner Familie, dem Unternehmen selbst fließt kein Geld zu. Der Großteil der Aktien wird weiterhin vom Eigentümer Heinz Thiele gehalten. Beim IPO kamen überwiegend institutionelle Investoren, zwischen 80 % und 90 % der Anteile gingen an professionellen Anleger. Durch diese IPO nahm Thiele rund 3,9 Milliarden Euro ein.

Mit dieser Einnahme plant Heinz Hermann Thiele gemeinnützigen Stiftung zu gründen. Diese Stiftung soll hauptsächlich Kultur und Bildung fördern. Des Weiteren kündigte Thiele Investitionen in andere Unternehmen an.

Das Unternehmen befindet sich momentan in einem schwierigen Marktumfeld. Die Aktie beendete am 19. Oktober die Stabilisierungsperiode.

Wie hat sich Knorr-Bremse in den letzten Jahren entwickelt?

Knorr-Bremse ist über 110 Jahre in die Bremstechnologie vertieft. Die Firma ist an über 100 Standorten in 30 Ländern vertreten.

Knorr-Bremse Finanzkennzahlen

Im Jahr 2017 verzeichnet die Firma einen Rekordumsatz von 6,24 Milliarden Euro. Im Vorjahr (2016) erreichte die Firma einen Umsatz von 5,49 Milliarden Euro, somit einen Anstieg von 13,7 %. Die erfolgreiche Division, die dies erreichte war die Schienenfahrzeuge, die allein einen Umsatz von 3,33 Milliarden Euro einbrachte.

Das Halbjahresergebnis von 2018 im Vergleich zu 2017 zeigt eine erhöhte Umsatzentwicklung von 2,976 Millionen Euro auf 3,322 Millionen Euro. Zum Börsengang war das Unternehmen zum Ausgabepreis 12,9 Milliarden Euro Wert.

Die unten aufgeführte Statistik zeigt den Knorr-Bremse Umsatz in den Jahren 2013 bis 2017.

Wieso geht Knorr-Bremse an die Börse?

Mehrheitsaktionär Heinz Thiele möchte unter anderem die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern. Er und seine Tochter behalten dennoch die Mehrheit der Aktien.
Vorstandschef Klaus Deller kommentierte diese Entwicklung wie folgt: „Ein Börsengang ist für uns der richtige nächste Schritt. Er verschafft Knorr-Bremse eine stabile strategische und finanzielle Basis.“ Vieles könnte sich für die Firma verändern wie zum Beispiele die Verhältnisse der Mitarbeiter könnte sich verbessern, da Aktionäre nun mitentscheiden würden.

Der Konflikt zwischen Knorr-Bremse und Bosch

Kurz vor dem entschluss Knorr-Bremse an die Börse zu schicken entschiedenen IPO von Knorr-Bremse, eskaliert ein Konflikt zwischen dem Bremse Konzern und seinem langjährigen Partner Bosch. Heinz Hermann Thiele gründete in 1999 ein Joint Venture mit der Robert Bosch GmbH, die das Nutzfahrzeugbremsen-Geschäft in Europa gemeinsam betreiben.
Die Firma Bosch wirft Knorr-Bremse vor, ihnen Konkurrenz bei Lenksysteme für Lkws‘ zu machen. Bosch drohte kurz vor dem IPO aus dem gemeinsamen Unternehmen auszusteigen. Dies würde Knorr-Bremse etwa 380 Million Euro kosten.

Trotz des Konfliktes zwischen Knorr-Bremse und Bosch hatte dies keine direkten Einflüsse auf die Börseneröffnungspreise. Falls die Firma die Beteiligung von Bosch in deren gemeinsamen Unternehmen zurückkaufen müsse, könnte dies den jetzigen Börsengang belasten.

Was hält die Zukunft für Knorr-Bremse?

Wie bereits erwähnt entschied sich Heinz Hermann Thiele, nach dem geglückten Börsengang, für die Gründung einer Stiftung die Kultur und Bildung fördern soll. Sowie auch Investitionen in andere Unternehmen.
Die Firma hingegen, geleitet von Chef Klaus Deller, vertieft sich in der Nutzfahrzeugbranche. Auf der IAA 2018 in Frankfurt zeigt die Firma stolz seinen Lkw-Prototypen der auf der Autobahn vollständig automatisiert fährt. Dazu gehört auch die stetige Verbesserung der Verkehrssicherheit. Ein weiteres Ziel, der Firma, ist es sich in Richtung Emissionsreduzierungen und E-Mobilität zu entwickeln.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Werbemitteilung. Diese Information wurde von IG Europe GmbH und IG Markets Ltd (zusammen IG) bereitgestellt. Zusätzlich zum untenstehenden Haftungsausschluss enthält das auf dieser Seite enthaltene Informationsmaterial weder eine Auflistung unserer Handelspreise noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in ein Finanzinstrument. IG übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Kommentare und die daraus resultierenden Folgen. Es wird keine Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben. Folglich trägt der Anleger alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Jede angebotene Studie berücksichtigt nicht das Investment spezifischer Ziele, die finanzielle Situation und die Bedürfnisse einer bestimmten Person, die sie empfangen kann. Sie wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit des Investment Researchs (Anlageforschung) erstellt und gilt daher als Werbemitteilung. Obwohl IG nicht ausdrücklich darauf beschränkt ist, vor der Umsetzung unserer Empfehlungen zu handeln, versucht IG diese nicht zu nutzen, bevor sie den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Sehen Sie die nicht-unabhängige Recherche und Quartalszusammenfassung an.

Erkunden Sie die Märkte mit unserem kostenfreien Kurs

Entdecken Sie mit diesem Online-Kurs der IG Academy die Vielzahl der verschiedenen Märkte, auf denen Sie handeln können – und erfahren Sie, wie die Märkte funktionieren.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Finden Sie heraus, welche Gebühren mit Ihren Trades, durch unsere transparente Gebührenstruktur entstehen können.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Marihuana-Aktien, -Indizes und -ETFs handeln können.

Bleiben Sie mit unserem anpassbaren Wirtschaftskalender über die bevorstehenden marktbewegenden Ereignisse informiert.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Optionen und Turbozertifikate sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.