DAX Update
Große Initial Balance, frühes Scheitern am PDC und der Bruch des IB-Lows prägen das kurzfristige Bild im DAX. Die laufende Erholung bleibt technisch, solange zentrale Referenzpunkte nicht nachhaltig zurückerobert werden.
Der DAX startete mit einer ungewöhnlich großen Initial Balance in den Handel und lieferte damit früh ein klares Signal: Volatilität wurde direkt zu Handelsbeginn eingepreist. Der Markt scheiterte zunächst an der Rückeroberung des Vortagesschlusskurses (PDC), rutschte anschließend unter das Vortagestief (PDL) und bestätigte die Schwäche wenig später mit dem Bruch des IB-Lows. Erst danach setzte eine erste technische Reversal-Bewegung ein.
Bereits die erste Handelsstunde zeigte mit einer breiten Initial Balance, dass kein ruhiger Trendtag zu erwarten war. Das anfängliche Scheitern am PDC signalisierte fehlende Akzeptanz auf höherem Preisniveau. Mit dem Durchbruch unter das PDL verlagerte sich der Fokus klar auf die Unterseite.
Der entscheidende Impuls folgte mit dem Bruch des IB-Lows. Damit wurde die zuvor aufgebaute Balance nach unten aufgelöst – ein klassisches Zeichen für eine Trend- bzw. Expansion-Phase nach einer volatilen Eröffnung. Die darauffolgende Gegenbewegung ist bislang als technische Reaktion einzuordnen, nicht als bestätigte Trendwende.
Basis FDAX–DAX: 81 Punkte
IB High (FDAX 24.748) → DAX 24.667
IB Low (FDAX 24.581) → DAX 24.500
Open (FDAX 24.726) → DAX 24.645
Previous Day Close (FDAX 24.741) → DAX 24.660
Previous Day Low (FDAX 24.699) → DAX 24.618
Diese Zonen definieren klar, ob der Markt lediglich korrigiert oder erneut Verkaufsdruck aufbaut.
Eine Long-Fortsetzung ist nur dann sinnvoll, wenn der Markt mehr zeigt als eine reine technische Erholung. Entscheidend ist die Rückeroberung und Akzeptanz oberhalb des ehemaligen Value-Bereichs.
Bullische Voraussetzung:
Akzeptanz über dem Bereich um 24.618–24.645 DAX (PDL und Open-Zone).
Gelingt es dem DAX, sich darüber zu stabilisieren, rücken zunächst 24.660 DAX (PDC) in den Fokus. Darüber wäre ein erneuter Test der oberen IB-Zone um 24.667 DAX möglich.
Solange der Markt unterhalb des PDC bleibt, überwiegt das Risiko, dass die laufende Erholung lediglich korrektiven Charakter hat.
Bärische Voraussetzung:
Scheitern unter 24.660 DAX oder erneute Schwäche unter 24.618 DAX.
Unterhalb dieser Zone steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt wieder Druck auf das IB-Low ausübt. Ein nachhaltiger Bruch der 24.500 DAX würde die Abwärtsstruktur bestätigen und Raum für eine Trendfortsetzung nach unten eröffnen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.