Market Update
Ab Montag beginnt der September und der Herbst rückt näher. Wenngleich die Indizes weltweit in den kommenden Wochen zur Schwäche neigen könnten, der goldene Herbst könnte dagegen seinem guten Ruf wieder einmal gerecht werden.
Wie jedes Jahr schauen die Anleger auf die Statistik des Septembers. Und diese fällt bekanntlich nicht allzu rosig aus. Die großen Börsen dieser Welt verzeichnen durch die Bank Kursverluste. Das geringste Minus ist auf dem heimischen Handelsparkett in Frankfurt zu beobachten. Ein wenig größer könnten die Verluste an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq ausfallen. Einzige erfreuliche Ausnahme ist der japanische Aktienmarkt. Der Nikkei konnte in den zurückliegenden zehn Jahren mit Plus/Minus den September überstehen. Dagegen zieht in dem statistisch betrachtet schlechten Monat die Volatilität an.
Und anschließend kommt der goldene Herbst, der im späteren Verlauf in die beliebte Jahresendrally übergeht. Die Volatilität ist dann rückläufig und die Kurse an den weltweiten Märkten ziehen an. Aber auch diesbezüglich konnte der DAX in der jüngsten Vergangenheit mit 5,2% das größte Plus verzeichnen. Der zuvor gelobte Nikkei kommt dagegen „nur“ auf eine Kurssteigerung von 4,16%.
Aber wie können solche Saisonalitäten gehandelt werden? Dies möchten wir am Beispiel der MTU Aero Engines-Aktie zeigen. Der DAX-Titel weist auf Sicht der letzten zehn Jahren vom 22. Mai an bis zum 15. August eine starke saisonale Phase auf. In der jüngsten Vergangenheit ging es in 70% der Fälle aufwärts. Im Durchschnitt verzeichnen die Aktien des deutschen Konzerns ein Plus von 14,0%. Dem steht ein Verlust im Mittel von 4,4% gegenüber. Ein optimales Chance/Risiko-Verhältnis.
In diesem Jahr wäre eine Long-Position erfolgsversprechend gewesen. Im Chart zu sehen sind die drei exponentiellen 21-, 34- und 55-Tage-Durchschnittslinien, die am 22. Mai bereits stiegen und einen intakten Aufwärtstrend signalisierten. Gleitende Durchschnitte können als Filter verwendet werden. Bei einer Long-Position sollte der Wert in einem Aufwärtstrend sein. Ansonsten wäre das Risiko zu groß.
Bei Eröffnung der Long-Position wurde dem Eröffnungskurs am 23. Mai der durchschnittliche Ertrag von 14,0% dazu addiert. Entsprechend wurde von dem Eröffnungskurs der durchschnittliche Verlust von 4,4% subtrahiert. Das Kursziel von 386,93 EUR wurde am 17. Juli und somit vor dem Ende der saisonalen Phase erreicht. In dem genannten Zeitraum (22. Mai bis 15. August) kam der Aktienkurs dem Stop Loss bei 330,84 EUR nicht im Entferntesten nahe. Unter dem Strich betrug das Plus 13,5%.