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Market Update

DAX Aktuell – Eskaliert der Streit zwischen Trump und Powell? 

Das neue Jahr ist noch recht jung, aber US-Präsident Trump teilt in alle Richtungen aus. Nun steht erneut die Fed im Visier des Weißen Hauses. Der Streit zwischen Trump und Powell belastet jedoch die Wall Street.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Published on:

Wichtigste Punkte:

  • Muss Fed-Chef Jerome Powell vor den Kadi? Eine entsprechende Vorladung ist bei der Federal Reserve eingegangen. Doch der allmählich eskalierende Streit drückt die Stimmung an der Wall Street
  • Der streitbare US-Präsident beansprucht Grönland für die USA. Mit Venezuela, dem Iran und nun Grönland nehmen die geopolitischen Risiken zu. Davon profitieren Gold und Silber
  • Der DAX zeigt sich davon recht unbeeindruckt. Nach dem jüngsten charttechnischen Ausbruch nach oben ist die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett gut

Die Selbständigkeit der Fed ist in Gefahr

Der Streit zwischen dem Weißen Haus und der US-Notenbank dauert bereits seit längerem. Vor allem Präsident Trump steht im Dauerstreit mit Fed-Chef Jerome Powell. Grund dafür ist die Zinspolitik der Federal Reserve, die Donald Trump zu zögerlich ist. Seit langem fordert die US-Regierung mehrere und vor allem höhere Zinssenkungen. Doch da spielt Jerome Powell nicht mit. Nun kommt es zu der nächsten Runde in der Dauerfehde. Powell steht wegen angeblicher Falschaussage im Zusammenhang mit der Sanierung von Gebäuden der Notenbank in Washington am Pranger. Mit allen Mitteln scheint Donald Trump den unbeugsamen Fed-Chef loswerden zu wollen. Ende Mai endet eh die Amtszeit des obersten Währungshüters der Vereinigten Staaten. Und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit dürfte dann ein linientreuer Kandidat ganz im Sinne des Weißen Hauses die Geldpolitik leiten. Obwohl Zinssenkungen an den Aktienmärkten gerne gesehen werden, stößt eine Beeinflussung der Fed durch die US-Regierung zunehmend sauer auf. Die Selbständigkeit ist in Gefahr. Infolgedessen steigen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen. Zudem gerät der Greenback unter Druck.

Trump gegen den Rest der Welt

Das neue Jahr hat erst gerade begonnen, da kam es bereits zum ersten geopolitischen Paukenschlag. Die USA griff Venezuela an und verhaftete den bis dato amtierenden Präsidenten Maduro. Grund dürfte die wohl weltweite größte Ölreserve gewesen sein. Aber auch im Iran, wo zurzeit die Proteste gegen die Regierung zunehmen, möchte die USA an Einfluss gewinnen. Und zu nennen ist aber auch Grönland. US-Präsident Trump beansprucht die zum Königreich Dänemark gehörende Insel. Neben Sicherheitsaspekten dürften aber auch die dort im Boden liegenden Rohstoffe von Interesse sein. Letztendlich sind die geopolitischen Risiken in diesem Jahr ein ernstzunehmender Belastungsfaktor. Von dieser Unsicherheit profitieren im Augenblick die Edelmetalle wie Gold und Silber, die heute auch angesichts des Streits zwischen Trump und Powell neue Allzeithochs markiert haben.

DAX – Anleger bleiben gelassen

Die US-Indizes liegen vorbörslich im Minus. Der DAX legt dagegen zur Stunde leicht zu. Mit dem jüngsten Ausbruch aus der Handelsspanne nach oben hat sich die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett deutlich verbessert. Mit dem charttechnischen Befreiungsschlag ist der Weg gen Norden frei. Unter Berücksichtigung der von Juni bis Anfang Januar andauernden Seitwärtsphase lässt sich ein Kursziel von 26.269 Punkten ableiten. Für den Fall von Gewinnmitnahmen dient die ehemalige Ausbruchsstelle in Form der oberen Begrenzung der Handelsspanne bei 24.645 Zählern als Stop Loss.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Fünf-Jahres-Chart

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KNOCK-OUTS

Steht man auf der Verkäuferseite (Short) und meint, dass der DAX in Zukunft fällt, könnten Knock-Outs von IG mit einer Knock-out-Level, oberhalb der gegenwärtigen charttechnischen Widerstandszone bei 26.269 Punkten interessant werden. Bullisch eingestellte Trader (Long) hingegen könnten in umgekehrter Weise Kock-Out-Level unterhalb von 23.021 Punkten im Blick behalten.

Morning Report

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