Grönland-Konflikt
Grönland und die Vereinigten Staaten stehen zusehends im Zentrum einer internationalen Debatte, die weit über gewöhnliche diplomatische Auseinandersetzungen hinausgeht.
Grönland und die Vereinigten Staaten stehen zusehends im Zentrum einer internationalen Debatte, die weit über gewöhnliche diplomatische Auseinandersetzungen hinausgeht. Initiiert wurden die Diskussionen durch wiederholte Äußerungen Donald Trumps, die Arktisinsel als „wesentlich für die nationale Sicherheit“ zu betiteln. Auf der Gegenseite betonen die Grönländer, unterstützt von Dänemark sowie einigen europäischen Staaten, dass ihr Land nicht zum Verkauf stehe.
Erhalten Sie im Folgenden alle wichtigen Informationen rund um die bisherigen Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und Grönland.
Formal gehört Grönland zu Dänemark, besitzt aber eine weitgehende Selbstverwaltung.
Die Arktisinsel Grönland liegt zwischen Nordamerika, Europa und der Artkis. In diesem Kontext ist die Insel aus militärischer und sicherheitspolitischer Hinsicht insbesondere die Vereinigten Staaten von Bedeutung.
Seit Dekaden betreiben die USA eine Militärbasis in Grönland, welche Teil des Raketenfrühwarn- und Verteidigungssysteme ist und nicht zuletzt durch geopolitische Spannungen rund um den Globus an Bedeutung gewinnt.
Grönland besitzt seltene Erden, Uran und anderweitige Bodenschätze. Besagte Rohstoffe sind nicht zuletzt wichtig für Technologien und dürften zudem auch Begierden wecken, sich unabhängiger von anderen Nationen zu machen.
Angesichts des Streits um Grönland hatte US-Präsident Donald Trump im Januar 2026 Strafzölle gegen Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angekündigt. Trump erklärte auf seiner Plattform „Truth Social“, dass Extrazölle ab dem 1. Februar in Höhe von 10 Prozent auf Einfuhren aus den USA anfallen würden und ab dem 1. Juni 25 Prozent, sollte es zu keinem Abkommen für einen Kauf der Insel kommen.
Ab dem 6. Februar sollen Gegenzölle seitens der EU in Höhe von 93 Milliarden Euro in Kraft treten, sollte Trump seine Drohungen wahrmachen und die Zölle für die insgesamt acht europäischen Länder erhöhen. Zudem könnte die EU weitere Maßnahmen ergreifen, hieß es.
Doch nur wenige Stunden nach seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zog Donald Trump seine Zolldrohung zurück. So habe man sich mit NATO-Generalsekretär Rutte auf die Grundlage für eine Vereinbarung rund um Grönland und die Arktis-Region geeinigt, hieß es.
Die derzeitigen Entwicklungen zwischen Grönland und den USA sind womöglich Part eines größeren geopolitischen Wandels. Die Arktis könnte ihre Randstatus verlieren und zu einem strategischen Raum globaler Bedeutung werden. Die Vereinigten Staaten ist die Arktisinsel offensichtlich ein sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Schlüsselstandort. Für Grönland dürfte sich die Frage stellen, wie viel Einfluss von außen akzeptiert wird und wie dabei die eigene politische Zukunft aussehen soll. Das Verhältnis zwischen den Vereinigte Staaten und Grönland bzw. Dänemark und der NATO könnte von einer möglichen Kooperation geprägt sein, aber offensichtlich auch von zunehemnden Spannungen und nach wie vor offenen Fragen
FAQ – Häufig gestellte Fragen