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Market Update

Wochenausblick – Iran und Fed-Personalie bewegen die Märkte 

Nach einer Kaufpanik bei Gold und Silber folgte prompt ein Verkaufsschock. Zwar hatte die Nominierung von Kevon Marsh zum nächsten Fed-Präsident die Märkte zuerst ein wenig beruhigt, die Sorge über einen Militärschlag der USA gegen den Iran schickte die Aktienmärkte gen Süden.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Die Höhepunkte der vergangenen Woche:

  • Rohstoffe volatil: Ölpreis steigt stark an, dagegen brechen am Freitag Gold und Silber ein
  • Schwellenländer: Gute Performance dank der Dollar-Schwäche
  • Geldpolitik: Nominierung von Kevin Marsh als neuer Fed-Chef
  • Geopolitik: Angst vor einem US-Angriff auf den Iran nimmt zu
  • Aktienmärkte: DAX büßt die Gewinne seit Jahresbeginn ein

Eine ereignisreiche Woche beschäftigte die Anleger

Die vergangene Woche hatte es sich in sich. Bei Gold und Silberwar eine wahre Kaufpanik zu beobachten. Nach neuen Allzeithochs am Donnerstag setzten am Tag darauf Gewinnmitnahmen ein, die dann plötzlich in einer Verkaufspanik mündete. Ebenfalls spürbar abwärts ging es für den Bitcoin . Grund für das Desaster bei den Edelmetallen und der Kryptowährung dürfte unter anderem die Nominierung von Kevin Marsh als künftiger Fed-Chef gewesen sein. Die Märkte trauen ihm einen moderaten Führungsstil der Federal Reserve zu. Ob sich Marsh aber aus dem Dunstkreis von US-Präsident Trump befreien kann, bleibt aber abzuwarten. Der Streit zwischen Trump und dem bisherigen Amtsinhaber Powell hatte nicht nur die Sorgen über die Selbständigkeit der Fed aufkommen lassen, sondern auch den Dollar gen Süden geschickt. Nicht nur Gold und Silber konnten davon profitieren, auch die Schwellenländer konnten dank eines schwächeren Greenback zulegen. Geopolitisch ist es nicht langweilig geworden. US-Präsident droht dem Iran mit einem Militärschlag und Teheran prompt mit einem regionalen Krieg.

Was könnte für die folgende Woche wichtig sein:

Konjunkturdaten:

  • JOLTS: Arbeitsmarktindikator (03.02.)
  • ISM Service PMI: (04.02.)
  • Verbraucherpreis EU: (04.02.)
  • Non Farm-Payrolls: (06.02.)

Geldpolitik:

  • Zinsentscheid der australischen RBA: (03.02.)
  • Zinsentscheid der BoE: (05.02.)
  • Zinsentscheid der EZB: (05.02.)

Quartalszahlen:

  • 02.02.2026     : Intesa Sanpaolo, Palantir, Walt Disney,
  • 03.02.2026     : Merck & Co., Pfizer, Paypal
  • 04.02.2026     : Alphabet, Infineon, Novartis,
  • 05.02.2026     : Amazon
  • 06.02.2026     : Philip Morris

Konjunktur und Geopolitik für US-Anleger wichtig

In der jüngsten Umfrage der American Association of Individual Investors, kurz AAII, wurde den Teilnehmern die Frage gestellt, welcher Faktor die Performance der kommenden sechs Monate an den Aktienmärkten beeinflusst. Und an erste Stelle steht die Wirtschaft und/oder die Inflation. Dahinter folgt die Geopolitik. Die USA droht dem Iran mit einem Militärschlag und Teheran wiederum mit einem regionalen Krieg. Ebenfalls für die Marktteilnehmer wichtig sind die Faktoren Aktienbewertung sowie die geldpolitischen Zinssätze.

AAII Suvey Wochenfrage 

Quelle: AAII.com
Quelle: AAII.com

Leichter US-Beschäftigungszuwachs erwartet

Am Freitag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht zur Veröffentlichung an. Der Jobmarkt hat zuletzt ein wenig geschwächelt und die Hoffnungen auf weiter fallende Zinsen geschürt. Nach 50 Tsd. neue Stellen im Vormonat wird nun für Januar ein Zuwachs außerhalb der Landwirtschaft von 70 Tsd. Arbeitsplätzen gerechnet.

Non Farm Payrolls in Tsd. 

Drei Zinsentscheide in der kommenden Woche

  • Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank wird am 5. Februar veröffentlicht. Allgemein wird mit einer weiteren Zinspause gerechnet. Grund ist die Inflation, die stabil um das 2-Prozent-Ziel schwankt, bei einem gleichzeitig stabilisierenden Wirtschaftswachstum
  • Auch bei der Bank of England wird eine Zinspause erwartet. Im geldpolitischen Rat (MPC) könnte es zu einer knappen Abstimmung kommen. Während eine Mehrheit um Gouverneur Andrew Bailey für eine Pause plädieren dürfte, könnten einzelne Mitglieder weiterhin für eine Senkung stimmen
  • Dagegen wird bei der australischen Zentralbank (RBA) mit einer Zinserhöhung gerechnet. Die Inflation in Down Under liegt zurzeit deutlich über dem Zielwert von 2 bis 3%

Morning Report

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