Market Update
Die Europäische Zentralbank hat die Inflationserwartungen für 2026 drastisch von 2,5% auf 4,0% erhöht. Zinssenkungen dürften somit erst einmal vom Tisch sein. Vielmehr werden Zinserhöhungen befürchtet.
Infolge des Iran-Krieges und der daraus resultierenden gestiegenen Energiepreise hat die Europäische Zentralbank die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate deutlich von 2,5% auf 4,0% erhöht. Damit liegt die neue Prognose deutlich über dem Zielwert der EZB von 2,0%. Zinssenkungen dürften vorerst vom Tisch sein. Allgemein werden nun für dieses Jahr ein bis zwei Zinserhöhungen erwartet. Möglich ist ein Zinsschritt bereits im Juni und ein weiterer im Herbst.
Steigende Zinsen sind an den Aktienmärkten äußerst unbeliebt. Allerdings gibt es Sektoren, die davon profitieren könnten, wie beispielsweise die europäischen Banken. Aber auch Versicherungen könnten zu den Gewinnern gehören. Dagegen könnten Wachstumsaktien aus dem Bereich Technologie und Anteilsscheine von hoch verschuldeten Unternehmen eher zu den Verlierern gehören. Auch Aktien aus dem Immobiliensektor dürften nicht unbedingt auf der Einkaufsliste der Anleger stehen, da die Kreditzinsen anziehen könnten. Zudem lässt die Nachfrage nach Immobilien spürbar nach.