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Rohstoff Update

Wie reagiert der Ölpreis im Fall eines US-Angriffs auf den Iran? 

US-Präsident Trump poltert und rasselt mit den Säbeln und droht dem Iran mit einem militärischen Eingreifen. Aber wie würde in diesem Szenario der Ölpreis reagieren?

Quelle: Adobe
Quelle: Adobe

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Published on:

Wichtigste Punkte:

  • Ohne Berücksichtigung eines US-Angriffs auf den Iran sind sich die Analysten einig, der Ölpreis der Sorte WTI könnte auch 2026 unter Druck geraten
  • Dies könnte sich jedoch im Fall einer militärischen Intervention der Vereinigten auf einen Schlag ändern. Eine Angebotsverknappung würde dann den Ölpreis in die Höhe schießen lassen

 

Auch in diesem lastet das Überangebot schwer

Die Experten sind sich einig, auch 2026 könnte für den Ölpreis ein schwieriges Jahr werden. Als Damoklesschwert hängt weiterhin das Überangebot über den Ölmärkten. Dieses wird auf durchschnittlich 2,3 Mio. bis 3,8 Mio. Barrel pro Tag geschätzt. Dem steht schwächeres Nachfragewachstum gegenüber.

Nur über das Abwärtspotenzial herrscht keine Einigkeit. Mit 30,00 USD je Barrel rechnet JPMorgan mit dem niedrigsten Ölpreis. Ansonsten könnten die Notierungen zwischen 50,00 USD und 58,15 USD liegen. Die US-Energiebehörde EIA geht in ihrem Short Term Energy Outlook im Mittel von einem Ölpreis von 51,42 USD aus.

Im Worst-Case-Szenario alle Prognosen hinfällig

Allerdings wären die genannten Prognosen hinfällig, falls die USA die iranische Ölinfrastruktur angreifen und/oder die Straße von Hormus blockieren würde. Auf einen Schlag könnte aus einem Überangebot eine Angebotsverknappung werden.

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr. Es handelt sich um eine der wichtigsten Transportwege für das schwarze Gold. Da der Iran der weltweit viertgrößte OPEC-Produzent ist, hätte ein Angriff fatale Folgen. Der Ölpreis könnte durchaus um 10 bis 20 USD je Barrel zulegen. Im ungünstigsten Worst-Case-Szenario wäre das Hoch von März 2022 bei 126,34 USD das Ziel.

Charttechnisch dominieren noch die Bären

Die Drohgebärden gegen Teheran haben bereits in den vergangenen Tagen für Unruhe an den Ölmärkten gesorgt. Doch bislang ist aus charttechnischer Sicht nicht viel passiert. Das Tief bei 54,84 USD, welches zuletzt verteidigt werden konnte sowie das 61,8%-Fibonacci-Level bei 52,72 USD sichern im Augenblick gen Süden ab. Darunter sollte es nach Möglichkeit nicht gehen.

Nach oben warten im Monatschart das ehemalige Tief bei 64,35 USD, das 50,0%-Retracement bei 66,48 SUD sowie die intakte obere Abwärtstrendkanallinie bei aktuell 68,76 USD. Darüber könnte es zu einem Befreiungsschlag kommen. Ziele wären dann das fallende Hoch bei 92,59 USD und das 23,6%-Fibonacci-Niveua bei 97,27 USD.

Ölpreis der Sorte WTI auf Monatsbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KNOCK-OUTS

Steht man auf der Verkäuferseite (Short) und meint, dass der Ölpreis in Zukunft fällt, könnten Knock-Outs von IG mit einer Knock-out-Level, oberhalb der gegenwärtigen charttechnischen Widerstandszone bei 92,59 USD interessant werden. Bullisch eingestellte Trader (Long) hingegen könnten in umgekehrter Weise Kock-Out-Level unterhalb von 52,72 USD im Blick behalten.

Morning Report

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