Market Update
Der Iran-Krieg hat von Tag zu Tag schlimmere Folgen für die Weltkonjunktur. Solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt, könnten die Energiepreise weiter durch die Decke gehen und die Inflation anheizen. Das erschwert der US-Notenbank zunehmend die Arbeit.
Zu beneiden ist die Arbeit von Fed-Chef Jerome Powell im Augenblick nicht. Die US-Notenbank befindet sich zurzeit in einer Zwickmühle. Zum einen ist die Inflation immer noch zu hoch und zum anderen der Arbeitsmarkt zu robust. Doch dies könnte sich infolge des Iran-Krieges ändern. Seit dem Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar kennt der Ölpreis kein Halten mehr. Somit dürften die explodierenden Energiepreise die Teuerungsrate anheizen. Dagegen steht der Arbeitsmarkt, der sich abschwächt. Eigentlich ein guter Grund, an der Zinsschraube zu drehen. Dem stehen aber die bereits erwähnten Verbraucherpreise im Weg.
Im Augenblick rechnet kaum ein Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung am 18. März. Auch die für Juni bereits in den Aktienkursen eingepreiste Senkung des Leitzinses wird wohl voraussichtlich auf den September verschoben. Zudem könnte es in diesem Jahr nur eine Zinssenkung geben und nicht wie erwartet zwei geldpolitische Schritte.