Market Update
Nach einer Kaufpanik bei Gold und Silber folgte prompt ein Verkaufsschock. Zwar hatte die Nominierung von Kevon Marsh zum nächsten Fed-Präsident die Märkte zuerst ein wenig beruhigt, die Sorge über einen Militärschlag der USA gegen den Iran schickte die Aktienmärkte gen Süden.
Die vergangene Woche hatte es sich in sich. Bei Gold und Silberwar eine wahre Kaufpanik zu beobachten. Nach neuen Allzeithochs am Donnerstag setzten am Tag darauf Gewinnmitnahmen ein, die dann plötzlich in einer Verkaufspanik mündete. Ebenfalls spürbar abwärts ging es für den Bitcoin . Grund für das Desaster bei den Edelmetallen und der Kryptowährung dürfte unter anderem die Nominierung von Kevin Marsh als künftiger Fed-Chef gewesen sein. Die Märkte trauen ihm einen moderaten Führungsstil der Federal Reserve zu. Ob sich Marsh aber aus dem Dunstkreis von US-Präsident Trump befreien kann, bleibt aber abzuwarten. Der Streit zwischen Trump und dem bisherigen Amtsinhaber Powell hatte nicht nur die Sorgen über die Selbständigkeit der Fed aufkommen lassen, sondern auch den Dollar gen Süden geschickt. Nicht nur Gold und Silber konnten davon profitieren, auch die Schwellenländer konnten dank eines schwächeren Greenback zulegen. Geopolitisch ist es nicht langweilig geworden. US-Präsident droht dem Iran mit einem Militärschlag und Teheran prompt mit einem regionalen Krieg.
Quartalszahlen:
In der jüngsten Umfrage der American Association of Individual Investors, kurz AAII, wurde den Teilnehmern die Frage gestellt, welcher Faktor die Performance der kommenden sechs Monate an den Aktienmärkten beeinflusst. Und an erste Stelle steht die Wirtschaft und/oder die Inflation. Dahinter folgt die Geopolitik. Die USA droht dem Iran mit einem Militärschlag und Teheran wiederum mit einem regionalen Krieg. Ebenfalls für die Marktteilnehmer wichtig sind die Faktoren Aktienbewertung sowie die geldpolitischen Zinssätze.
Am Freitag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht zur Veröffentlichung an. Der Jobmarkt hat zuletzt ein wenig geschwächelt und die Hoffnungen auf weiter fallende Zinsen geschürt. Nach 50 Tsd. neue Stellen im Vormonat wird nun für Januar ein Zuwachs außerhalb der Landwirtschaft von 70 Tsd. Arbeitsplätzen gerechnet.