Rohstoff Update
Das gelbe Edelmetall wird trotz des Iran-Krieges als sicherer Hafen gemieden. Gründe dafür gibt es momentan einige. Vor allem die Sorge über ausbleibende Zinssenkungen in den USA lastet schwer auf den Goldpreis. Trotz der derzeitigen Gewinnmitnahmen ist der mittelfristige Aufwärtstrend intakt.
Das erste Schwächezeichen war im Wochenchart bereits Anfang März zu beobachten. Mit dem Hoch von 5.419 USD konnte das Allzeithoch bei 5.598 USD nicht mehr erreicht werden. Anschließend kehrte der Goldpreis in die Handelsspanne zurück und musste diese auch gen Süden verlassen.
Im Augenblick läuft der Test der oberen Begrenzung der vorherigen Trading Zone bei 4.382 USD je Feinunze. Die genannte Unterstützung sollte nach Möglichkeit nicht unterschritten werden, ansonsten drohen weitere Verluste bis zur Unterseite der genannten Seitwärtsphase bei 3.887 USD.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der derzeitigen Korrektur? Diesbezüglich schauen wir uns die technischen Indikatoren an. Hierfür wenden wir einen Mix, bestehend aus drei exponentiellen Durchschnitten sowie dem altbekannten Relativen Stärke-Index (RSI), an.
Die drei exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnitte steigen, was schon einmal für einen intakten Aufwärtstrend spricht. Die 21-Wochen-Linie bei aktuell 4.589 USD musste der Angebotsseite überlassen werden. Zurzeit streiten sich Bullen und Bären um den 34-Wochen-Durchschnitt bei 4.338 USD, der momentan aber verteidigt werden kann. Die 55-Wochen-Glättungslinie bei 4.002 USD sichert zusätzlich gen Süden ab.
Der Relative Stärke-Index, der an dieser Stelle als Trendfolge-Indikator auftritt, weist unverändert Kaufsignale auf. Mit den Parametern 21-, 34- und 55-Wochen notiert der RSI über dem Schwellenwert von 52. Somit befindet sich der Goldpreis weiterhin in einem Aufwärtstrend. Erst unterhalb der Marke von 48 wird es gefährlich. In diesem Fall würde die Ampel auf Rot springen.
Quelle: ProRealTime; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen