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Market Update

Wochenausblick – Iran-Krieg weiterhin im Fokus der Anleger 

Der Iran-Krieg dauert an und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Und solange kann es für den Ölpreis gen Norden gehen. Keine guten Aussichten für die Aktienmärkte, die zurzeit recht ängstlich auf die Notierungen des schwarzen Goldes reagieren. Aber auch die Sorge über eine Rückkehr der Inflation und folglich über ausbleibende Zinssenkungen verunsichern die Anleger.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Die Höhepunkte der Woche:

  • Unruhestifter war erneut der Iran-Krieg. Die Luftangriffe der USA und Israels gegen den Iran und die Gegenschläge von Teheran haben auch zuletzt die Aktienmärkte belastet. Die Börsen mussten durch die Bank den Rückzug gen Süden fortsetzen
  • Der Volatilitäts-Index auf den S&P 500, VIX, notiert wieder oberhalb der Marke von 25 und signalisiert höchste Verunsicherung an den Märkten. Kein guter Zeitpunkt für Engagements
  • Gold wurde nicht als sicherer Hafen angelaufen. Ganz im Gegenteil. Das gelbe Edelmetall musste deutliche Preisverluste hinnehmen
  • Dagegen verharrt der Ölpreis der Sorte WTI auf einem hohen Niveau. Das schwarze Gold hat weiterhin die psychologische Marke von 100 USD je Barrel in Sichtweite
  • Gefragt waren zuletzt Aktien aus dem Energiesektor. Der Subindex Stoxx 600 Oil & Gas konnte deutlich zulegen
  • Zusätzlich hat die Sorge über ausbleibende Zinssenkungen in den USA die Aktienmärkte gen Süden geschickt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit acht Monaten
  • Sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank hatten die Leitzinsen nicht angerührt und unverändert belassen

Was könnte für die folgende Woche wichtig sein:

  • Der Iran-Krieg dürfte die Entwicklung an den Märkten auch in der neuen Woche prägen. US-Präsident Trump stellt dem Mullah-Regime in Teheran das nächste Ultimatum. Sollte innerhalb der kommenden 48 Stunden die Straße von Hormus nicht geöffnet werden, wollen die USA iranische Kraftwerke angreifen
  • Die Anleger würden sich über Impulse seitens der Notenbanken freuen. Vor allem über Hinweise zu möglichen Zinssenkungen. EZB-Chefin Christine Lagarde könnte am kommenden Freitag solche liefern
  • Ansonsten sind kursrelevanten Konjunkturdaten in der neuen Handelswoche eher rar gesät. Interessant könnten der Ifo-Geschäftsklimaindex sowie das GfK-Konsumklima aus Deutschland von Interesse sein

DAX – Nächste Unterstützung überrannt

Die Talfahrt scheint noch nicht zu Ende zu sein. Ende der vergangenen Woche musste das Aufwärts-Gap von Anfang Mai des vergangenen Jahres bei 22.607/22.764 Punkten der Angebotsseite überlassen werden. Die nächste charttechnische Haltestelle ist die vorherige Kurslücke bei 21.297/21.723 Zählern von Ende April des gleichen Jahres.

Ein Hoffnungsschimmer gibt es aber für den DAX. Der Relative Stärke-Index (RSI) mit der Einstellung 14 Tage hat die überverkaufte Zone erreicht. Wird die Extremzone nach oben verlassen, könnte es zu einer Gegenbewegung kommen. Das letzte Mal hatte das Verlassen der überverkauften Zone Anfang April 2025 (Zollhammer) eine Erholung zur Folge gehabt.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Ölpreis – Überhitzt, aber von Korrektur noch keine Spur

Zugegeben, der Ölpreis der Sorte WTI ist nach dem jüngsten Anstieg überhitzt und somit reif für eine Korrektur. Doch solange der Iran-Krieg andauert, könnte die überkaufte Situation, die im Relativen Stärke-Index-Chart zu sehen, noch eine Weile andauern. Charttechnisch konnte zuletzt das zurückgewonnene Hoch bei 93,94 USD verteidigt werden. Von Gewinnmitnahmen ist bislang noch nichts zu sehen. Vielmehr könnte es in Richtung der Hochs bei 121,30/126,34 USD aus dem Jahr 2022 gehen.

Ölpreis der Sorte WTI Chart auf Wochenbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Fünf-Jahres-Charts

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

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