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Index Update

S&P 500 Quartalsausblick – Zweites Quartal könnte stürmisch werden 

Der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg hat die Performance des S&P im ersten Quartal verhagelt. Und nun beginnt am Mittwoch das zweite Quartal. Allerdings fällt dieses in einem Zwischenwahljahr historisch betrachtet nicht besonders gut aus. Zwischen April und Juni könnte es an der Wall Street ungemütlich bleiben.

Quelle: Adobe
Quelle: Adobe

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Zweites Quartal – Schwache Saisonalität und hohe Volatilität

Das erste Quartal endet mit dem heutigen Schlusskurs. Im Augenblick steht beim S&P ein Minus von rund 8% zu Buche. Damit fielen die ersten drei Monate des Zwischenwahljahres schlechter aus als in der Vergangenheit. In den zurückliegenden sechs Midterm-Jahren musste der US-Index im Mittel ein Minus von etwa 0,6% hinnehmen.

Und die Aussichten für das zweite Quartal stimmen ebenfalls nicht allzu sehr optimistisch. In den vergangenen sechs Zwischenwahljahren ging es in 67% der Fälle um durchschnittlich 6,7% abwärts.

Zwischenwahljahre sind geprägt durch eine hohe Volatilität. Dies trifft auch auf das zweite Quartal zu. Die Vola beträgt auf Sicht der letzten sechs Midterm-Jahre 19,21%. In einem normalen zweiten Quartal ohne Berücksichtigung des US-Präsidentschaftswahlzyklus liegt die historische Schwankung bei 17,44%.

Saisonalität des S&P in den Zwischenwahljahren

Quelle: Seasonax.com
Quelle: Seasonax.com

Vorsicht – Es droht ein Death Cross

Der Iran-Krieg hat im Tageschart des S&P Spuren hinterlassen. Vor allem der Rutsch unter die exponentielle 200-Tage-Durchschnittslinie hat die Anleger die Flinte ins Korn werfen lassen. Vor allem droht nun ein so genanntes „Death Cross“. Bei dieser Umkehrformation schließt der kürzere 50-Tage-Durchschnitt unter der mittelfristigen 200-Tage-Linie und besiegelt damit das Ende des vorherrschenden Aufwärtstrends. Das Gegenstück ist das „Golden Cross“, welches im Mai des vergangenen Jahres eine Rekordjagd auslöste.

Wichtig ist auch die Betrachtung des Relativen Stärke-Index (RSI) mit der Standardeinstellung 14 Tage. Der Oszillator schloss bereits unterhalb der 50iger Marke und signalisiert seit Ende Februar das Ende des Aufwärtstrends.

Panik besteht aber noch nicht. Zwar nähert sich der 50-Tage-Durchschnitt der 200-Tage-Linie, ein Kreuzen beider Glättungslinien liegt noch nicht vor. Allerdings sollte ein „Death Cross“ ernst genommen werden. Vor allem dann, wenn die 200-Tage flach verläuft bzw. nach unten dreht, was im Augenblick der Fall ist. Wird ein steigender 200-Tage-Durchschnitt von der 50-Tage-Linie unterschritten, handelt es sich hierbei oft um ein Fehlsignal.

S&P Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Corona-Aufwärtstrend könnte getestet werden

Kommen wir nun zur Analyse des Quartalscharts. Auf dieser Zeitebene ist die Welt noch in Ordnung. Allerdings konnte das Allzeithoch in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 6.945 Punkten noch nicht auf Schlusskursbasis überwunden werden. Aus charttechnischer Sicht ein Warnsignal. Zurzeit hat der S&P nach unten gedreht und steuert den seit dem Jahr 2020 intakten Aufwärtstrend bei aktuell 5.978 Zählern an. Ein Schlusskurs darunter hätte weitere Verluste bis zum ehemaligen Hoch bei 4.818 Punkten zur Folge. Um den langfristigen Aufwärtstrend fortzusetzen, müsste der S&P die beiden Höchststände bei 6.945/7.002 Zählern bis Ende des zweiten Quartals hinter sich lassen. Nur dann könnte die obere Trendkanallinie bei momentan 7.757 Punkten angesteuert werden.

S&P Chart auf Quartalsbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

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