Was ist Bitcoin und wie funktioniert es?

Hier finden Sie sämtliche Informationen zu Bitcoin, wie es funktioniert und wie es gehandelt wird.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine "Kryptowährung" und existiert nicht in physischer Form. Das dezentralisierte Zahlungsnetzwerk ermöglicht die Übertragung von Geld über Kryptographie. In den letzten paar Jahren hat Bitcoin bei Verbrauchern, Regierungen und Finanzhändlern immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Wer steuert Bitcoin?

Anstatt von einer zentralen Behörde kontrolliert zu werden, werden Cashflow und Transaktionen von Bitcoin stattdessen vom Netzwerk übernommen.

Die Leute widmen der Verarbeitung und Sicherung von Bitcoin-Zahlungen Rechenleistung und können dafür in Form von neu geschürften Bitcoins bezahlt werden. So kann keine einzelne Person oder Institution bestimmen, wohin Bitcoins übertragen werden, oder wie viele Bitcoins im Umlauf sind. Weitere Informationen finden Sie unter Wie man Bitcoin handelt.

Die Blockchain

Da kein Bedarf an einer physischen Präsenz herrscht, existieren Bitcoins in keiner individuellen Form - ausser in einigen Fällen, in denen Unternehmen "physische" Bitcoins hergestellt haben. Vielmehr fungiert Bitcoin als öffentliches "Hauptbuch", wobei die physische Währung durch eine ständig aktualisierte Darstellung jeder jemals durchgeführten Transaktion ersetzt wird. Dieses öffentliche Hauptbuch wird als Blockchain bezeichnet.

Der Miner legt kürzlich getätigte Kryptowährungs-Transaktionen in einem "Block" zusammen.

Der Block ist kryptographisch gesichert und mit der existierenden Blockchain verbunden.

Der Miner erhält eine Blockbelohnung, die er direkt zurück in den Markt einspeisen kann.

Geschichte der Bitcoin-Währung

Bitcoin wird oft als "Kryptowährung" bezeichnet, deren Basis sich in der Mathematik wiederfindet anstelle der traditionellen Finanztheorie. 1998 machte Wei Dai in der Mailingliste des Diskussionsforums Cypherpunks erstmalig den Vorschlag für eine Kryptowährung. Die Mitglieder glaubten an die Verwendung von Kryptographie, um soziale Veränderungen und erhöhte Privatsphäre in der Kommunikation zu erzeugen. Es dauerte zehn Jahre, bis die Idee von Bitcoin verwirklicht wurde, diesmal von Satoshi Nakamoto in einer anderen Kryptographie-Mailingliste.

Satoshi Nakamoto

Satoshi skizzierte die erste Spezifikation und den Wirksamkeitsnachweis für Bitcoin, verliess das Projekt jedoch im Jahr 2010 und blieb dabei anonym (es ist nicht einmal bekannt, ob Satoshi eine einzelne Person oder eine Gruppe von Menschen ist). Die Bedeutung für die Entstehung von Bitcoin in Verbindung mit der dauerhaften Anonymität hat zu vielen Spekulationen darüber geführt, wer Satoshi Nakamoto sein könnte. Dies hat auch Bedenken über die Rechtmässigkeit und Legitimität von Bitcoin ausgelöst, die jedoch von der Bitcoin-Community zurückgewiesen wurden. Es wird geschätzt, dass Satoshi eine Million Bitcoins besitzen könnte, was ihn/sie 2014 an bestimmten Punkten zum Milliardär gemacht hätte.

Die Entwicklung von Bitcoin verlief ohne Satoshi weiter und bis 2013 hatte die Währung weltweite Bekanntheit erlangt.

Alternativen zu Bitcoin

Bitcoin war die erste Kryptowährung, aber seit seiner Gründung sind hunderte von neuen Konkurrenten und Anwendungen für die Technologie entstanden. Diese Währungen werden als "Altcoins" bezeichnet und unterscheiden sich in der Regel von Bitcoins in einem oder mehreren wichtigen Aspekten:

  • Namecoin war der erste Altcoin. Es funktioniert genau wie Bitcoin, soll aber als alternatives Domainregistrierungssystem verwendet werden
  • Ripple ist der grösste Altcoin von Market Cap. Die Entwickler von Ripple behaupten, dass sie Zahlungen in 2-5 Sekunden verarbeiten können, was sie viel schneller macht als Bitcoin
  • Litecoin war einer der ersten Versuche, Bitcoin zu verbessern, indem die Zeit verkürzt werden sollte, die es braucht, um einen einzelnen Block abzubauen und die Gesamtanzahl der Münzen, die abgebaut werden können, zu erhöhen

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