Was sind Optionen und wie funktionieren sie?

Entdecken Sie die Grundlagen des Options-Handels.

Was ist eine Option?

Eine Option ist ein Finanzprodukt, mit dem Sie mit den zukünftigen (prognostizierten) Wert eines Marktes handeln können. Wenn Sie Optionen handeln zahlen Sie einen Aufschlag für das Recht einen Markt zu einem bestimmten Kurs zu handeln, bevor einem festgelegten Laufzeitende der Option. Optionen sind in dieser Hinsicht ähnlich zu Futures – aber im Gegensatz zu Futures, gibt es keine Handelspflicht, sollten Sie nicht handeln wollen.

Nehmen wir an, dass Sie einen Optionskontrakt haben, der es Ihnen erlaubt, Gold für 1300 $ für die nächste Woche zu kaufen.

Erreicht Gold also den Preis von 1325 $, können Sie Ihre Option ausüben und diese für 1300 $, also 25 $ weniger als den aktuellen Marktpreis kaufen.

Bleibt Gold allerdings unter dem Preis von 1275 $, besteht keine Pflicht dieses zu einem Preis von 1300 $ zu kaufen. Wenn Sie jedoch nicht handeln, verlieren Sie die Prämie, die Sie für die Option bezahlt haben.

Werden Optionen gehebelt?

Wie auch CFDs sind Optionen eine gehebelte Form des Tradings – was dazu führt, dass der Options-Handel sich als ausserordentlich attraktiv für die Händler erweist. 

Nehmen Sie den oben genannten Trade als Beispiel: mit dem Kauf einer Gold-Option hätten Sie viel weniger bezahlt, um Ihre Position zu eröffnen, als wenn Sie selbst Gold gekauft hätten. Und wenn das Edelmetall im Preis steigt, könnten Sie Ihre Option verkaufen, ohne diese jemals auszuüben. Dann profitieren Sie von der Preisbewegung des Goldes, ohne viel Kapital zu investieren.

Das macht Optionen zu einem mächtigen Werkzeug für Händler, bringt aber auch eigene Probleme mit sich. Erfahren Sie mehr über die Risiken von Optionen.

Wozu werden Optionen genutzt?

Es gibt drei Hauptgründe für den Handel mit Optionen: Ihr Risiko durch Hedging zu begrenzen, sich Zeit zu kaufen um zu entscheiden, welcher Trade für Sie richtig ist, oder auf Preisbewegungen verschiedener Märkte zu spekulieren. Während Optionen auch andere Verwendungen haben - wie etwa in komplizierten Spread-Strategien - wird die Mehrheit der Trader sie für einen oder mehrere von diesen verwenden.

Hedging mit Optionen

Der Optionshandel wurde zunächst als Hedging-Instrument entwickelt. Angenommen, Sie hatten Aktien in einem Unternehmen, waren aber besorgt, dass der Kurs in naher Zukunft fallen könnte. Sie könnten eine Option kaufen, um Ihre Aktie zu einem Kurs zu verkaufen, der nahe an ihrem aktuellen Niveau liegt. Wenn der Preis Ihrer Aktie dann fällt, können Sie Ihre Option ausüben und Ihre Verluste somit begrenzen. Wenn der Preis Ihrer Aktie allerdings steigt, verlieren Sie lediglich die Kosten für den Kauf der Option.

Sich Zeit erkaufen, um die richtige Entscheidung zu treffen

Eine weitere wichtige Verwendung von Optionen besteht darin, Ihnen die Zeit zu verlängern, die Sie benötigen um zu entscheiden, ob sich ein Trade lohnt oder nicht. Anstatt einen Markt zu kaufen, bei dem Sie sich nicht sofort sicher sind, kaufen Sie die Option, in diesem vor einem bestimmten Datum in der Zukunft zu handeln. Wenn Sie später entscheiden, dass Sie den Markt kaufen möchten, können Sie Ihre Option ausüben. Wenn nicht, verlieren Sie erneut lediglich die Prämie.

Mit Optionen spekulieren

Die Flexibilität von Optionen hat diese zu einem sehr beliebten Spekulationsinstrument gemacht. Das liegt daran, dass die Preise, zu denen Optionen gehandelt werden, von einer Reihe verschiedener Faktoren abhängen, einschliesslich der Zeit, die Ihnen für die Ausübung Ihres Handelsrechts zur Verfügung steht, und des Werts des zugrunde liegenden Marktes. Eine Option, Gold zu einem Kurs von 1300 $ zu kaufen, zum Beispiel, wird normalerweise zu einem höheren Preis gehandelt, wenn Gold bei 1299 $ liegt, als wenn es bei 1200 $ liegt. 

Spekulanten könnten Optionen handeln, ohne diese jemals ausüben zu wollen. Stattdessen kaufen sie eine Option und verkaufen sie erst dann, wenn ihre Prämie steigt. 

Für mehr Informationen zu Preisbewegungen von Optionen besuchen Sie unsere Website zum Thema  Wie werden Optionen gehandelt.

 

Die verschiedenen Varianten von Optionen

Es gibt zwei verschiedene Varianten von Optionen: Calls und Puts.

  • Calls geben Ihnen das Recht, einen Markt zu einem festgelegten Kurs zu kaufen, verpflichten Sie aber nicht dazu.
  • Puts geben Ihnen das Recht, einen Markt zu einem festgelegten Kurs zu verkaufen, verpflichten Sie aber nicht dazu

Kaufen Sie eine Call-Option, und Sie erhalten eine Long-Position auf dem zugrunde liegenden Markt. Je höher der Marktpreis steigt, desto mehr Gewinn können Sie erzielen. Kaufen Sie eine Call-Option, und Sie erhalten eine Short-Position auf dem zugrunde liegenden Markt. Je höher der Marktpreis fällt, desto mehr Gewinn können Sie erzielen. Sobald eine Option Ihr Laufzeitende erreicht, wird sie wertlos.

So berechnen Sie den Gewinn oder Verlust eines Optionsgeschäfts:

Calls

Gewinn oder Verlust = Preis des zugrunde liegenden Marktes – Ausübungspreis – Aufschlag

Puts

Gewinn oder Verlust = Ausübungspreis – Preis dez zugrunde liegenden Marktes – Aufschlag

Die Komponenten eines Options-Handels

Optionen können auf den ersten Blick wegen der Terminologie, die von Händlern verwendet wird, kompliziert erscheinen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung einiger wichtiger Begriffe, die man im Bezug zum Options-Handel verwendet und was sie bedeuten:

  • Writer und Holder: der Käufer einer Option wird auch Holder genannt, der Verkäufer widerrum als Writer. In einem Call hat der Holder das Recht den zugrunde liegenden Markt vom Writer zu erwerben. In einem Put hat der Holder das Recht den zugrunde liegenden Markt dem Writer zu verkaufen
  • Aufschlag (Prämie): die Gebühr, die der Holder dem Writer für eine Option zahlt
  • Ausübungspreis: der Preis, zu dem der Holder den zugrunde liegenden Markt kaufen (Call) oder verkaufen (Put) kann
  • Ablaufdatum: das Datum, an dem der Optionskontrakt endet. Nach dem Ablaufdatum ist die Option wertlos - wenn also der zugrunde liegende Markt den Ausübungspreis vor dem Ablaufdatum nicht erreicht, kann der Holder keinen Gewinn erzielen
  • In-the-money: wenn der Preis des zugrunde liegenden Marktes über dem Ausübungspreis (für einen Call) oder unter dem Ausübungspreis (für einen Put) liegt, kann der Holder die Option ausüben und zu einem besseren Preis als dem aktuellen Marktpreis handeln
  • Out-of-the-money: wenn der Preis des zugrunde liegenden Marktes unter dem Ausübungspreis (für einen Call) oder über dem Ausübungspreis (für einen Put) liegt, bedeutet dies, dass die Ausübung dieser Option einen Verlust zur Folge hat
  • At-the-money: wenn der Preis des zugrunde liegenden Marktes dem Ausübungspreis gleicht, oder sehr nah an diesem liegt

Was kann man mit Optionen handeln?

Einer der grössten Vorteile von Optionen ist Ihre Flexibilität. Sie können eine grosse Anzahl von Märkten handeln und wie Futures, können Optionen auch dazu verwendet werden um Anlagen zu kaufen oder zu verkaufen, die sonst logistische Hindernisse darstellen könnten. Dazu gehören zum Beispiel Öl oder Gold.
 
Hier sind einige Anlageklassen, die Sie mit Optionen handeln können, sowie die Märkte, die Sie bei IG Bank finden:
 
  • Forex. Inklusive Hauptwährungspaare wie EUR/USD, GBP/USD, USD/CHF und EUR/GBP
  • Aktien. Inklusive FTSE® 100 Aktien, sowie eine Auswahl führender US Aktien
  • Aktienindizes. Inklusive FTSE®100 und Wall Street
  • Rohstoffe. Inklusive Metalle und Energien
Sie können Optionen auch kurz- und langfristig verwenden Eine Tagesoption zum Beispiel läuft am Ende des Tages aus - während wöchentliche oder vierteljährliche Optionen im Voraus weiterlaufen.

Vier Dinge, die Sie vor dem Options-Handel in Betracht nehmen sollten

Zu entscheiden, ob Sie mit Optionen handeln möchten, bedeutet, Vorteile und potenzielle Nachteile abzuwägen:

Komplizierter Markt

Optionen sind flexibel, können aber auch kompliziert sein. Anstatt einen Markt in der Hoffnung einer Preissteigung zu kaufen, müssen Sie berücksichtigen, um wie viel der Preis steigen wird und wann diese Bewegung eintreten wird.

Writing-Risiko

Der Holder einer Option kann lediglich den zuvor gezahlten Aufschlag (Prämie) verlieren. Der Writer ist jedoch grösseren Risiken ausgesetzt. Diese können eine vorzeitige Ausübung umfassen, wenn der Holder beschliesst, sein Recht auf Kauf oder Verkauf des zugrunde liegenden Marktes einzugehen, oder auch eine Nachschussforderung, also den sogenannten Margin Call.

Kursvolatilität

Den Aufschlag, den Sie bei einem Optionskauf zahlen hängt von mehreren Faktoren ab, als nur dem Preis des zugrunde liegenden Marktes - bevor Sie also mit dem Options-Handel beginnen, lernen Sie zuerst welche Faktoren zählen. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Infoseite zum Thema Optionen.

Abklingzeit

Ein wesentlicher Teil des Wertes einer Option wird oft aus der verbleibenden Zeit festgelegt, die bleibt, bevor sie abläuft. Dieser Wert fällt mit der Zeit, sobald sich Option ihrem Laufzeitende nähern, was Optionen generell sehr zeitkritisch macht.

Erfahren Sie mehr über die Risiken, die mit dem Options-Handel zusammenhängen und wie man diese abschwächt. Oder wenn Sie einen alternativen Markt in Betracht ziehen möchten, können Sie CFDs verwenden, um mit Kursbewegungen in Forex, Aktien, Indizes und mehr zu handeln.

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Häufig gestellte Fragen

Sind Optionen Derivate?

Ja. Der Preis einer Option hängt vom Preis des zugrunde liegenden Marktes ab, was bedeutet, dass Optionen eine Ableitung von anderen finanziellen Vermögenswerten sind. Im Gegensatz zu anderen Derivaten - wie Differenzkontrakten - bewegen sich die Optionspreise jedoch nicht immer exakt im Einklang mit dem zugrunde liegenden Markt.

Kann ich bei Optionen CFDs handeln?

Ja. Handelsoptionen über CFDs lassen sich mit dem Handel auf dem offenen Markt vergleichen. Zum Beispiel können Sie das Recht kaufen, zehn FTSE 100 CFDs zu 7100 $ zu handeln. Das Öffnen dieser Positionen bedeutet nicht, dass Sie eine Handelspflicht haben. Sie zahlen zu Beginn lediglich einen Aufschlag.

Erfahren Sie mehr über den Options-Handel.

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