Index Update
Der Iran-Krieg macht den Anlegern im Augenblick das Leben ein wenig schwer. Gegenwind könnte auch von der Saisonalität kommen. Vor wenigen Tagen hat das zweite Quartal begonnen, welches in einem Zwischenwahljahr nicht allzu gut ist. Allerdings kann sich der Dow Jones auf die Charttechnik verlassen.
Zwischenwahljahre sind bekanntlich kein guter Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen. Der Blick auf den Saisonalitäts-Chart verdeutlicht dies. In den vergangenen sechs Midterm-Jahre musste der Dow Jones im zweiten Quartal ein Minus von rund 5% hinnehmen. Noch größer waren die Verluste in den Jahren 2022, 2010 und 2002.
Der derzeitige Iran-Krieg spielt den Bären in die Karten. Auch wenn in Kürze der Konflikt beendet werden könnte, dürfte es noch eine Weile dauern, bis die Märkte zur Normalität zurückkehren könnten.
Und wie der Chart der kumulierten Erträge zeigt, ist der Zeitpunkt vom 1. April bis zum 30. Juni nicht für Engagements an der Wall Street geeignet. In der Vergangenheit hätten die Anleger durchweg Verluste gehabt.
Im Wochenchart des Dow Jones springt im Augenblick eine Chartmarke besonders ins Auge, nämlich das ehemalige Hoch bei 45.073 Punten. Dieser Kursbereich trat über eine längere Zeit als Widerstand auf, fungiert zurzeit als Unterstützung. Zuletzt konnte dieses Level verteidigt werden. Zudem schloss der US-Index oberhalb der exponentiellen 50-Wochen-Durchschnittslinie bei aktuell 46.195 Zählern.
Sollte es zu einem baldigen Frieden in der Krisenregion kommen, könnte das Allzeithoch bei 50.513 Punkten angesteuert werden.
Allerdings steht diesem Vorhaben die erwähnte Saisonalität im Weg. Folglich könnte es zu einem weiteren Test der Unterstützung bei 45.073 Zählern kommen. Auch ein Rücksetzer in Richtung des langfristigen Aufwärtstrends bei momentan 43.332 Punkten ist denkbar, wäre aber aus charttechnischer Sicht kein Beinbruch.
Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen