DAX: Charttechnisch angeschlagen

14.04.2014 – 11:00 Uhr: Die Krise um die Ostukraine spitzt sich zu. Sorgen um eine Annexion der besagten Region durch Russland und die Angst um einen Bürgerkrieg führten auf dem Frankfurter Börsenparkett zu einem neuerlichen Ausverkauf.

Wichtige Unterstützungen, die in der Vorwoche noch verteidigt werden konnten, wurden nun unterschritten. Charttechnisch ist der DAX angeschlagen.

Im Tageschart ist die Situation momentan ein wenig bedenklich. Einige Unterstützungen wurden ohne nennenswerten Widerstand von den Bären überrannt. Dazu zählen die horizontale Trendlinie bei 9.425/9.426 Punkten, die Fibonacci-Levels bei 9.411 bzw. 9.315 Punkten und die untere Trendkanallinie bei aktuell 9.320 Punkten. Aber auch die steigende gewichtete 200-Tage-Durchschnittslinie musste sich dem Abgabedruck beugen.

Ausgehend von der letzten markanten Korrekturphase von Mitte März bis Anfang April dieses Jahres wird im Augenblick das 61,8%-Retracement bei 9.220 Punkten belagert. Fällt auch diese Unterstützung den Bären in die Hände, könnte es weiter abwärts bis zum steigenden einfachen 200-Tage-Durchschnitts bei momentan 9.146 Punkten gehen.

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Abb.: DAX-Wochenchart / Quelle: IG Handelsplattform

Auf der übergeordneten Zeitebene, dem Wochenchart, sieht es noch nicht so schlecht aus. Zum Auftakt dieser Handelswoche liegt das deutsche Börsenbarometer unter der unteren Trendkanallinie bei 9.310 Punkten. Allerdings wäre diese Unterstützung erst dann signifikant nach unten durchbrochen, wenn der Schlusskurs am Freitag darunter notiert. Somit hat der DAX in den kommenden Tagen noch Zeit, sich über die Aufwärtstrendkanallinie zu retten.

Auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis ist beim DAX eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Diese wird nach oben durch die Ende Januar markierten Jahreshochs bei 9.792/9.795 Punkten und nach unten durch die Unterstützung bei 8.952/8.982 Punkten begrenzt. Erst wenn die Unterseite unterschritten wird, käme dies einem Verkaufssignal gleich.

Im Mittelfristchart liegt der DAX unter dem steigenden gewichteten 40-Wochen-Durchschnitt. Dies ist aber kein Grund, voreilig die Flinte ins Korn zu werfen. Bereits in der jüngsten Vergangenheit wurden die Glättungslinie erreicht bzw. auch leicht unterschritten. Bislang konnte der gleitende Durchschnitt immer Schlimmeres verhindern.

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