Bearish (Bärenmarkt) Definition

Was bedeutet es in einem Markt „bearish“ zu sein?

Wenn Sie im Handel „bearish“ sind, glauben Sie, dass ein Markt, ein Vermögenswert oder ein Finanzinstrument einen Abwärtsimpuls erhalten wird. Bearish oder auch „Baisse“ (frz. Rückgang) zu sein ist das Gegenteil von „Hausse“ (frz. Anstieg) was wiederum bedeuten würde, dass Sie denken, der Markt befinde sich in einem Aufwärtstrend.

Die Fähigkeit, rückläufige Trends zu erkennen, ist ein wichtiger Bestandteil des Handels, da die Marktstimmung ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung der Finanzmärkte ist. Wenn der rückläufige Druck in einem Markt stärker ist als der Aufwärtsdruck, wird der Markt in der Regel einen Preisverfall verzeichnen. Aus diesem Grund wird ein Markt, der einen nachhaltigen Preisverfall erfährt, als Bärenmarkt bezeichnet. Es ist wichtig im Handel zu erkennen, wann ein Bärenmarkt sich durchsetzt oder endet, um sowohl Gewinne zu erzielen als auch Verluste entsprechend zu begrenzen.

Bärische Händler nehmen an, dass ein Markt bald an Wert verliert und werden aus dem Fall einen Profit anstreben. Trader, die eine Aufwärtsbewegung des Marktes erwarten (Bullen) werden diesen hingegen kaufen bzw. sich long positionieren gehen, in der Annahme, dass dies einen Profit abwirft.

Berühmte Händler im Bärenmarkt

Einige wenige Händler sind dafür bekannt, legendäre bärische Trades vollzogen, oder an ihrer waghalsigen Strategie festgehalten zu haben, selbst dann, wenn es niemand anderes tat:

  • Ein Beispiel hierfür ist Peter Schiff, ein Börsenmakler, der für sein bäriges Sentiment bekannt wurde als er den Börsencrash von 2007/2008 voraussagte.
  • George Soros ist bekannt als „der Mann, der die Bank of England zerbrach“, nachdem er rund 1 Milliarde Dollar verdient hatte, als er 1992 gegen das britische Pfund wettete.
  • Jesse Livermore war in den 1920er Jahren ein legendärer Börsenmakler, bekannt als „der grosse Bär der Wall Street“. Sein berühmtester Coup war eine Short-Position während des grossen Börsencrashs von 1929, des sogenannten „schwarzen Donnerstags“, bei dem Livermore rund 100 Millionen Dollar machte.
  • Simon Cawkwell, auch bekannt als „Evil Knievel“, ist einer der umstrittensten bärischen Händler. Er ist dafür bekannt, dass er rund £1 Million verdiente, indem er sich nach dem 11. September short auf Aktien positionierte.
  • Paul Tudor Jones verdreifachte sein Anfangskapital, indem er während des Crashs von 1987, auch bekannt als Black Monday, an der Börse short ging.
  • John Paulson hat während der Börsenkrise 2007/2008 rechtzeitig gegen den Immobilienmarkt gewettet und kurzerhand rund 3,7 Milliarden Dollar mit seinen Geschäften verdient.

Wie man eine „bearish“-Position einnimmt

Um eine Position im Bärenmarkt einzunehmen, positionieren sich viele Trader short. Leerverkäufe sind eine Handelsform, die einen Profit erzielt, sobald ein Vermögenswert im Preis fällt.

Traditionell, wenn Sie z.B. Aktien leerverkauften, würden Sie sich einige Aktien von Ihrem Broker leihen und diese sofort zum aktuellen Marktpreis verkaufen. Sobald die Aktien im Preis fielen, würden Sie diese dann kaufen und an Ihren Broker zurückgeben, wobei die Differenz im Preis als Gewinn erhalten bleibt. Derivate wie CFDs haben jedoch die Praxis des Leerverkaufs (Short-sellings) wesentlich erleichtert, da sie zum Kauf und Verkauf einer Vielzahl von Märkten eingesetzt werden können.

Es gibt viele andere Möglichkeiten, von fallenden Märkten zu profitieren. So sind beispielsweise inverse ETFs so konzipiert, dass sie jede Preisbewegung in ihrem Referenzindex umkehren.

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