Market Update
Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß den Leitzins nicht angerührt. Doch ein wenig überraschend waren die Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Der Zinsausblick hat den Börsianern gar nicht gepasst.
Zum Börsenliebling hat sich der neue Fed-Chef Warsh mit dem gestrigen Zinsentscheid nicht gemacht. Angesichts des Iran-Krieges und der daraus resultierenden anziehenden Inflation sind weitere Zinssenkungen endgültig vom Tisch. Vielmehr hat die Federal Reserve Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Bislang wurde der Leitzins in diesem Jahr nicht angerührt. Dies könnte sich im weiteren Verlauf dieses Jahres ändern. Zwei Termine werden diesbezüglich genannt. Dies sind der 16. September beziehungsweise der 9. Dezember. Laut der CME Group ist die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt gen Norden im September am größten.
Der eigentliche Zinsentscheid hat die Marktteilnehmer nicht überrascht, der Zinsausblick dagegen schon mehr. Die verschiedenen Asset-Klassen reagierten unterschiedlich.
Asset-Klasse |
Marktreaktion |
Gründe |
Nasdaq |
Negativ |
Höhere Zinsen senken den Barwert zukünftiger Gewinne, was vor allem Wachstums- und Technologiewerte belastet |
US-Dollar |
Positiv |
Höhere Renditen machen Dollar-Anlagen attraktiver |
US-Rendite (kurze Laufzeiten) |
Positiv |
Der Markt passt seine Erwartungen an das höhere Zinsniveau an. Im Umkehrschluss geraten die Kurse der Staatsanleihen unter Druck |
Gold |
Negativ |
Gold wirft keine Zinsen ab und wird gegenüber verzinslichen Anlagen weniger attraktiv |