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Market Update

DAX Aktuell – Ausbruch gelungen, aber Gewinnmitnahmen werden immer wahrscheinlicher

Der DAX ist infolge des Streits zwischen der Fed und dem Weißen Haus an dem S&P vorbeigezogen. Und neue Allzeithochs werden auf dem Frankfurter Börsenparkett gefeiert. Doch die geopolitischen Risiken (Iran/Grönland) könnten zu Gewinnmitnahmen führen.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

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Wichtigste Punkte:

  • Zugegeben, es ist recht selten, aber im Augenblick entwickelt sich der DAX gegenüber dem mächtigen S&P besser
  • Der jüngste Ausbruch gen Norden ist gelungen. Doch allmählich könnten Gewinnmitnahmen einsetzen. Die Anleger werden zunehmend nervöser

Mit Outperformance in das neue Jahr

In der Regel hat die Wall Street die Nase vorn und die meiste Zeit schauen die Anleger in Europa neidig an die New Yorker Börse. Doch im Augenblick dürfte dies der umgekehrte Fall sein. Der Streit zwischen der Federal Reserve und dem Weißen Haus bremst den S&P aus. Bislang hat der besagte US-Index es nicht geschafft, die 7.000-Punkte-Marke zu bezwingen. Dagegen feiern die Marktteilnehmer auf dem Frankfurter Börsenparkett seit Jahresbeginn neue Rekorde. Dies hat eine neue Outperformance des DAX gegenüber seinem mächtigen Pendant, dem S&P, zur Folge. Gut zu erkennen an dem Ratio-Chart. Hier wurde der Kursverlauf des deutschen Leitindex durch den des S&P dividiert, indexiert und grafisch aufbereitet. Und die Ratio-Linie fällt nicht, ganz im Gegenteil. Eine steigende Linie spricht für den DAX. Zudem konnte der Abwärtstrend sowie eine waagerechte Trendlinie überwunden werden. Spätestens seitdem weist das heimische Börsenbarometer eine Outperformance gegenüber der Wall Street auf.

Ratio DAX vs. S&P auf Sicht der letzten zwölf Monate (indexiert) 

Quelle: Refinitiv, IG Research
Quelle: Refinitiv, IG Research

Der DAX ist nicht mehr zu halten, oder doch?

Der Sprung über die Oberseite der Handelsspanne bei 24.645 Punkten am zweiten Handelstag des neuen Börsenjahres war ein Befreiungsschlag. Seitdem kennt der DAX kein Halten mehr. Aus der Höhe der Chartformation lässt sich ein Kursziel von 26.269 Zählern ableiten. Doch dieses dürfte nicht sofort erreicht werden. Vielmehr könnten nun allmählich Gewinnmitnahmen einsetzen. Zwar scheint den Anlegern der Streit zwischen US-Präsident Trump und dem Fed-Chef Powell nicht zu interessieren, doch der Ausgang dürfte auch den deutschen Leitindex auf kurz oder lang einholen. Zudem hängt ein militärischer Konflikt zwischen den USA und dem Iran wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Aus diesem Grund könnten die Marktteilnehmer hierzulande vorsichtiger werden. Ein Rücksetzer bis zur Ausbruchsstelle bei 24.645 Punkten wäre charttechnisch betrachtet aber kein Beinbruch, vielmehr sogar eine gute Einstiegschance. Auch die Volatilität sollten die Anleger im Augen behalten. Der Volatilitäts-Index auf den S&P, VIX, zieht allmählich an. Zwar noch nicht besorgniserregend, allerdings könnte es ab einem Wert von über 20 an den weltweiten Börsen ein wenig ungemütlich werden.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Fünf-Jahres-Chart

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KNOCK-OUTS

Steht man auf der Verkäuferseite (Short) und meint, dass der DAX in Zukunft fällt, könnten Knock-Outs von IG mit einer Knock-out-Level, oberhalb der gegenwärtigen charttechnischen Widerstandszone bei 26.269 Punkten interessant werden. Bullisch eingestellte Trader (Long) hingegen könnten in umgekehrter Weise Kock-Out-Level unterhalb von 23.021 Punkten im Blick behalten.

Morning Report

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