Gold-Update
Mit fast 5.600 Dollar die Feinunze (Kassa) kostet das Edelmetall so viel wie nie in der Geschichte. Dabei dürften Anleger zusehends auf die Entwicklungen im Iran reagieren.
Wichtigste Punkte:
Hinweis: Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Mit fast 5.600 Dollar die Feinunze (Kassa) kostet das Edelmetall so viel wie nie in der Geschichte. Dabei dürften Anleger zusehends auf die Entwicklungen im Iran reagieren. US-Präsident Donald Trump hatte den Ton abermals verschärft, indem er auf seiner Onlineplattform Truth Social schrieb, dass eine „massive Armada“ unterwegs in Richtung Iran sei.
Der US-Präsident forderte im Hinblick auf das iranische Atomprogramm das Regime in Teheran auf, zu verhandeln und einen Deal klarzumachen. „Die Zeit läuft“, hieß es.
Wie erwartet hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am späten Mittwochabend das Zinsband bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert gelassen und damit entgegen Trumps Beharren auf Zinssenkungen agiert. Insgesamt votierte die Mehrheit des Zentralbankrats, welcher aus 12 Mitgliedern besteht, für eine Zinspause. Zuvor hatte die Fed insgesamt drei Mal in Serie an den Zinsschrauben in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach unten gedreht.
Als Begründung für die Zinspause verwiesen die Währungshüter auf die ähnliche Gewichtung von Arbeitsmarkt und Inflation. Fed-Gouverneur Christopher Waller und Trumps-Vertrauter Stephen Meran hatten sich für eine Senkung ausgesprochen.
Geopolitische Risiken, Zinssenkungserwartungen und Zentralbankkäufe können als Standarderklärungen für steigende Goldpreise offensichtlich nicht mehr herhalten. Die aktuellen Bewegungen am Edelmetallmarkt sind womöglich Ausdruck tiefer liegender struktureller Verschiebungen im globalen Finanzsystem. Der Markt reagiert nicht mehr auf einzelne Auslöser, sondern auf ein schwindendes Vertrauen in die langfristige Stabilität des Geld- und Schuldenmodells. Gold wird weniger als vermeintlicher "Krisenschutz", sondern zunehmend als monetäre Alternative wahrgenommen.
Steigende Preise erhöhen die Aufmerksamkeit am Markt, was zusätzliche Nachfrage nach sich ziehen und das Aufwärtsmomentum verstärken kann.