Verschuldungsgrad Definition

Was ist ein Verschuldungsgrad?

Der Verschuldungsgrad ist eine Kennzahl, die von Investoren genutzt wird, um die finanzielle Hebelung von Unternehmen zu bestimmen. Hebelung bezeichnet in diesem Fall die Menge der Geldmittel, die durch Kredite oder Verschuldung erlangt wurde, verglichen mit den Geldmitteln, die durch Eigenkapital erwirtschaftet wurden.

Der Verschuldungsgrad wird üblicherweise als Prozentzahl angegeben. Als ein hoher Verschuldungsgrad gilt alles über 50 %, während alles unter 25 % als ein niedriger Verschuldungsgrad erachtet wird. Ein Verschuldungsgrad zwischen 25 % und 50 % wird als ein optimaler Verschuldungsgrad angesehen.

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Ein Unternehmen mit hohem Verschuldungsgrad wird dazu tendieren, Betriebskosten mit Darlehen zu zahlen, was bedeutet, dass es bei Konjunktureinbrüchen oder dem Anstieg von Zinssätzen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein kann. Dies könnte zu finanziellen Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz führen. Es gibt aber Möglichkeiten, mit denen ein Unternehmen seine Darlehen zurückzahlen und seinen Verschuldungsgrad reduzieren kann. Dazu gehören:

  • Nutzung einer angemessenen Strategie, um die Gewinne zu erhöhen
  • Herausgabe weiterer Aktien an die Öffentlichkeit, um das Eigenkapital zu erhöhen
  • Reduzierung der Betriebskosten

Ein Unternehmen mit einem geringen Verschuldungsgrad wird normalerweise ein konservativeres Ausgabeverhalten haben oder in sich in einer zyklischen Branche, die empfindlicher auf Konjunkturschwankungen reagiert, befinden, weshalb es versucht, seine Schulden gering zu halten. Es wird häufig Eigenkapital nutzen, um große Aufwendungen zu bezahlen. Das Eigenkapital ist ein Barbetrag, der berechnet wird, indem man die Gesamtverbindlichkeiten eines Unternehmens von deren Gesamtvermögen subtrahiert.

Beispielberechnung des Verschuldungsgrads

Die gängigste Art, den Verschuldungsgrad zu berechnen, ist das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital zu verwenden, indem man das Fremdkapital des Unternehmens durch deren Eigenkapital teilt.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise Fremdkapital von 2 Milliarden € und Eigenkapital von 1 Milliarde € besitzt, dann beträgt der Verschuldungsgrad 2 oder 200 %. Das bedeutet, dass das Unternehmen für jeden 1 € Eigenkapital 2 € Fremdkapital besitzt.

Vor- und Nachteile von Verschuldungsgraden

Vorteile von Verschuldungsgraden

Ein Verschuldungsgrad ist eine nützliche Kennzahl für Finanzinstitute, die Kredite verteilen, weil sie ihn als Richtlinie für das Risiko nutzen können. Wenn ein Unternehmen ein höheres Fremdkapital besitzt, ist das Risiko finanzieller Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz größer.

Verschuldungsgrade sind auch eine einfache Möglichkeit für das Unternehmen, seinen Schuldenstand zu verwalten, den zukünftigen Cash Flow vorherzusagen und die eigene Hebelung zu beobachten.

Nachteile von Verschuldungsgraden

Den Verschuldungsgrad eines Unternehmens zur Messung seiner Finanzstruktur zu nutzen, kann auch seine Grenzen haben. Das liegt daran, dass der Verschuldungsgrad eine riskante Finanzstruktur widerspiegeln könnte, aber nicht zwingend einen schlechten finanziellen Status. Während die Kennzahl einen Einblick in die Finanzen des Unternehmens bietet, sollte es stets mit historischen Verschuldungsgraden des Unternehmens und der Konkurrenz verglichen werden.

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