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Market Update

Kein Ende des Iran-Krieges in Sicht – Trump verlängert den Waffenstillstand 

US-Präsident Trump hat die Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch überraschend verlängert. Die Blockade der iranischen Häfen soll aber fortgesetzt werden. Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Die Märkte nehmen dies mittlerweile aber relativ gelassen hin.

Geschrieben von

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Taco-Trump verlängert Waffenruhe

Eigentlich sollten in dieser Woche die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad fortgesetzt werden. Doch darauf scheint der Iran kein Interesse zu haben. Und am Mittwochabend Washingtoner Zeit sollte die zweiwöchige Waffenruhe enden. Doch diese wird nun auf unbestimmte Zeit seitens der USA verlängert. Mit der Hoffnung, dass Teheran an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Präsident Trump hatte sich den Krieg wohl anders vorgestellt. Doch mittlerweile dauert dieser schon mehrere Wochen an und ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht.

Seit dem ersten Handelstag des Iran-Krieges ist der Ölpreis der Sorte WTI um mehr als 30% gestiegen. Dagegen hat der Goldpreis, der normalerweise als sicherer Hafen bekannt ist, rund 10% an Wert verloren. Das gelbe Edelmetall reagiert sehr empfindlich auf die Sorgen über mögliche Zinserhöhungen seitens der Notenbanken. Der Aktienmarkt, hier dargestellt durch den S&P 500, kann sich seit Mitte März erholen und notiert im Augenblick um etwa 2% über dem Vorkriegsniveau.

Performance von WTI, Gold und S&P seit dem Kriegsbeginn am 28. Februar in % 

Kein Ende des Iran-Krieges in Sicht – Trump verlängert den Waffenstillstand Quelle: Refinitiv, IG Research; Indexiert 02.03.2026=100
Kein Ende des Iran-Krieges in Sicht – Trump verlängert den Waffenstillstand Quelle: Refinitiv, IG Research; Indexiert 02.03.2026=100

Wirtschaftliche Folge des Iran-Krieges sind zu spüren

Die Auswirkungen des Iran-Krieges, vor allem die Sperrung der Straße von Hormus, ist bereits deutlich zu spüren. Die Aussichte für die deutsche Konjunktur haben sich mittlerweile merklich eingetrübt. Der heimische ZEW-Konjunkturindex ist im April um 16,7 Punkte auf minus 17,2 Zähler gesunken und notiert auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2022. Auch das Verbrauchervertrauen für die Eurozone, welches heute Nachmittag zur Veröffentlichung ansteht, dürfte zu einem ähnlichen Ergebnis kommen. IN die gleiche Kerbe wird wohl auch EZB-Chefin Christine Lagarde schlagen, die sich heute Abend vor der London School of Economics ebenfalls ihre Bedenken zur weiteren Entwicklung der europäischen Wirtschaft äußern wird. 

Morning Report

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