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Market Update

Nahost-Konflikt eskaliert: Welche Szenarien drohen jetzt?

Der Traum auf einen baldigen Frieden im Iran-Krieg ist erst einmal geplatzt. Die Lage in der Krisenregion spitzt sich zu. Welche Szenarien sind nun möglich und welche Auswirkungen könnten diese an den Märkten haben?

Nahost-Konflikt eskaliert: Welche Szenarien drohen jetzt?
Nahost-Konflikt eskaliert: Welche Szenarien drohen jetzt?

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommen nicht voran. Beide Konfliktparteien finden keinen gemeinsamen Nenner. Die derzeitige Waffenruhe ist äußerst brüchig und die Gefahr, dass die Situation in der Krisenregion eskaliert, ist zuletzt wieder gestiegen. Welche Szenarien sind nun denkbar und welche Auswirkungen könnten diese an den Märkten haben?

Szenario 1: „Kalter Waffenstillstand“ (Wahrscheinlichkeit: 50 bis 60%)

  • Vorerst keine Luftangriffe gegen den Iran
  • Raketen- und Drohnenangriffe seitens des Iran auf die Golfstaaten sind möglich
  • Harte Rhetorik. US-Präsident Trump erwägt eine Wiederaufnahme der Angriffe und Teheran kontert mit möglichen Gegenschlägen

Folge: Märkte bleiben nervös. Ein Kollaps an den Börsen wird nicht erwartet

Szenario 2: Regionale Eskalation (Wahrscheinlichkeit: 25 bis 30%)

  • Ein US-Angriff auf iranische Ziele hätte Gegenangriffe Teherans zur Folge. Der Konflikt begrenzt sich jedoch auf die Krisenregion
  • Iran-treue Milizen wie Hisbollah greifen aktiv in den Krieg ein
  • Die USA könnten tiefer in den Konflikt hineingezogen werden

Folge: Der Ölpreis der Sorte WTI könnte durch die Decke gehen. Dies hätte fatale Folgen an den Aktienmärkten

Szenario 3: Diplomatischer Durchbruch (Wahrscheinlichkeit: 10 bis 15%)

  • Es kommt zu einem neuen Atomabkommen. Allerdings wehrt sich der Iran dagegen. Vor allem gegen die Überstellung der Uran-Vorkommen an die USA
  • Lockerungen von Sanktionen gegen Teheran. Diese werden vom Iran gefordert
  • Die Lage in der Krisenregion würde sich entspannen

Folge: Ölpreise würden deutlich fallen – Szenario zurzeit eher unwahrscheinlich

Szenario 4: Regimekrise im Iran (Wahrscheinlichkeit: 10%)

  • Die Destabilisierung des Mullah-Regimes ist den USA bislang nicht gelungen
  • Wirtschaftlicher Druck und interne Machtkämpfe
  • Mögliche Proteste oder Machtverschiebung
  • Trotz der militärischen Rückschläge zeigt sich die iranische Regierung als stabil

Folge: Kurzfristig chaotisch, langfristige Folgen sind nicht abschätzbar

Aktuelle Gemengelage im Nahen Osten

Allgemein wird das erste Szenario erwartet. Verliert eine oder beide Konfliktparteien die Nerven, könnte auch das zweite Szenario eintreten. Gerade das Letzt genannte Szenario könnte die Börsen erneut gen Süden schicken.

VIX – Nervosität bleibt hoch

Von Angst kann im Augenblick an den weltweiten Aktienmärkten nicht gesprochen werden. Doch die Nervosität bleibt groß. Gut zu sehen beim Volatilitäts-Indikator auf den S&P 500, VIX. Das „Angstbarometer“ hält sich weiterhin oberhalb der Marke von 20 auf. Zudem signalisieren die steigende exponentielle 65-Tage-Durchschnittslinie sowie der intakte Aufwärtstrend, dass auch vorerst keine Ruhe an den globalen Börsen einkehren wird.

VIX Chart auf Wochenbasis

Chartanalyse des VIX auf WOchenbasis
Chartanalyse des VIX auf WOchenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Langfristchart auf Monatsbasis

VIX im Langfristchart auf Monatsbasis
VIX im Langfristchart auf Monatsbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

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